Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 13 (1912)
- Issue
- 2/3 (2.1912)
- Date
- 1912-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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40 No. 2/3 Am 20. Januar konstituierte sich ein Propaganda-Ausschuß, der sich eine energische, organisierte Propagandatätigkeit zur Aufgabe gemacht hat. Alle Mitglieder, die Interesse und Arbeitswilligkeit für die Propaganda haben, sind zu den Sitzungen willkommen. Am 28. Januar fand das größte turnerische Ereignis dieses Winters, das Schauturnen unserer Jugendabteilungen in der Turnhalle des Dorotheenstädt. Realgymnasiums statt. Es-traten insgesamt 120 Turner und Turnerinnen an. Das Schauturnen zeigte in allen Abteilungen anerkennenswerte Leistungen. Die Vorbereitungen hatte neben den Abteilungsturnwarten unser neuer stellvertretender Hauptturnwart, Herr Lesser, in die Hand genommen. Die Ansprache des Herr Dr. Klee war sehr eindrucksvoll. Das gesamte Schauturnen kann als ein guter Erfolg betrachtet werden. Am 4. Februar sprach Herr Davis Trietsch über Emigration und Kolonisation. Dem anregenden und lehrreichen Vortrag folgte eine kurze Debatte und das unvermeidliche „gemütliche Beisammensein". Am Sonntag, den 11. Februar, fand das Schauturnen der II. Frauen- Abteilung statt, das die Abteilung in einem günstigen Lichte zeigte und den Beifall der Zuschauer fand. Berlin. J.T.V. „Bar Kochba": Sport-Abteilung. Wir eröffnen am Sonntag, den 3. März, unsere diesjährige Athletik-Saison. Wie im Vorjahr, so werden auch in diesem Jahre die leichtathletischen Uebungen und ihr Training den Hauptteil unserer Arbeit bilden. Wir müssen in dieser Saison mehr als bisher an die Oeffentlichkeit treten. Da ist nicht nur der Stafetten-Lauf Potsdam-Berlin, der am 6. Juni ausgetragen wird, und der uns wieder am Start sehen soll, sondern auch an Einzelkonkurrenzen fremder Verene sollen sich unsere Mitglieder beteiligen, um die Achtung vor jüdischsportlicher Arbeit in weite uns fernstehende Kreise zu tragen. Zu Pfingsten wird anläßlich des T u r n t a g e s in Berlin ein größeres Sportmeeting stattfinden, und wir von der Sportabteilung müssen dabei ehrenvoll abschneiden. Wir müssen zu jeder Konkurrenz mit zahlreichen und aussichtsreichen Sportleuten auf den Plan treten. Und dazu bedürfen wir der Unterstützung unserer Mitglieder in ausreichendstem Maße. In jedem unserer Mitglieder stecken sportliche Qualitäten, die nur eifrig gefordert werden müssen. Für einen geeigneten Trainingsplatz in der Woche sind bereits Unterhandlungen im Qange, von deren Resultat unsere Mitglieder noch verständigt werden. Zwecks weiterer Propagierung unserer Ideen bitten wir unsere Mitglieder, persönlich in ihrem Bekanntenkreise neue Mitglieder zu werben und Adressenmaterial an untenstehende Adresse aufzugeben. Wir erwarten von unseren Mitgliedern die eifrigste Unterstützung und den größten Elfer bei der sportlichen Arbeit. Alfred Burin, Vorsitzender. Qeorg Israel, Schriftührer. NW. 23, Flensburger Str. 8. Berlin. Dem Jahresberichte des Ruderklub* „Ivrla" (im J. J. B. Berlin) entnehmen wir, daß im Jahre 1911 872 Mannschaftsfahrten und 19485 Mannschafts-Kilometer gerudert wurden. Den Leistungen des Vorjahres (446 Mannschaftsfahrten und 10870 Mannschafts-Kilometern) gegenüber bedeutet dies nahezu eine Verdoppelung. In diese Zahlen wurden die zahlreichen abendlichen Uefcungsfahrten nicht eingerechnet.