Mannheim
Compact Memory

Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport · 1913-03-01 · 2 (März 1913) · p. Seite 68

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
Volume
14 (1913)
Issue
2 (März 1913)
Date
1913-03-01
Page
Seite 68 (sequence 34)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/6492379-5965024-5965353--081-4922271
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

68 No. 2 wieder erreicht ist. Auch dunkle Winterabende bieten bei der Ausübung der Waldläufe kein Hindernis. Es hat sich nämlich gezeigt, daß das Auge sich sehr schnell an die Dunkelheit gewöhnt und daß die Gefahr zu stolpern oder mit der Stirn die Widerstandskraft der Baumstämme zu erproben, sich bei einiger Aufmerksamkeit sehr wohl vermeiden läßt. Es war im Anfang gesagt worden, daß es durchaus nicht nötig ist, den Lauf nach Art der Sportsleute zu seiner höchsten Vollkommenheit auszubilden, um die Schönheit der Waldläufe auszukosten. Gut ist es aber doch, wenn man sich zu diesem Zweck eine leichte und ireie Lauiart angewöhnt, die sich von dem turnerischen ..Dauerlaui" in manchem unterscheidet, bei geringerem Kraftaufwand größere Schnelligkeiten zuläßt und durch Lockerung des Muskel- und Sehnensystems die Erschütterungen, die so sehr zur Ermüdung beitragen, abiängt. J 'H Der Lauf soll in erster Linie unbedingt zweckentsprechend und sparsam sein. Das heißt zunächst, daß eine jede Bewegung genau nach vorn in der Laufrichtung geführt wird. Die Füße sind demnach nicht schräg vorwärts, sondern geradeaus zu setzen. Um sich diesen Fehler abzugewöhnen, bemühe man sich zunächst, ein wenig „über den großen Onkel“ zu laufen. Ferner dürfen die Unterschenkel nicht hinterm Körper hochschlagen (Hackenschlag), sondern sie sollen stets nach vorn ausgreifen. Auch die Arme bewegen sich, nur um ein Weniges angewinkelt, in gerader Richtung nach vorn, kreuzen also nicht vor der Magengegend. Die Finger sind weder gewaltsam gespreizt, noch zur Faust geballt, sondern hängen locker in den (ielenken, damit an keiner Stelle ein Muskel unnötigerweise in Spannung versetzt wird. Die Schritte sind ziemlich groß zu nehmen; denn es ist leicht einzusehen, daß ein Schritt von etwa 1,70 m Länge weniger Anstrengung

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.