Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
- Journal
- Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
- Volume
- 14 (1913)
- Issue
- 7 (Oktober/November 1913)
- Date
- 1913-10-01
- Page
- Seite 227 (sequence 33)
- Language
- German
- Belongs to
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No. 7 227 zahl der Geräte beschränkt. Ihr Saal ist das Court, wo Hunderte Raum finden, ihr Gerät: Luft, Licht und Wasser, weder das eine noch das andere allzu kostspielig, somit sind ihnen fast ideale Bedingungen zur phys. Erziehung der Juden in Massen gegeben. Dabei sind wahrlich theoretisch und physich ausgebildete Lehrkräfte erforderlich, welchem Zwecke die Sportkommissionen entsprechen sollen. Auf diese Weise erfüllen die Sportvereine ihre nationale Aufgabe und ihr Anteil an der jüdischen Regeneration ist vielfach größer als der der Turnvereine. Das Organisationskomitee befaßt sich auch mit Organisation und Verbreitung des Scouting, der bei der Jugend große Sympathien erringt. Durch regelmäßig veröffentlichte Artikel in der Jugendschrift „Moriah“, sowie durch briefliche Ratschläge und Fingerzeige ermöglicht das Organisationskomitee die Gründung von Scoutingabteilungen in verschiedenen Städten Galiziens. Es erstanden Scoutabteilungen in Stanislau, Brody, dank energischer Arbeit des Gg. Jakob Billiger, in Czortköw, dank dem Gg. Hermann Rothenstreich, in Zloczöw, dank Gg. Schuster K. und Dr. Schwager. Zu betonen ist der Umstand, daß in der ganzen Scoutorganisation die hebräische Sprache bei Befehlangabe und Raportannahme obligat ist. Viel Mühe hat das Organisationskomitee der Organisationsarbeit gewidmet. Vom Standpunkt ausgehend, daß in jüdischen Angelegenheiten sämtliche jüdischen Institutionen zur Mitarbeit verpflichtet sind, wandte sich das Organisationskomitee anfänglich privatim an die Repräsentanten der zion. Partei und hernach durch einen offiziellen Delegierten an das zion. Zentralkomitee Galiziens, welches nach einem Referat des Del. Dr. H. Sterner zum Beschluß gelangte, daß die jüdischen Turn- und Sportvereine wichtige Posten der jüdisch-nationalen Idee bilden und daß die phys. Erziehung der Juden Galiziens mit in das Programm der zionistischen Arbeit des Zentral- Komitees gehört. Weitere Agitationsmittel deren sich das Organisationskomitee bedient, sind Vorträge Uber körperliche Erziehung, die unsere Delegierten auf der Provinz halten. Die Vorträge, öfters von uns an den hiesigen Verband der „Thoynbeehallen“ angemeldet, welcher unsere Delegierten in verschiedene Provinzstädte schickt, wo sie Gelegenheit finden, die körperliche Wiedergeburt der Juden in Vorträgen zu propagieren, wobei sie an Ort und Stelle ein Komitee zur Gründung eines Turnvereins bilden, wo ein solcher nicht besteht. Dank der Bemühungen unseres Turnbruders Ing. Leo Schneider, der eigens dazu auf eigene Kosten Jaroslau, Kolomea und Przemysl besuchte, konnten wir unmittelbaren Kontakt mit diesen Städten gewinnen. — Als Resultat unserer Bemühungen konnte in Jaroslau, wo zwei Mal unsere Delegierten intervenierten. ®m „Turn-Sportsverein“ ins Leben gerufen werden. — Diesem neuen Verein haben wir den Namen gegeben um auf diese Weise ein harmonisches Gleichgewicht dieser beiden Zweige körperlicher Erziehung zu kennzeichnen, um ein für alle Mal das unsere Ziele hindernde Wetteifern der Turn- und Sportvereine zu beseitigen und wollten zugleich auf diese Weise dem jungen Vereine die Möglichkeit bieten, unsere Idee mit allen möglichen Mitteln nach jeder Richtung hin zu verbreiten. Die Gründung dieses Vereins in Jaroslau wurde Dank den energischen Bemühungen des H. Dr. Salo Rosenberg. Die technische Leitung des Vereines hat Herr Dr. Nacht, examinierter Turnlehrer übernommen und durch unsere Vermittlung wurden auch die notwendigsten Geräte in leicht zahlbaren Raten angekauft. Wir haben sichere Hoffnung, daß der Verein in Jaroslau schön prosperieren werde. Dem Hern Dr. Rosenberg zur Seite steht ein arbeitsames Drganisationskomitee; die Administration versieht sehr eifrig O. G. Osias