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Jüdische Turnzeitung · 1912-02-01 · 2/3 (2.1912) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
13 (1912)
Issue
2/3 (2.1912)
Date
1912-02-01
Page
[Seite] (sequence 24)
Language
German
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42 Für den 2. März planen wir die Veranstaltung eines Purim-jBaUes in Form eines Kostümfestes, wozu wir schon heute unsere Mitglieder bitten, sich den Abend freizuhalten. Hamburg. J. T. V. Bar Kochba. Am Donnerstag, den 21. Dezember 1911, sprach Herr Julius H i r s c h - Berlin bei uns Uber die Jüdische' Turnerschaft. Die Entwicklung des nationaljüdischen Turngedankens im Orient wußte uns der Redner lebhaft zu schildern. Seine Begeisterung und das Qefühl, daß ein energischer und froher Arbeiter unserer Idee von seinen Mühen und Erfolgen berichtet, weckte Harmonie in unserer Mitte, die sich auch in einer angeregten Diskussion kundgab. Wir glauben aus diesem Abend eine Stärkung des Verbandsgedankens auf unserer Seite herleiten zu können. Der Vorstand hatte die Generalversammlung, entsprechend dem Beschluß, daß das Geschäftsjahr nunmehr am 1. Januar beginne, auf den 13. 1. 1912 ins Logenheim einberufen. Eine stattliche Anzahl von Mitgliedern war erschienen, war es doch bekannt geworden, daß unser I. Vorsitzender Herr Dr. Ernst. Tuch aus dem Vorstand ausscheiden wollte und sich trotz unserer Bitten von seinem Entschluß nicht abbringen ließ. Herr Dr. Tuch eröffnete die Versammlung und stattete den Geschäftsbericht des Jahres 1911 ab, der ein weiteres Wachstum des Bar Kochba-Hamburg in allen seinen Teilen, eine Steigerung der turnerischen Leistungen, der Disziplin und vor allem eine Stärkung nationaljüdischen Geistes erkennen ließ. Die Details ergeben die bereits veröffentlichten Einzelberichte. Hierzu sei nur hinsichtlich der Frequenz der Turnabende folgendes bemerkt: Es turnten in der Herrenabteilung 67 pCt., in der Damenabteilung 75 pCt., in der Knabenabteilung 71 pCt. und in der Mädchenabteilung 93 pCt. der aktiven Mitglieder. Der Kassenbericht war nicht ganz so erfreulich, er ergab ein Defizit von zirka 300 Mark. Es braucht uns das aber weder zu verdrießen, noch ängstlich zu machen, weil ein junger Verein naturgemäß in den ersten Jahren besondere Lasten für Anschaffungen tragen muß und auch erst allmählich Reserven und Gönner gewinnen kann. Um aber den Verein auf eine gesunde Basis normaler Einnahmen zu stellen, hat der Vorstand eine Vorlage betr. Erhöhung der Mitgliederbeiträge eingebracht, die bereitwillig angenommen wurde. Es erfolgte sodann die Decharge des alten und die Wahl des neuen Vorstandes. Zum I. Vorsitzenden wurde unter allgemeiner Begeisterung Herr Dr. Walter Weigert per Akklamation gewählt. Des weiteren wurden gewählt: Referendar Manfred Zadik, II. Vorsitzender; Siegmund Koch, Schriftführer; Dr. Martin Auerbach, Kassenwart; Fräulein F. Burchard, Hugo Goldschmidt, Robert Heller, Fräulein Lotte Hecker, Moritz Karlsberg, Heinr. Mayer. Zu Revisoren wurden L. Landau und S. Levy ernannt. Zur Vertretung des vorübergehend außerhalb Hamburgs weilenden Dr. Weigert übernahm Referendar Zadik den Vorsitz. Er dankte den ausscheidenden Mitgliedern des alten Vorstandes, Herren Dr. Tuch, L. Abraham und Frau Dr. Victor, für ihre opferwillige Arbeit im Dienste des Bar Kochba und gab dem Gefühl des Bedauerns darüber Ausdruck, daß Herr Dr. Ernst Tuch sein Amt niedergelegt hat. Die Verdienste unseres ersten Vorsitzenden um die Gründung und Entwicklung des Vereins, seine mannhafte, energische und jüdisch stolze Art, die ständige Betonung unserer nationalen Idee haben ihm einen dauernden Platz dankbarer Erinnerung in unserer Mitte gesichert. Herr Dr. Victor feierte die Verdienste unseres Herrn Dr. Tuch um die Jüdische Turnerschaft und beantragte zu allgemeiner Freude, Herrn Dr. Tuch zum Ehrenpräsidenten zu ernennen. Der Beschluß erfolgte einstimmig. Wir betrachten das Ausscheiden unseres Ehrenpräsidenten aus dem engeren Vorstand als Formsache und sind uns" bewußt, daß er in allen ernsten und bedeutenden Momenten auch weiterhin uns treu zur Seite stehen wird. Die Versammlung erhielt sodann einen Bericht der neu gegründeten

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