Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 13 (1912)
- Issue
- 2/3 (2.1912)
- Date
- 1912-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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No. 2/3 41 Ueber 1(X)0 km haben gerudert die Herren: Arthur Blum ......... Max Heller........... Georg Herrmann..... ... Erich Hirschfeld......... Julius Mandelbaum........ Fritz Schwabe.......... Martin Exiner.......... 1620 km 1392 km 1347 km 1264 km 1120 km 1069 km 1029 km Gerudert wurde vom 26. 2. bis 31. 12. 1911 an nahezu allen Sonn- und Feiertagen, von Ostern bis Ende September außerdem Dienstag und Donnerstag abends. In den Monaten Januar bis April 1911 wurde im Passagebade Bassinrudern und Schwimmen betrieben. — Mehrtägige Touren wurden u. a. zu Ostern und Pfingsten nach den Teupitzer und Storkowern Gewässern unternommen. Aber auch die diesmal vom Wetter allerdings besonders begünstigten drei Weihnachtsfeiertage führten noch acht Herren nach der Duberow. — Der starke und anhaltende Aufschwung der „Ivria", die sich gütiger Förderung seitens der Berliner Logen erfreut, ist in erster Linie darauf zurückzuführen, daß der Klub Ende 1910 seinen Sitz von Grünau nach dem weitaus günstiger gelegenen Niederschöneweide, Berliner Str. 97/98, verlegte. Die gegenwärtigen Bootshallen, sowie die Klubräume mit Ankleide-, Schlaf- und Baderäumen entsprechen allen Anforderungen. — Die Flotte wurde im Berichtsjahre um einen Achter und einen Doppelzweier vermehrt. Dem Arbeitsprogramm für den laufenden Winter entnehmen wir, daß der Klub jeden Donnerstag in der ihm seitens der Jüdischen Gemeinde in dankenswerter Weise überlassenen Halle, H., Kaiserstr. 29/30 (Bahnhof Alexanderplatz), turnt. Ab Februar wird im Bassin des Berliner Rudervereins „Hansa", Stralau, Tunnelstr. 3/4, gerudert. Die neu eingetretenen Mitglieder erhalten hier ihre erste Ausbildung, um bereits Anfang März ins Boot kommen zu können. Der „Jüdische Ruderklub Ivria" kann mit dem im bisherigen bescheidenen Rahmen Geleisteten recht zufrieden sein. Die scharfe sportliche Zucht, sowie das enge Zusammenleben wohlerzogener junger Leute hat auf die Entwicklung des einzelnen in körperlicher und gesellschaftlicher Hinsicht, insbesondere aber bei der Erziehung zu bewußt jüdischem Denken und Fühlen, einen vorzüglichen Einfluß ausgeübt. Erwähnt sei noch, daß der Klub zu ■ Beginn dieses Jahres eine Jugendabteilung eröffnet hat, in welche junge Leute auch unter 18 Jahren aufgenommen werden. Die Adresse für alle Auskünfte, Anmeldungen u. a. lautet: Arthur Hirschfeld, Berlin NW.. Wikingerufer 1. Breslau. J. T. V. Der Verein nimmt weiter eine erfreuliche Entwicklung. Die Anstellung des Turnlehrers sowie die Einrichtung der zweiten Turnstunde für die Männer-Riege hat sich aufs beste bewährt und uns mehrere neue Mitglieder zugeführt. Wir haben eine Nachmittagsstunde für die Frauen-Riege eingerichtet und hoffen auch hiervon auf einen weiteren Zuwachs von Turnerinnen. Der Verein wird ferner in Kürze in Erfüllung eines Beschlusses der im Dezember stattgefundenen außerordentlichen Mitgliederversammlung seine Mitglieder fakultativ gegen Unfälle versichern. Am 16. Dezember veranstaltete der Verein seine Chanukkah-Feler, welche von zirka 100 Personen besucht war. Nach einigen einleitenden Worten des Vorsitzenden Herrn Max, Walk folgte das Anzünden der Menorah. Ein kleiner Kommers schloß sich an, welcher durch rezitatorische sowie Gesangs-Vorträge unterbrochen wurde; der Tanz hielt dann das junge Volk noch recht lange gefangen und erst im Morgengrauen gingen die Letzten nach Hause. Die Feier nahm einen harmonischen Verlauf und speziell fanden die auf eine Jüdischen Note gestimmten Darbietungen der Herren.Otto Böhm. Grabowski. Fräulein Krambach reichen Beifall.