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Jüdische Turnzeitung · 1912-09-01 · 9/10 (9.1912) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
13 (1912)
Issue
9/10 (9.1912)
Date
1912-09-01
Page
[Seite] (sequence 25)
Language
German
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No. 9-10 197 Die Hamburger hatten es sich nicht nehmen lassen, in frühester Morgenstunde in zwei Barkassen, von denen eine die hier anwesenden V. J. St.'er, die andere den Vorstand des Bar-Kochba und die hiesige Ruderniaimschaft faßte, einzuholen. Die freudige Begrüßung fand kurz vor Ochsetiwürder statt. Inzwischen hatte sich das Wetter aufgeklärt und heller Sonnenschein begrüßte die auswärtigen Ruderer in Hamburg. Nachdem die Begrüßung stattgefunden hatte, begaben sich die Ruderer in ihre Boote und ruderten unter Führung der beiden Barkassen durch die Schleusen auf die Alster. Inzwischen hatte sich die hiesige Rudermannschait gleichfalls in ihre Boote begeben und war von ihrem Bootshaus auf der Uhlenhorst den Berlinern entgegengefahren. Unter dem Jubel der Zuschauer, die sich an den Ufern der kleinen Alster gesammelt hatten, fand die Begrüßung der beiden Mannschaften nach Rudererart statt. Mittags um 1 Uhr begann die feierliche Bootsweihe. Zahlreiche Gäste, Vertreter der Logen und sonstigen Korporationen, hatten sich eingefunden. Rabbiner Dr. Sonderling, der Präsident der Steinthalloge, hielt eine begeisternde Rede und weihte das Boot mit einem Glase echten Palästina-Weines: „Maccabi". Indem er auf die Symbolik des Namens hinwies, gab er dem Boot den Wahlspruch mit auf den weg: „Mi chomaucho" (wer ist dir über?). Der Steuermann der hiesigen Rtlderabteilung, Rabbinowitz, versicherte in kurzen Worten, daß die Ruderniannschaft sich bestreben würde, sich des in sie gesetzten Vertrauens würdig zu zeigen. Nach der Weihe fand ein Festessen der hiesigen Rudermannschait im Curio-Hausc statt, bei dem mehrere Reden gehalten wurden. Nachmittags versammelten sich die Ruderer und Gäste mit Damen zu einer zwanglosen Zusammenkunft im Uhlcnhorster Fährhaus. Die erhebende Feier fand einen glänzenden Abschluß durch einen von Herrn Rechtsanwalt Dr. Max Levy (A. H. des V. J. St.) mit Verve gelei- 'eten Kominers. Bei dieser Gelegenheit gab der Vorsitzende der Bar-Kochba, Hamburg. Dr. Walter Weigert, bekannt, daß ihm von einem hiesigen Gönner 100 M. »ür einen Wanderpreis zur Veriügung gestellt seien. Er regte an, daß auch von Berlin aus versucht werden solle, die Stiftung eines gleichen Betrages z» erhalten, um mit den dann zur Verfolgung stehenden Mitteln einen kunstvollen Gegenstand von Bezalel als Wanderpreis herstellen zu lassen. Er gab der Erwartung Ausdruck, daß durch den hierdurch hervorgerufenen freundschaftlichen Wettbewerb der Eifer bei den Rudermannsehatteii noch weiter angespornt würde. Erst spät nachts fand der fröhlich verlaufene und mit zahlreichen Reden gewürzte Kommers sein Ende. P. J. T. V. „Bar Kochba", Berlin (Sportabteilung). An unsere Mitglieder! "endem am 5. September unser Sportfest unsere Athletiksaison abgeschlossen hat, gilt es, für die Winterkampagne zu rüsten. Wir werden im Winter neben dem Hallenturnen vor allem das Fußball- und Hoekeyspiel Pflegen. Die Uebungen finden allsonntaglich auf unserem Sportplatz Schulzendorf statt. Das Fußballspiel leitet Herr Salzmann, während das Hoekeytrairring Herr Eger übernommen hat. Unser demnächst erfolgender Eintritt h h Verbaiui Beniner Athletikvereitle und den Verband Brandenburgischcr »allspielvereine erfordert, daß wir schon in allernächster Zeit Wettspiele KeKen andere Vereine austragen werden. Wir hoffen, daß das für diesen 'eil unseres Winterprogramms vorhandene Interesse unsere Mitglieder veranlassen wird, sich mit allen Kräften für diese Sports einzusetzen; damit cVn ^emnächst iiber Erfolge berichten können. Auch das Waldlauftraining soll dabei nicht vernachlässigt werden. Sowohl am Sonntag in Schulzen-

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