Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 13 (1912)
- Issue
- 9/10 (9.1912)
- Date
- 1912-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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178 No. 9-10 genommen, eventuell Herrn Qreifenhagen nach einigen Wochen zu Propaganda- und Informationszwecken nach Oalizien zu entsenden. — Neben Qalizien war, wie oben bereits erwähnt, Palästina der Schwerpunkt unserer Arbeit. Auch hier konnte unsere Tätigkeit zunächst nur eine informatorische sein. Durch eine ausgedehnte Korrespondenz mit unseren dortigen Freunden, speziell den Herren Orloff und Hermann, mit dem Makkabi-Konstantinopel und vielen Palästinakennern gewannen wir auch hier wiederum umfassendes Material. Zwar so, daß wir schon einen organisatorischen Erfolg verzeichnen können. Es gelang uns, unseren bewährten Turnbruder Ernst Herrmann in Jaffa als speziellen Turnlehrer für Palästina fest zu engagieren. Wir hoffen, damit unsere Palästinaarbeit auf eine ganz neue gesunde Basis gestellt zu haben. Herr Herrmann wird in unserem Auftrage die palästinensischen Bundesvereine reorganisieren und ständig leiten, vor allem aber auch die Gründung neuer Vereine eifrig im Auge behalten. Wer Einblick in die dortigen Verhältnisse hat, weiß die ungeheure Bedeutung dieser Maßregel zu schätzen. Als ein schönes Zeichen organisatorischer Betätigung veranstalteten unsere Palästinenser an den Szukkotzwischentagen ihren ersten palästinischen Turntag, der die Schaffung eines palästinensischen Kreises der Jüdischen Turnersohaft erwogen hat. Wir werden später genau über die Tagung berichten. Ein ganz spezielles Interesse gewann Palästina in den letzten Wochen durch die Veranstaltung unserer Palästinaturnfahrt,, von der wir bereits in der letzten Nummer der Turnzeitung berichten konnten. Die Vorarbeiten sind noch zu wenig abgeschlossen, als daß wir schon heute konkrete Daten veröffentlichen könnten. Es hat sich aber schon jetzt eine starke Stimmung für die Palästinafahrt in der Turnerschaft kundgetan, so daß wir auf eine gute Beteiligung rechnen können. Wir fordern alle Turnbriider, die sich beteiligen können, auf, sich umgehend mit uns in Verbindung zu setzen. Je mehr Teilnehmer wir im Voraus garantieren, desto günstigere Bedingungen können wir schaffen. Selbstverständlich können auch Gäste eingeführt werden. Zu seinem größten Bedauern sah sich der Ausschuß aber genötigt, unsere Damen dieses Mal von der Palästinafahrt noch auszuschließen. Nach Aussagen maßgebender Palästinakenner sind die Verkehrsverhältnisse noch gar zu primitiv, als daß wir das ohnehin schon schwierige Experiment der Palästinaturnfahrt noch durch die Mitnahme von Damen ganz in Frage stellen dürften. Unsere erste Palästinafahrt muß eben gelingen, um die späteren zu gewährleisten. Und später werden wir auch sicherlich unseren Turnschwestern die Teilnahme ermöglichen können. Die weitere Ausgestaltung der Palfistinafahrt wurde den Herren tireifenhageu und Unna übertragen. Auch mit den Vereinen der übrigen Länder stehen wir in innigem Konnex, um stets auf dem Laufenden zu sein und überall mit Anregungen dienen zu können. Besonders die rumänischen Vereine hoffen wir in näheren Kontakt zur Turnerschaft bringen zu können. Unsere Bemühungen galten aber nicht nur unseren eigenen Verbandsvereinen. Wir stellten zahlreiche Verbindungen her mit anderen jtidischenOrganisationen.dieuns von größtem Nutzen sein werden. Die diesbezüglichen Unterhandlungen sind aber noch zu sehr Im Statu nascendi, ihn veröffentlicht werden zu können, überhaupt werden wir über unsere