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Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport · 1913-03-01 · 2 (März 1913) · p. Seite 74

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Journal
Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
Volume
14 (1913)
Issue
2 (März 1913)
Date
1913-03-01
Page
Seite 74 (sequence 40)
Language
German
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74 No. 2 selbst vorteilhafte Bewegungen und trachte danach, sie glatt und folgerichtig zu verbinden. Derjenige Turner ist im Vorteil, dessen Uebungsvorrat ihm gestattet, auch den Anfang der Uebung schwierig zu gestalten. Durch einen solchen schwierigen Anfang, der sich merklich von dem der Anderen unterscheidet, sichert er sich die Aufmerksamkeit der Kampfrichter. Aber auch den Gesetzen der Aesthetik muß gerade bei der Kürübung Rechnung getragen werden. Ruhe, Sicherheit und Leichtigkeit in der Bewegung sind notwendige Bedingungen der Schönheit. Wo der Beobachter noch die Anstrengung und Absicht merkt, kann er nicht zu reinem Wohlgefallen kommen. Auch jede Hast und jedes Ungestüm sind Zeichen unvollständiger Sicherheit'. Im übrigen muß die Zusammenstellung der Kürübung ganz individuell sein, und das ist etwas, was bei dem Wetturnen des Bar Kochba vermißt wurde. Die einzelnen Kürübungen zeigten zu wenig Unterschied, es herschte zu viel Einseitigkeit. Als Kürsprünge am langgestellten Pferd sah man nichts weiter als Grätsche, Hocke und Schere, allerdings in sehr guter Ausführung, aber kein Weiturner kam auf die Idee, sich die Uebungen schwieriger zu gestalten durch Spannen einer Schnur, Aufsetzen eines Kegels usw. Am Barren beherrschten die Handstände fast durchweg das Feld. Keine schönen Eingänge, wie Felgaufzüge am Ende des Barrens, wurden gezeigt, kein Rollen unterhalb der Holme. Fast eintönig waren die Uebungen am Reck. Die Turner schienen nicht zu wissen, daß auch dort die Beine in Aktion treten können. Riesenfelgen und Drehschwungstemme lösten einander ab. Recht wohltuend wirkte dazwischen eine Kippe im Ellgriff mit sofortigem Umgreifen zur Sturzwelle und anschließender Grätsche. Uebungen rücklings fehlten. Hier ist ein Gebiet noch sehr unbearbeitet geblieben. — Die Wetturner haben nun selbst die Mängel ihres Könnens festgestellt. Der Wettkampf hat sie veranlaßt, ihre Fähigkeit in der richtigen Weise auszunutzen. Damit bedeutet das Wetturnen einen tüchtigen Schritt vorwärts. Julius Hirsch. * * * Die Ergebnisse des Wetturnens, Von den 77 gemeldeten Wetturnern traten nur 51 an. In der Oberstufe fehlten 3 von 19, in der Mittelstufe 12! von 30 und in der Unterstufe 11! von 28 Gemeldeten. Diese große Zahl von Leuten, die die merkwürdige Gepflogenheit haben, sich zuerst zu melden und dann aus größtenteils nichtigen Gründen, teilweise auch ohne vorherige Entschuldigung, dem Wetturnen fernbleiben, ist bedauerlich und zeugt von mangelnder turnerischer Erziehung. Im übrigen war das Ergebnis des Wetturnens ein recht erfreuliches. Die zahlenmäßigen Resultate sind folgende: Oberstufe: 1. Sieger: Paul Eger mit 56 Punkten, 2. Sieger: M. Leiser mit 49 Punkten, 3. u. 4. Sieger: M. u. S. Karmelik mit 46%i Punkten, 5. Sieger: G. Juliusburger mit 46 Punkten. Es folgen Josef Lewin (43% P.), Ad. Lesser, Finger (42% P.), A. Löwenstein (42 P.), Jean Lewin, Caro, Silbermann, Jakob Lewin, Mamlock, Helmrich, Auerbach. An den einzelnen Geräten erzielten die meisten Punkte: Reck: Jos. Lewin (17%), Barren: Eger und M. Karmelik (17), Pferd: Eger (18), Freiübung: Lesser, Eger und Jean Lewin (4%). Mittelstufe: 1. Sieger: Wiesen (55 P), 2. Gans (51 P.), 3. Wolfermann (48% P.)< 4. Behrend (46 P.), 5. N. Klopstock (45% P.), 6. Rose, 7. J. Klopstock (45 P.),

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