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Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport · 1913-05-01 · 4 (Mai 1913) · p. Seite 129

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Journal
Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
Volume
14 (1913)
Issue
4 (Mai 1913)
Date
1913-05-01
Page
Seite 129 (sequence 23)
Language
German
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No. 4 129 6- Uebung: Aufhocken zum Streckstand auf Sattel, Vorfällen zum Liegestütz, Abhocken. 7. Uebung: Aufhocken zum Streckstand auf Sattel, Vorfällen mit sofortigem Abhocken. S. Uebung: Hocke zum Querstand an der linken oder rechten Pferdseite (also ein Sprung mit kräftigem Anhocken und seitlichem Absprung). Oberstufe. Schwierige Arten des Längssprunges.!• Uebung: Grätsche, eine Schnur ist über das Kreuz gespannt. -■ Uebung: Grätsche, ein Filzkegel ist auf das Kreuz gestellt. 3- Uebung: Die Hocke; die Bücke. 4. Uebung: Ueberschlag aus dem Streckstand auf dem Kreuz mit Aufgreifen der Hände auf dem Hals. 5- Uebung: Ueberschlag aus dem Anlauf. Julius Hirsch. II. Der erste Turntag des Deutschen Kreises brachte eine erfreuliche Neuerung. Zum erstenmal seit dem Bestehen der Jüdischen Turnerschaft •and eine Vorturnerinnen stunde statt, und das bedeutet für unser Frauenturnen einen wichtigen Schritt vorwärts. — Schon seit einigen Jahren macht sich das Bestreben geltend, das Frauenturnen immer mehr dem der Männer anzugleichen. Diese Bemühungen, das kann nicht geleugnet werden, haben gute Erfoge gehabt. Es kam dadurch ein frischer Zug in die Reihen der turnenden Frauen, und in den ersten Riegen sind dadurch manche schätzenswerten Leistungen erreicht worden. Aber man darf sich trotzdem nicht der Einsicht verschließen, daß die Frau auf turnerischem Gebiete!etzten Endes niemals das Gleiche leisten wird wie der Mann. Physiologische auch ästhetische Gründe sprechen dagegen. Ueberall da, wo uns aus •rgendwelchem Grunde nach oben hin engere Grenzen gezogen sind, müssen w'r versuchen, das Feld zum Ausgleich nach anderen Richtungen hin zu erweitern. So auch hier. Es müssen für das Frauenturnen Uebungen eingeführt werden, die gerade für dieses speziellen Wert haben. Von diesem Grundsatz ließen sich die Schreiberin dieser Zeilen und Fräulein Cohn aus dem Jüdischen Frauenbund für Turnen und Sport in Berlin bei ihren Lektionen in der Vorturnerinnenstunde leiten. Erstere brachte Uebungen im Hangstand, Kniehang, Streckhang und Stütz am Tiefend am Doppelreck für 2. und 3. Riegen. Einige schwierigere Uebungen ff|r die 1. Riege, die zum Teil dem Männerturnen entlehnt sind, fanden ebenfalls Berücksichtigung. Frl. Cohn führte Hangstandübungen aller Art senkrechten und schrägen Stangen vor. — Frl. L e w i n, aus dem Bar Kochba-Berlin, verfolgte mit der Entwicklung der Hocke am Pferd mehr den Zweck, der für die Vorturnerstunde maßgebend ist. Sie zeigte dabei ln geschickter Weise, wie man auch Uebungen schwierigerer Art durch geeignete Vorübungen schon Frauenriegen mit Mittel- und Anfangsleistungen nutzbar machen kann. Die Vorturnerinnen der auswärtigen Vereine folgten allen Vorführungen mit Interesse. Ein großer Teil der Uebungen war Ihnen vollkommen n.eu’ und schon diese Tatsache genügt, um die Vorturnerinnenstunde als gelungene bezeichnen zu können. Natürlich machten sich hier und dort ®chnische Mängel bemerkbar; natürlich — denn aller Anfang ist schwer, je Leiterinnen werden bei nächster Gelegenheit zeigen können, daß auch “r sie die erste Vorturnerinnenstunde keine vergebliche gewesen ist. Johanna Thomaschewsky.

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