Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
- Journal
- Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
- Volume
- 14 (1913)
- Issue
- 5 (Juni/Juli 1913)
- Date
- 1913-06-01
- Page
- Seite 144 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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144 No. 5 C. Dreikampf. Durch diese Kampfart wird dem turnerischen Prinzipe entsprochen, wonach jeder Turner bestrebt sein soll, sich in mehreren leichtathletischen Disziplinen gleichmäßig auszubilden. Zum Dreikampf gehören: Kugelstoßen, Stabhochsprung und 100 m-Laufen. Die Wertung der einzelnen Leistungen geschieht wie im Vereinsfünfkampf. Diejenigen Starter, die die meisten Punkte erzielen, erhalten Diplome. * * * Nennungen: Nennungen sind an den Zweiten Kreis der „Jüdischen Turnerschaft“, Wien IX, Liechtensteinstraße 20, zu richten. Die Nennungen zum Vereinsfünfkampf und zum Dreikampf sind ausdrücklich anzugeben. Bei Anwendung von Scheinnamen haben die Nennungen vollen Namen und Verein des Startenden zu enthalten. Nennungsschluß ist am 1. September 1913 um 6 Uhr abends. Verspätet eintreffende Meldungen können unter keinen Umständen berücksichtigt werden. Abwicklung der Wettkämpfe: Den Teilnehmern ist der Aufenthalt im Innenraum nur solange gestattet, als der Wettkampf währt, an dem sie sich aktiv beteiligen. Teilnehmer, die sich trotz wiederholter Aufforderung der Funktionäre dieser Bestimmung nicht fügen, können von der weiteren Teilnahme an dem Meeting ausgeschlossen werden. Die Reihenfolge der in der Ausschreibung angeführten Wettkämpfe ist keine endgütige und kann von der Meetingsleitung geändert werden. Die Teilnehmer haben sich selbst um die Reihenfolge der einzelnen Wettkämpfe zu kümmern und zur gegebenen Zeit der Meetingsleitung zur Verfügung zu stellen. Teilnehmer, die sich beim Aufruf nicht melden, verlieren das Startrecht an dem betreffenden Wettkampfe. Vor kämpfe : Eventuelle Vorkämpfe, Probewürfe und Probespninge finden am Vormittag um 10 Uhr statt. Laufbahn: Die Laufbahn ist eine Schlackenbahn von 412 m Länge, die Innenkurven haben einen Radius von 32 m. Kampfregeln: Die Wettkämpfe werden nach den Regeln des Oeaterreichischen Leichtathleteu-Verbaudes (die dea olympischen entsprechen) ausgetragen. Im Laufen über 100 m können höchstens 6, im Laufen (Iber 1500 m höchstens 8 Starte** und in den Stafettenläufen höchstens 4 Mannschaften in einem Laufe starten. In den Stafetten* läufen erfolgt die Ablösung nach je 100 m durch Uebergabe eines kurzen Stabes. Der Start i|* den Laufkonkurrenzen erfolgt auf einen Pistolenschuss nach vorhergegangenem Aviso „Achtung* * Ein unmittelbar folgender zweiter Schuss ruft die Konkurrenten bei einem eventuellen falschen Start zu neuerlichem Start zurück. Das Zieh ein an zwei Pfosten quer Uber die Bahn gespinnter Wollfaden, ist mit der Brust zu durchreissen. Beim Laufen über 100 m und bei den Stafetten* laufen sind die Bahnen für die einzelnen Konkurrenten markiert und dürfen bei sonstiger Di4' qualifikation nicht verlassen werden. Die Sprungkonkurrenzen werden ohne Sprungbrett ausgeführt. Der Absprung ist durch einen in die Bodenkante eingelassenen Pfosten aus hartem Holz markiert. Der Nieder* •prung erfolgt in eine mit weichem Sand gefüllte Grube. Bei dem Hochsprung mit Anlauf sowohl gerader als seitlicher Anlauf gestattet; der Sprung erfolgt Über eine 2 cm dicke und 4 cm hohe Holzlatte. Die Konkurrenten einigen »ich über die Höhe dea ersten Sprunges. In je*c\ Höhe sind jedem Teilnehmer 3 Versuche gestattet. Nach 3 misslungenen Versuchen scheidet «* Teilnehmer von der betretenden Konkurrenz aus. Bei dem Weitaprung mit Anlauf steht ** Anlauf von mehr als 40 m zur Verfügung. Die Sprungweite wird von der Absprungkante >»* rechten Winkel bis zum nächsten Punkt des Eindruckes irgend eines Körperteiles ln der Sana' grübe gemessen. Für den Stabhochsprung gelten dieselben Bestimmungen wie für den Hoctytpftmg mit Anlauf. Die Latte darf hier auch durch den na< lifallenden Stab nicht abgeworfen weraen* Die Teilnehmer können ihren Sprungsutb benutzen. . Für die Wurf konkurrenzen werden die Geräte bcigestellt. Das Kugelstossen w»*0 ® einer 7,258 kg schweren Eisenkugel aus einem Kreise mit 2,134 m Durchmesser auageföhrt. . Berühren des den Kreia umgebenden Bodens mit irgend einem Körperteile, ehe die Kugel 01*°** gefgUcn ist, machtidfn.Wurf iiogiltig. Das Diskuswerfen wird mit einem 2 kg schweren Holzöl»^, aus elftem KreU votr 2,5‘tn Durchmesser ausgefflhrt. Mit dem Scheitel im Mittelpunkt o**r? Kreise» ist ein.900 Winkel markiert. Es gelten nur jene Würfe, bei.welchen der Diskos halb des Winkelblattes niederfällt. Bezüglich des Verlassen* des Kreises durch den Konkur****1;.?^ gelten die beim Kugelstossen angeführten Bestimmungen. Bei den Sprung* und Wurfkonkurf***