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Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport · 1913-08-01 · 6 (August/September 1913) · p. Seite 185

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Journal
Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
Volume
14 (1913)
Issue
6 (August/September 1913)
Date
1913-08-01
Page
Seite 185 (sequence 19)
Language
German
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No. 6 185 baut werden sollen, pflegen. Aber auch die geistige Fortbildung der Mitglieder soll nicht vernachlässigt werden. „Wir müssen erstreben, daß unsere Mitglieder gesund an Körper und Qeist, gute Menschen und zugleich gute Juden seien.“ Es wird konstatiert, daß die Turnvereine bereits Anteil am öffentlichen jüdischen Leben nehmen und es wird als wünschenswert hingestellt, daß die Turnorganisation geschlossen nach außen hin auf tritt. Die Zirkulare enthalten verschiedene Aufsätze über das praktische Turnen, über Turnhygiene, die allgemeine Jüdische Turnerschaft, die Spiele in Rechoboth usw. Aus der Chronik ist zu entnehmen, daß die Turnvereine in Jerusalem und Jaffa sich besonders gut entwickeln. In Jerusalem bestehen zurzeit drei Abteilungen, von denen jede zweimal wöchentlich turnt. Eine von diesen ist eine Mädchenabteilung. Die Leitung ruht in den Händen des Turnlehrers Qoldschmidt, dem drei Vorturner behilflich sind. In Jaffa zählt der Turnverein 120 Mitglieder, außerdem eine Mädchenabteilung von 50 Teilnelynerinnen und eine Abteilung in Tel-Awiw. Das Odessaer Komitee hat dem Verein ein Lokal für seine Zusammenkünfte zur Verfügung gestellt. Dort finden auch Vorträge allgemeinen und jüdischen Inhalts für die Mitglieder statt. Der Verein sucht auch dem verderblichen Einfluß der Mission entgegenzuarbeiten. Er geht jetzt daran, für die schulentlassene Jugend besondere Abteilungen für Knaben und Mädchen einzurichten. In Haifa zählt der Turnverein 40 Mitglieder, eine Mädchenabteilung ist im Entstehen begriffen. Es wird von der Tätigkeit des Herrn Dr. Elias Auerbach-Haifa abhängen, ob die Turnbewegung schon demnächst in Qaliläa die ihr gebührende Ausbreitung finden wird. Der Turnverein in Beirut, der sich ebenfalls dem palästinensischen Turnverband angegliedert hat, zählt 35 Mitglieder, darunter auch eine Mädchenabteilung. In den Kolonien ragt der Turnverein in Pethach-Tikwah hervor, der 108 Mitglieder zählt, darunter 30 Mädchen. Der dortige „Makkabi“ veranstaltet zugleich Abendkurse für Hebräisch, jüdische Geschichte, Literatur und Landwirtschaft. Der Verein bemüht sich bereits um die Erbauung eines Turnsaales. Eine Abteilung für ältere Turner ist im Entstehen begriffen. In zweiter Reihe kommt der Makkabi von Sichron-Jakob, der 86 Mitglieder, darunter 27 Mädchen, zählt. Der Verein in Rechoboth hat 50 Mitglieder, darunter 20 weibliche. Nach dem plötzlichen Ableben Jehudah Tellers, der hier die treibende Kraft war, ist der Verein etwas ins Stocken geraten. In Ekron zählt der Makkabi 25 Mitglieder, die einmal wöchentlich turnen, zur Regenzeit auch öfter, da dann die Feldarbeit notgedrungen ruhen muß. Der Makkabi eröffnete dort ein Lesezimmer nebst Bibliothek, sowie Abendkurse Elr Hebräisch, Bibel, Rechnen, Naturkunde und Arabisch. Seltsamerweise stieß der Makkabi in Rischon le-Zion bei einem Teil der Jugend auf Widerstand. Dem dortigen Verein gehören jetzt 25 Mitglieder an, darunter — bezeichnend genug — 18 Mädchen. In Gederah zählt der Makkabi (der hier noch den Untertitel „Ben6-Bilu“ führt) 20 Mitglieder, in Ness-Zionah 18. — Die gesamte Turnbewegung in Judäa wird turnerisch von den Herren Z. Orlow und E. Herrmann geleitet. Da es allenthalben an geschulten Vorturnern fehlt, wurde ein dreitägiger Vorturnerkursus abgehalten, an dem sich 12 Vorturner aus Jaffa, 15 aus den Kolonien und 1 aus Beirut beteiligten. Am 17. Nissan fand in Ness-Zionah die Generalversammlung des Makkabi statt. Es wurde beschlossen: 1. In Ortschaften, wo weder Turnlehrer noch Vorturner vorhanden sind, können Makkabivereine auf Grundlage des Sports (Spiele, Reiten, Schwimmen usw.) und nationalkultureller Arbeit gegründet werden. 2. Der palästinensische Makkabi tritt der Jüdischen Turnerschaft als besonderer Kreis bei. 3. Im Sommer soll ein drei-

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