Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
- Journal
- Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
- Volume
- 14 (1913)
- Issue
- 4 (Mai 1913)
- Date
- 1913-05-01
- Page
- Seite 122 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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122 No. 4 such war 75, der schwächste 20. Die 11. Frauenabteilung (nachmittags) ist dauernd schlecht besucht gewesen, mit einem Durchschnitt von 10 Turnerinnen pro Turntag. Die Mitgliederzahl der Mädchenabteilung ist wie immer während des Winterhalbjahres gestiegen, sie beträgt jetzt 39, gegen 28 am 1. Oktober. Die Turnfrequenz erreichte die Zahl 588, bei 22 Turntagen durchschnittlich 27. Seit März ist in der Turnhalle Winterfeldtstraße 16. Mittwochs der dritte Turnabend der I. Fr.-Abt. eingerichtet. Am Dienstag Abend ist in derselben Halle die Vorturnerstunde, die für die beamteten Vorturnerinnen (12) obligatorisch ist. Der Fechtkursus, den Herr Schiavoni leitete, war gut besucht, die 20 Fechterinnen, die daran teilnahmen, haben gute Fortschritte gemacht. Der Wintersportbetrieb beschränkte sich mangels günstiger Witterung auf eine Wintersportwoche im Riesengebirge. 16 Damen weilten vom 24. Dezember bis 2. Januar in Neuwelt im Riesengebirge. Der Ort bot bei reichlichem Schnee beste Gelegenheit zum Rodeln und Skien. Es sei noch erwähnt, daß wir 8 Delegierte zum Deutschen Kreisturntag entsandten, die sich an den Verhandlungen desselben lebhaft beteiligten. Unsere beiden Turnleiterinnen hielten Lektionen in der Kreisvorturnerstunde, zum Hallen-Turn- und Sportfest stellten wir 75 Turnerinnen der Mädchen- Abteilung. Während des Winterhalbjahres fanden mehrere öffentliche Veranstaltungen statt. Am 24. November: Thö gymnastique im Logenhaus. Im Januar und Februar fanden öffentliche Turnen aller Abteilungen statt. Am 22. Februar: Maskenball im Anwaltshaus. Seit dem 1. März besitzen wir eine Vereinswohnung am Schöneberger Ufer 36A,I, die sehr hübsch eingerichtet ist, und unsern Mitgliedern jederzeit offen steht. Dort ist auch eine gute jüdische Bibliothek untergebracht, zur freien Benutzung unserer Mitglieder. Ueber die Kassenverhältnisse des Vereins läßt sich nur Gutes sagen. Die Einnahmen beliefen sich auf rund 4000 Mark, die Ausgaben auf rund 2600 Mark, so daß unser Vermögen um rund 1400 Mark gewachsen ist, d. h., sich ungefähr verdoppelt hat. Zum Schluß der Hauptversammlung wurden die Wahlen vorgenommen. Sämtliche Beamte wurden durch Akklamation gewählt. Hauptvorstand: Frl. Gertrud Levy, Vorsitzende; Frau Elwina Lachmann, stellvertr. Vorsitzende; Frl. Lene Cohn, Kurfürstensfr. 118, 1. Schriftführerin; Frl. Paula Baschwitz, 2. Schriftführerin; Frl. Johanna ThomascheWSky, Turnwalterin; Frl. Rosa Lewin, Kassenwalterin; Frl. Käte Damelewic*. Beisitzerin. Uebrige Beamte: Frl. Käte Damelewicz, Geschäftsführerin der Mädchenabteilung; Frl. Alice Jacobsohn, Frl. Paula Grünberg, Kassenrevisorinnen; Frl. Rosa Cohn, Frl. Alice Cohn, Hausbeamtinnen; Frl. Edith Henschel, Bibliothekarin. Außer einem Antrag auf Erhöhung der Einschreibegebühr (2 M. statt 1 M.), welcher angenommen wurde, lag ein Antrag der Vorturnerinnenschaft und des Hauptvorstandes auf Gründung einer Sportabteilung vor. Auch dieser Antrag wurde einstimmig angenommen. Berlin. Der „Jüdische Wanderbund Blauweiß“ in Berlin, der sich während der wenigen Monate seines Bestehens in so überaus erfreulicher Weise entwickelte, hat sich ein eigenes Organ geschaffen, das den Namen „Blauwef ß-Blätter“ führt. Uns liegt das Maiheft der Zeitschrift vor, dessen geschmackvolle Ausstattung und vielseitiger Inhalt hoffen läßt, daß