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Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport · 1913-06-01 · 5 (Juni/Juli 1913) · p. Seite 145

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Journal
Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
Volume
14 (1913)
Issue
5 (Juni/Juli 1913)
Date
1913-06-01
Page
Seite 145 (sequence 11)
Language
German
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No. 5 145 Hann eine grosse Teiloehmerzahl Vorkämpfe notwendig machen. Pflichtleistungen sind für keine Konkurrenz vorgeschrieben, ProbewQrfe oder Sprünge sind bei der Konkurrenz nicht gestattet Das Speerwerfen geschieht mit einem 2.60 m langen, 800 gr schweren Holzspeer mit Eisenspitze. Der Speer kann bei dem Wurfe sowohl in der Mitte als am Ende des Schaftes geaÜ8* w<:r<?en- Die Länge des Anlaufs ist beliebig. (Jebertreten der den Anlauf begrenzenden Abwurflinie macht den Wurf ebenso ungillig, wie wenn der Speer beim Niederfallen den Boden nicht zuerst mit der Spitze berührt. Den Schluß der Veranstaltungen bildet ein Fußballmatch der Hakoah-Wien gegen eine noch zu bestimmende Mannschaft. * * Wir ersuchen die Vereine, ohne Verzug die Uebungen aufzunehmen und den Kreisvorständen mitzuteilen: 1. welche Turner und Sportsleute sie entsenden werden, 2. wer auf eigene Kosten fährt, 3. wer Reisevergütung und in welcher Höhe, 4. wer Freiquartier und evtl, freie Verpflegung beansprucht. Wir erwarten, daß die Vereinsleitungen mit ganzer Kraft für das Gelingen unseres Werkes einstehen. Dann wird das Turn- und Sportfest in Wien unserer Sache den Weg einer neuen Epoche fruchtbringender Entwicklung bahnen! Berlin, den 20. Juni 1913. Der Ausschuß der Jüdischen Turnerschaft. Burin. Offizielle Mitteilungen. Die Turnorganisation „Makkabi“ in Palästina (Präsident Zwi Orloff) ist mit 13 Vereinen als „Palästinischer Kreis“ der Jüdischen Turnerschaft beigetreten. Der Kreis gibt unter der Redaktion von M. Danin-Jaffa eine hebräische Turnzeitung „Hamakbi“ heraus, die neben den allgemeinen Mitteilungen einen trefflichen technischen Teil enthält. Der Ausschuß der Jüdischen Turnerschaft bereitet eine umfassende Propaganda in Rußland vor. Es ist zunächst der Zusammenschluß der bereits bestehenden 5 Vereine unserer Tendenz geplant. Der Kampf um das Nationaljudentum. Von Dr. Max B e s s e r - Hamburg. Jüngst hat eine hochnotpeinliche Gerichtsverhandlung stattgefunden. Das Forum war die Generalversammlung des „Central-yereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens“. Angeklagt war der deutsche Zionismus, weil er nicht „deutsch-national“, sondern .Jüdisch-national“ gesinnt sei. Das Urteil lautete auf „schuldig“. Fast einstimmig wurde von der Versammlung ein weiteres Zusammenarbeiten mit den Nationaljuden abgelehnt. Wir Nationaljuden wollen, bevor wir auf das Urteil des Central-Vereins antworten, durch eine historische Betrachtung der geistigen Kämpfe, die in den letzten Jahrzehnten die deutsche Judenheit aufgewühlt haben, darlegen, mit welcher innneren Berechtigung wir uns „jüdisch-national“ nennen.

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