Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 13 (1912)
- Issue
- 9/10 (9.1912)
- Date
- 1912-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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196 No. 9-10 Sportklub „Hakoah", Wien. Gegenwärtiger Stand: 11 Vereine mit ca. 1000 Mitgliedern (ohne Zöglinge und ohne Kinder). Der erste Kreisturntag findet im Dezember 1. J. in Wien statt. Festordnu n g: Sonnabend, den 7. Dezember: Begrüßungsabend. Sonntag, den 8. Dezember: 8 Uhr früh: Volkstümliches Wetturnen (Fünfkampf). 11 Uhr vorm.: Oang zum Grabe Herzls. 2—3 Uhr nachm.: Vorbesprechung für den Turntag. 3—Vtf Uhr nachm.: Turntags-Sitzung. Vi9 Uhr abends: Allgemeines Schauturnen im Sofiensaale. Der Fünfkampf': 1. Weithochspringen mit Brett: je 10 cm über 2 m Weite und je 5 cm über 1 m Höhe 2 Punkte, 3 m Weite und 1,50 m Höhe 20 Punkte. 2. Weitspringen aus dem Stand: je 5cm über 2m 1 Punkt, 3m 20 Punkte. 3. Stabhochspringen mit Brett: je 10 cm über 1,70 m 2 Punkte, 2,70 m 20 Punkte. 4. Ku gel stoß en, 10 Kilo: je 20 cm über 4 m 1 Punkt, 8 m 20 Punkte. 5. Hantelstemmen, in jeder Hand 15 Kilo; jede gleichzeitige Hebung 1 Punkt, 20 Hebungen 20 Punkte. Zu einem Sieg sind 7 0 Punkte erforderlich. Für beste Einzelleistungen spezielle Anerkennung. Wetturner müssen bis 15. November angemeldet werden. Nennungskarten Kr. 1,—. DasSchauturnen. Die Freiübungen werden in einigen Tagen bekanntgegeben. Sondervorführungen der einzelnen Vereine müssen bis 31. Oktober, mit genauer Angabe des Uebungsstoffes und der Teilnehmerzahl, angemeldet werden. Turntags-Sitzung. Anträge und Referate sind der Preisleitung bis längstens 25. Oktober anzuzeigen, da sie sonst keine Berücksichtigung mehr finden könnten. Bootsweihe. Der 8. September war für die Ruderabteilung des jüdischen Turnvereins „Bar-Kochba" zu Hamburg ein großer Tag. Dank der Beihilfe der hiesigen Logen und einiger Privatleute war sie in den Stand gesetzt, entsprechend der Zunahme ihrer Mitglieder und insbesondere Ihrer ausgebildeten Mannschaft ein neues Boot zu Wasser zu lassen, und zwar einen schmucken Zweier. Zu einem besonderen Ereignis wurde die Einweihung dieses Bootes durch den Besuch zweier Vierer-Boote der Ruderabteilung der Vereine Jüdischer Studenten, Berlin, gestempelt. Diese hatten die außerordentlichen Mühen und Strapazen, die sie vor allem auch wegen des schlechten Wetters zu überstehen hatten, nicht gescheut, um dem feierlichen Akte beizuwohnen und ihren ruderbrüderlichen Gruß zu Uberbringen. Soweit der Berichterstatter orientiert ist, haben die Berliner Ruderer den größten Teil der Fahrt durch Spree, Havel und Elbe bis Wittenberge zu Wasser zurückgelegt und haben sich nur durch das zunehmend schlechte Wetter veranlaßt gesehen, die letzte kurze Strecke auf einem Elbschlepper bis nahe vor Hamburg zurückzulegen.