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Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport · 1913-06-01 · 5 (Juni/Juli 1913) · p. Seite 166

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Journal
Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
Volume
14 (1913)
Issue
5 (Juni/Juli 1913)
Date
1913-06-01
Page
Seite 166 (sequence 32)
Language
German
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166 No. 5 imposanten Veranstaltung. Ein Kommers hielt die Teilnehmer noch ein Ständlein beisammen. Wir können im übrigen berichten, daß sowohl unsere sämtlichen Turnabende, wie auch die übrigen Veranstaltungen — Tennis- und Sportabteilung — gut besucht sind. In der nächsten Zeit wird auch die Schwimmriege ihr tägliches Rendezvous — 6 Uhr früh — wieder pflegen. Neu eingerichtet ist eine Rekrutenriege für die zum Oktober zum Dienst angesetzten Mitglieder und Nichtmitglieder, die unter der Leitung eines aktiven Unteroffiziers steht, und die sich bald eines guten Zuspruches erfreuen dürfte. Auf unserer letzten Generalversammlung, über die wir hier schon berichteten, wurde in energischer Weise die Einrichtung eines großzügigen Sportbetriebes verlangt. Es hieße Eulen nach Athen tragen, an dieser Stelle über die Bedeutung des Sports zu reden. Schon der eminente propagandistische Wert dieser Einrichtung veranlaßte uns, den Wünschen unserer Mitglieder zu entsprechen. Die Schwierigkeiten jedoch, die uns hierbei entgegentreten, sind mancherlei Art. Zunächst fehlt uns ein geeigneter Sportplatz. Wir müssen den hiesigen städtischen, nicht allzu großen Sportplatz mit noch 3 Vereinen teilen. Auf Ankleideräume usw. müssen wir ganz verzichten. Auch sonst drängt die immer größer werdende Beteiligung an der Sport-Abteilung zu neuen, großen Ausgaben (Fußball etc.). Leider ist es uns nicht möglich, diese aus den laufenden Einnahmen unseres Vereins zu bestreiten. Wir haben daher beschlossen, einen Fonds zu gründen, der uns allmählich ein eigenes „Schulzendorf“ schaffen soll. Wir wissen gut, daß das nicht in einem, vielleicht auch nicht in zwei Jahren erreicht werden kann, aber wir hoffen, daß unsere Ausdauer im Sammeln uns schließlich doch unser Ideal verwirklichen wird. Wir richten daher an alle hiesigen und auswärtigen Freunde unserer gemeinsamen Sache die Bitte, uns durch Zuwendung von Geldmitteln hierbei behilflich zu sein. Die Sammelstellen sind im Spendenausweis dieser Nummer ersichtlich. Stettin. J. T. V. Das Sommersemester begann bei uns vielversprechend. Der Turribesuch ist sehr rege und auch die Veranstaltungen waren gut besucht. In zwei Versammlungen sprach Herr Dr. Baer über seine Palästina-Reise, wobei er besonders über die dortigen Turnvereine berichtete. Es finden jetzt jeden zweiten Sonntag Turnmärscbe statt, deren erster am 25. Mai eine Tagestour. Am Mittwoch wird gerudert und an zwei Tagen Tennis gespielt. T. Kreis Westösterreich. Prag. Erstes Schauturnen des J. T. V. Es fand am 25. vorigen Monats im Rahmen des jüdischen Gartenfestes statt. Wiewohl erst 6 Monate bestehend, hat der Turnverein es für nötig befunden, der Oeffentlichkeit zu zeigen, daß und wie er arbeitet. Es sei gleich vorweg gesagt; es war ein ganzer Erfolg. Die Damen- und Männerabteilungen haben wohl die letzten Zweifel, die gegenüber dem Turnverein bestanden* beseitigt, und bei allen, Zuschauern und Turnern, die feste Zuversicht gelassen, daß es nun unbeirrt weiterer Vervollkommnung entgegen gehe wird, begleitet von dem Interesse aller modernen jüdischen Kreise. Das Gesamtbild der Uebungen war ein gutes, einzelne Leistungen hervorragen * man muß aber die Turnerschaft an den Vorbereitungen gesehen haben, sie 2 Wochen hindurch, allabendlich, auch an Sonn- und Feiertagen, v 7—8 die Damen, von 8 Uhr an die Männer turnten. Nach 10 Uhr «c°nn man noch, wenn ringsum schon Ruhe war, am Sommerturnplatze hel>rä c

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