Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 13 (1912)
- Issue
- 9/10 (9.1912)
- Date
- 1912-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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No. 9-10 170 „äußere Politik" naturgemäß nur flüchtig berichten dürfen. Eine ganz außeroidentliche organisatorische Unterstützung fanden wir1 im Berliner iZentralbureau der zionistischen Weltorganisation. Wir brauchen an dieser Stelle nicht darzutun, welche Grundlagen uns mit Jener -verbinden. Es sei nur auf die Vorteile hingewiesen, die ein rein organisatorisches Zusammenarbeiten mit der weitverzweigten und doch straffen zionistischen Organisation uns bringen muß, und vor allem schon gebracht hat! Auf der Sitzung des zionistischen Zeutral-Konjitees, die vom I. bis 4. September in Berlin stattfand, war auf eine Einladung der Ausschuß durch Oreifenhagen, die Turnzeitunc durch Unna, der deutsche Kreis durch Doernberg vertreten. Wir hatten dort Gelegenheit, mit Herren aus alleu Ländern in "Verbindung zu treten und sie für unsere Bestrebungen zu interessieren. Wir fanden stets das größte Verständnis für den Wert unserer Arbeit, das durch die einstimmige Annahme folgender Resulotion zum Ausdruck kam: „Das Zentral-Komitee erkennt die Notwendigkeit an, die körperliche Fortbildung der jüdischen Jugend durch Turnen und Sport in nationaliüdischen Organisationen zu fördern und empfiehlt den Landesverbänden, sich bei Maßnahmen hierfür mit der .Jüdischen Turnerschaft' ms Einvernehmen zu setzen." Wir sind überzeugt, daß diese Resolution Erfolge haben wird. Ueber die Verhandlungen mit anderen Organisationen können wir, wie gesagt, aus taktischen Gründen heute noch nicht berichten. Eine Ausgestaltung fand unser Monatsorgan, die „J ü d i s c h e T u r n - zeitung" durch Erweiterung des rein turnerischen und sportlichen Teiles, der fortan der speziellen Redaktion unseres Verbandsturnwartes Doernberg untersteht. Wir hoffen, so den berechtigten Wünschen des Turntages gerecht werden zu können. Um ferner die Interessen «Her Vereine besser berücksichtigen zu können, wollen wir uns einen Stab von ständigen Mitarbeitern und Korrespondenten in allen Länder« schaffen. Wir sandten ein diesbezügliches Rundschreiben an alle Vereine, das Jedoch bis heute nicht die genügende Beachtung fand. Wir weisen also heute nochmals auf die Bedeutung desselben hin. Nur wenn wir alle an unserem Verbandsorgan mitarbeiten, kann es ein getreues Spiegelbild unsererselbst sein. Die Redaktionskommission besteht aus Unna, Doernberg, Burin. Den gesteigerten organisatorischen Arbelten kann unser bisheriges Bureau nicht mehr gerecht werden. Der Ausschuß beschloß daher, in Gemeinschaft mit dem deutschen Kreis ein leistungsfähigeres Bureau zu schaffen. Wegen der Reisezeit mußten in den letzten Wochen die offiziellen, regelmäßigen Ausschuflsitzungen ausfallen. Die laufenden Arbeiten wurden von den jeweilig anwesenden Herren des Ausschusses erledigt. Die vierte offizielle Sitzung fand daher erst am 10. September statt. Er waren alle Ausschußmitglieder anwesend. Es fanden im wesentlichen die Arbelten den Abschluß, über die oben berichtet wurde. Wir freuen uns, ein kurzes Vierteljahr nach dem Turntag schon einen — wie wir glauben — wirklich inhaltsvollen Arbeltsbericht geben zu können. Wir erkennen gerne an, daß uns durch die allseitige Unterstützung der Vereine die Arbeit bedeutend erleichtert wurde. Wir schließen unseren ersten Quartalsbericht mit dem aufrichtigen Wunsche auf ein ferneres tiarmonisches Zusammenwirken aHer Glieder unserer Organisation. B e r 1 i n, Im Oktober 1912. Der Ausschuß der Jüdischen Turnerschalt Unna