Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
- Journal
- Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
- Volume
- 14 (1913)
- Issue
- 2 (März 1913)
- Date
- 1913-03-01
- Page
- Seite 66 (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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66 No. 2 Entschluß die Hindernisse, wo sie sich bieten, im Sprunge und sucht vor allem die landschaftlichen Schönheiten voll aui sich einwirken zu lassen. Nur der, der schon einmal solch einen Waldlauf mitgemacht hat, kann voll ermessen, wie ganz anders das Landschaftsbild auf den Menschen zu wirken vermag, wenn er es im schnellen Laufe durchquert, als beim Spaziergang oder bei gemächlicher Wagenfahrt. So verbindet der Waldlauf die Vorteile einer durchgreifenden körperlichen Uebung mit denen einer Turnerfahrt oder sonstigen Wanderung. Natürlich wird die Strecke solch eines Waldlaufes länger gewählt werden als die eines gewöhnlichen Wettlaufes auf dem Turnplätze. Daiür begnügt man sich dann mit einem recht gemächlichen Tempo und nimmt auch auf den minder gut beanlagten Turnbruder Rücksicht, damit ein jeder ohne allzuviel Japsen und Stöhnen mitkornmen kann. Hat man mit mäßig schnellen Läufen von etwa zehn Minuten Dauer begonnen und ist der Uebungsleiter überzeugt, daß jeder von seinen Leuten die Strecke gut und ohne Beschwerden — während oder nach dem Laufe — durchhalten kann, so wird er langsam und allmählich von einem Uebungstag zum anderen die Strecke verlängern und auch das Tempo ein wenig verschärfen dürfen. Geht man mit aller Vorsicht zu Werke, so kann man sicher sein, daß gesundheitliche Schäden ausgeschlossen bleiben, daß sich die Uebung im Gegenteil als ein ganz hervorragendes Kräftigungsmittel für Lunge und Herz und überhaupt für den gesamten Organismus erweist. Wo läßt sich nun solch ein Waldlauf ausführen? Antwort: Ueberall da, wo ein Stückchen Wald nicht allzufern einer Umkleidegelegenheit gelegen ist. Jeder Gastwirt wird gern einen bescheidenen Raum zur Verfügung stellen, denn er weiß den Appetit, den der Waldläufer von seiner