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Jüdische Turnzeitung · 1912-06-01 · 6 (6.1912) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
13 (1912)
Issue
6 (6.1912)
Date
1912-06-01
Page
[Seite] (sequence 24)
Language
German
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122 No. 6 am Sonnabend Abend wurde beschlossen, Ihnen folgende Liste vorzuschlagen: Herr Rechtsanwalt Willy Greifenhagen als Vorsitzender, Herr Zahnarzt Henry Unna als Geschäftsführer, Herr Richard B i a 11 e r als Schatzmeister, Herr Stefan Doernberg als Turnwart, Herr Erich B u r i n als Beisitzer. Auf Antrag Dr. Tuch wird die vorgeschlagene Liste widerspruchslos per Akklamation angenommen. (Stürmischer, langanhaltender Beifall. Der neue Ausschuß wird von allen Selten beglückwünscht.) Unna: Ich bin mir der vollen Verantwortung bewußt, indem ich die Geschäftsführung des Ausschusses übernehme. Es ist eine besonders große Verantwortung für mich, weil ich weiß, daß ich für das Amt noch verhältnismäßig jung bin. Ich bringe die Fehler, aber auch die Vorzüge der Jugend mit; die Arbeitsfreude und den Arbeitseifer. Ich richte nun an Sie die Bitte, uns diese Arbeitsfreude ungeschmälert zu erhalten, d. h. mit allen Ihren Kräften zu streben, uns die Arbeit zu erleichtern .und mitzuhelfen an der Fortentwicklung der Jüdischen Turnerschaft. (Stürmischer Beifall.) Vors. Dr. Jalowicz: Wir kommen nunmehr zur Regelung der Finanzfrage. Dr. Z i r k e r schlägt vor, die Verbandssteuer auf 1,20 M. pro ordent- * liebes Mitglied und als Kreissteuer bis zur Konstituierung des Kreisturntages einen Betrag von 1,50 M. festzusetzen. Die Kreise haben mehr Ausgaben als der Verband und die Kreise Werden vielleicht mit diesen Beträgen auskommen können. Die Verbandseinnahmen lassen sich erhöhen, wenn der neue Ausschuß eine erhebliche Propaganda für außerordentliche Mitglieder macht. Außerordentliche Mitglieder werden sich vor allen Dingen in den Orten finden lassen, wo keine Turnvereine existieren. Ich bitte darum, daß der neue Ausschuß spezielles Gewicht auf die Entwicklung dieser Institution legt, um auf diese Weise wenigstens regelmäßige Spender zu haben. Scholem unterstützt den Antrag Zirker und ist auch dafür, daß der Beitrag der Vereine nicht über 2,70 M. pro ordentliches Mitglied gehen soll, ist aber der Meinung, daß der Verband nicht mit 1,20 M. arbeiten kann. Er bittet, die 2,70 M. wie folgt zu verteilen: 80 Pf. für Turnzeitung, 90 Pf. für den Verband und 1 M. für den Kreis. Meyer-Köln äußert, daß der Beitrag von 2,70 M. zu hoch ist. Köln sei nicht in der Lage, Jährlich mehr als 100 M. zu zahlen. Dr. Immer glück ist nicht für den Antrag Scholem. „Ich kann nicht recht einsehen, warum sich die Kosten des Ausschusses jetzt verringern sollen. Es werden sogar mehr Ausgaben entstehen, wenn alles ausgeführt werden soll. Die Kosten der verschiedenen Kreise werden sicherlich verschieden sein. Vielleicht wird der deutsche Kreis weniger Kosten als der österreichische machen. Ich bin daher der Meinung, daß keine Beschlüsse zu fassen sind, sondern die Erledigung .der Angelegenheit dem Ausschuß zu überlassen ist. Die Kreise müssen sich dann dem Beschluß unterwerfen. Dörnberg schließt sich den Ausführungen von Dr. Immerglttck an, d. h. daß der Ausschuß mit den einzelnen Kreisen sich über die Verteilung von 2,70 M. in der nächsten Legislaturperiode auseinandersetzen soll.

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