Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
- Journal
- Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
- Volume
- 14 (1913)
- Issue
- 2 (März 1913)
- Date
- 1913-03-01
- Page
- Seite 67 (sequence 33)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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No. 2 67 Strecke mitbringt, wohl zu schätzen. Aber es braucht ja nicht einmal waldiges Gelände zur Verfügung zu stehen. Auch im waldarmen England erfreuen sich diese Läuie großer Beliebtheit. Dort nimmt man im Herbst den Weg über Stoppelfelder und weiß auch im Frühjahr die Strecke so zu wählen, daß Flurschaden vermieden wird. Ein kleiner Bach, eine Hecke oder ein Bretterzaun bilden willkommene Hindernisse, an denen sich die Geschicklichkeit des Waldläufers erproben kann. Er meidet die breiten, ausgetretenen Wege und macht lieber auf schmalen Gestellwegen, die ihn kreuz und quer führen, seine Entdeckungsreisen. Forstverwaltung und Feldhüter zeigen sieh dem Waldläufer im allgemeinen ziemlich tolerant, und wenn man sie vorher über die Harmlosigkeit des Treibens aufklärt, werden sie jeden gerne gewähren lassen. Der gesundheitliche Nutzen der Hautatmung bei solchen Läufen in irischer Waldesluft ist nicht hoch genug einzuschätzen. u;/' und man wird daher gut tun, die Kleidung aui das Mindestmaß, das der Anstand erfordert, zu beschränken. Immerhin wird die Vorsicht bei Läufern, die zu Katarrhen neigen, es ratsam erscheinen lassen, im Anfang bei rauher Witterung einen wärmeren Sweater zu verwenden und den Körper erst allmählich au die leichtere Kleidung zu gewöhnen. Die Besehuhung ist die gleiche wie auf dem Spiel- Platz, nur vermeide man die leichte Gummisohle, die dem Fuß gegen Steine und Baumwurzeln nicht genügend Schutz gewährt. Der Waldläufer ist an keine Jahreszeit gebunden. Im Hochsommer Bewährt ihm das schützende Dach der Bäume angenehme Kühlung, und in der kalten und stürmischen Jahreszeit findet der scharfe Wind keinen Einlaß am Waldesrand. Mancher findet gar atu Lauf durch den tief verschneiten Wald seinen besonderen Gefallen. Nur dann forsch draufzugelaufen und nicht eher Halt gemacht werden, als bis das wärmende Umkleidelokal