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Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport · 1913-01-01 · 1 (Januar/Februar 1913) · p. Seite 31

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Journal
Jüdische Monatshefte für Turnen und Sport
Volume
14 (1913)
Issue
1 (Januar/Februar 1913)
Date
1913-01-01
Page
Seite 31 (sequence 35)
Language
German
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No. 1 31 ist hier auf das Gerätturnen übertragen. Nur ein Unterschied: Ein turnerischer Wettkampf ist kein Kampf mit den andern, sondern in erster Linie ein Kampf mit gegebenen Bedingungen, man könnte sagen, mit sich selbst. Im turnerischen Wettkampf können Alle Sieger sein, wenn sie die erforderliche Punktzahl erreichen, im sportlichen nie. Das hat den Vorzug der gerechten Beurteilung von fast gleichwertigen Leistungen, und somit den stärkeren Anreiz auch auf die, die nicht die allerbesten sind. Alle ohne Ausnahme können und sollen sich beteiligen. Durch die Einteilung in drei Schwierigkeitsstufen ist auch weniger geübten Turnern Gelegenheit zur Teilnahme gegeben. Das Wetturnen hat für den einzelnen den nicht zu unterschätzenden Wert eines Examens auf sein turnerisches Können. Und turnerisches Können erfordert Kraft, Geschicklichkeit, Mut und Energie, Gar mancher, dem die Natur keine außergewöhnliche körperliche Begabung gesehen hat, wird zeigen können, was energische Selbsterziehung zu vollbringen vermag. Das Wetturnen wird mit Recht den turnerischen Höhepunkt dieses Winters bilden. Kein Schauturnen mit eingeübten Paradeübungen, sondern nur ein Wetturnen zeigt dem sachkundigen Kritiker die Resultate ^r gepflegten Leibeserziehung. Die turnerische Leitung ist sich bewußt, daß diese Veranstaltung nur gelingen kann, wenn jeder aktive Turner die Verpflichtung fühlt, sich an diesem Wettstreit zu beteiligen. Drum, auf zum fleißigen Ueben, noch die kurze Zeit ausgenutzt, um die verlangten Uebungen mit vollkommener Schönheit und Sicherheit ausführen zu können! Pflichtübungen für das Wetturnen. Unterstufe. Barren: 1. Uebung: Aus dem Oberarmhang Vor- und Rückschwingen, Grätschen der Beine zum Liegehang, Aufstemmen zum Liegestütz, zweimaliges Armbeugen und -strecken, Niedersprung nach rechts zum Außen- Querstand. 2. Uebung: Aus dem Außenquerstand vorlings Sprung in den Streckstütz, Stützhüpfen vorwärts bei jedem Rückschwung bis zur Mitte des Barrens, Vorschwingen zum Außenquersitz auf dem rechten Holm, Kehrschwung über beide Holme zum Außenquerstand. Reck brusthoch: 1. Uebung: Sprung in den Stütz vorlings, Ueberheben des gestreckten linken Beines zum Seitsitz auf dem linken Schenkel neben der linken Hand, Rückfallen zum Knieliegehang, Uebergreifen der linken Hand und Kniewellaufschwung vorwärts, Umgreifen links zum Kammsriff und Wendeabspreizen rechts zum Querstand seitlings. 2. Uebung: Felgaufzug, Felgabzug mit Anristen der angehockten Beine zum Nest, Zurückdrehen zum Hangstand vorlings, Abstoßen und Aufrichten zum Seitstand vorlings. Bock, Höhe 1,30 m: 1. Uebung, breitgestellt: Grätsche. 2. Uebung, langgestellt: Sprung zum Seitstütz vorlings an der rechten ^eite des Bockes, Aufknien und Mutsprung vorwärts zum Seitstand rücklings. Freiübung: f- Knieheben links und Vorschwingen der Arme. *• Vortritt links und Hochschwingen der Arme. 3- Kniebeugen links, Rückspreizen rechts und Seitschwingen der Arme. A Schließen rechts zur tiefen Kniebeuge, Armverschränken auf dem Rücken. 5, Grundstellung. Mittelstufe. Barren: 1. Uebung: Aus dem Schwingen im Oberarmhang Schwungstemme beim Rückschwung zum Grätschsitz hinter den Händen, Einschwingen und Kehre rechts mit % Drehung links.

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