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Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport · 1913-06-01 · 5 (Juni/Juli 1913) · p. Seite 165

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Journal
Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
Volume
14 (1913)
Issue
5 (Juni/Juli 1913)
Date
1913-06-01
Page
Seite 165 (sequence 31)
Language
German
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No. 5 165 mit klingendem Spiel marschierten wir in Malchow ein. Um 3 Uhr konnten wir das wohlverdiente Mittag einnehmen. Ein längerer Aufenthalt artl Fleesensee bildete den Abschluß der wohlgelungenen Tour. Bis Karrow konnten wir die Bahnfahrt noch gemeinsam machen, mußten uns dann aber leider trennen. Es waren zwei schöne Tage, die allen Teilnehmern sicherlich noch lange in angenehmer Erinnerung bleiben durften. Martin Fürstenberg, J. T. V. „Bar Kochba“ Hamburg. Breslau. J. T. V. Das letzte Halbjahr zeigte einen erfreulichen Aufschwung unseres Vereines. Am 29. März, veranstalteten wir einen Turnmaskenball. Besonders hervorzuheben sind die turnerischen Darbietungen. uie Damenabteilung zeigte einen sehr exakten Stabreigen, die Männeräbteihmg bot durch Kunstfreiübungen und Barrenkürturnen gute Leistungen. Am 25. Mai fand das Sommeranturnen auf den neuen städtischen Spiel- Piktzen in Oltaschin statt, das einen Fünfkampf: 400 Meter-Lauf, Schleuderball, Hochsprung, Weitsprung und Gewichtheben zum Programm hatte. 'e Beteiligung war zufriedenstellend und die sportlichen Resultate waren recht erfreulich. Als Sieger gingen aus dem Fünfkampf der Männer hervor: Erster: *ra^ mit 88 Punkten, Zweiter: Hirsch mit 84 Punkten, Dritter: Beutler mit j^in'kten. In den einzelnen Kämpfen leisteten Pfifferling im Gewichtheben punkte, Baer im Schleuderball 33 m, Beutler im Hochsprung 1.70 m, Weitsprung 4.60 m, Hirsch im 400-m-Lauf 69Vs Sek. ihr Bestes. Im reikampf der Frauenabteilung wurde Fräulein P. Hirschberg Siegerin. Die Höchstleistungen bei den einzelnen Uebungen waren: Im Sprung 1.15 (Frl. jeutler), im Schleuderball 22m (Frl. H. Steinitz), im 80-m-Lauf 14ts Sek. 'Prl- L. Fcereler).'*) Posen. J. T. V. Zum ersten Male trat unser Verein am 8. Juni, ge- ®8entlich eines „Allgemeinen Spiel- und Sportfestes“ vor der breitesten etfenthehkeit in Konkurrenz mit den anderen hiesigen Turnvereinen und at durch dieses erste Auftreten dem jüdischen Namen Ehre gemacht. Mit 33 Mann konnten wir bei den allgemeinen Freiübungen antreten, pne Zahl, die von keinem anderen Turnverein erreicht wurde. — Unter -eitung unseres Turnwartes Sachs bot alsdann eine Riege unseres Verbs im Gewehrspringen etwas für Posen Neuartiges und errang durch ihre ^uhnen Sprünge den Beifall des nach Tausenden zählenden Publikums. Im Pnleuderballspiel wurde uns die stärkste Posener Mannschaft entgegengeeUt. Der Ausgang des Kampfes war 1 : 1. .j, Zur 1000 Meter-Stafette traten 5 Mannschaften an, der „auchjüdische“ 3 Pbuerbiuid hatte es vorgezogen, nicht zu starten. Wir konnten den dritten latz belegen, und zwar als zweite Turnvereins-Mannschaft. , A'les in allem können wir mit unserem ersten öffentlichen Debüt son " zufrieden sein, aber nicht satte Zufriedenheit soll uns beherrschen, ziclas ^ewußtsein, unsere Pflicht erfüllt und gezeigt zu haben, was e bewußte jüdische Arbeit zu leisten vermag. stark K™ 24‘ ^un‘ *anc* e‘ne Mitgliederversammlung statt, die ungemein sow' k war, und in der die Herren Dr. Leo Cohn und Moritz Sachs Tu le Fräulein Läufer über den 1. Deutschen Kreisturntag der Jüdischen das 11~rsc'la^t berichteten. Während Herr Sachs und Fräulein Läufer über [u ‘Urnen selbst sprachen, berichtete Herr Dr. Cohn über die Verhandgen UI,ä beleuchtete vor allem den praktischen und ideellen Wert der Ti . ®reslau ist einer der ersten Vereine, die ihre Beteiligung am Wiener 1 "rnfest zusicherten.

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