Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 13 (1912)
- Issue
- 2/3 (2.1912)
- Date
- 1912-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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34 No. 2/3 ist aber kaum im stände, unseren Körper gesund und kräftig zu machen und zu erhalten. Wir empfehlen daher unsern Turnern dringend die Beachtung folgender Regeln: Die am letzten Turnabend geturnten Freiübungen sind so gut als möglich täglich einmal zu Hause durchzuturnen. Es kommt dabei weniger auf Einhaltung der Reihenfolge, als auf energische und kräftige Durchführung der Uebungen-an. So sollen wenigstens zehn Minuten täglich alle Muskeln des Körpers tüchtig durchgearbeitet werden. Dabei ist durch Oeffnen der Fenster für frische A t e m 1 u f t zu sorgen. Ueberhaupt ist frische Luft Hauptbedingung einer gesunden Lebensweise. Selbst bei kaltem Wetter lüfte man mehrmals täglich für eine kurze Zeit das Zimmer! Frische, kühle Luft wird schneller wieder warm als alte, verbrauchte. Weiter ist der ausgiebige Gebrauch frischen Wassers notwendig. Jeder hat Zeit und Mittel genug, durch regelmäßig, Tag für Tag, durchgeführte Abreibung mit stubenwarmem oder etwas angewärmtem Wasser für die Erfrischung, Abhärtung und hygienische Pflege seines Körpers zu sorgen. Jeder, der mit solchen einfachen Mitteln für seine Gesunderhaltung Sorge trägt und seinen Körper beherrschen lernt, wird in gesteigertem, dauerndem Wohlbehagen den Lohn für die tägliche kleine Mühe finden. Der gesunde kräftige Körper wird ihn aber auch befähigen, immer größeren Gewinn aus unseren Turnabenden zu erzielen. Daß diese immer erfolgreicher werden, dazu trage jeder einzelne durch Eifer und Liebe zur Sache und vor allem durch eifrigste Propaganda in seinem Kreise beil Je größer die Zahl unserer Mitglieder, umso mehr werden wir dem einzelnen bieten können. Der Vorstand. * Sehr geehrter Herr, zu uriserm Bedauern haben wir Sie seit einiger Zeit bei unsern Veranstaltungen vermißt. Ihre Anwesenheit bei unseren Turnübungen ist sowohl in Ihrem eigenen, als auch im Interesse unseres Vereins dringend erforderlich. Wir bitten Sie daher, fortan wieder regelmäßig auf dem Turnboden erscheinen zu wollen. Mit Jüdischem Turnergruß Der Turnwart. Finanzielle Ratschlage. Von J. Berlowitz-Zürich. Zum Kriegführen gehört Qeld, und da die J. T. V. auch gegen verschiedene Jüdische Laster und Schwächen den Kampf aufgenommen haben, kommen die meisten der Vereine nie aus tiefen Qeldsorgen heraus. Als langjähriger Kassierer eines finanziell stets leidenden Vereines möchte ich mir gestatten, aus dem Kriege gegen die Qeldnot einiges zu erzählen. Es sind Pläne und Versuche, erfolgreiche und erfolglose, aber alle werden zweifellos ein williges Ohr bei Leidensgefährten finden und vielseitig Interesse hervorrufen.