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Jüdische Turnzeitung · 1912-01-01 · 1 (1.1912) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
13 (1912)
Issue
1 (1.1912)
Date
1912-01-01
Page
[Seite] (sequence 16)
Language
German
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14 No. 1 Der Gesang eines jüdischen Liedes mit nachfolgenden Kürübungen beschliel.it jedesmal den Abend. Daß wir Turnausflüge zu schätzen wissen, erfolgt bereits aus dem oben Gesagten, und Königsbergs Umgebung bietet uns reichliche Gelegenheit zum genußfrohen Wandern, auch zur Winterszeit. Neuerdings haben wir auch begonnen, allmonatlich einmal halbstündig Freiübungen nach Musik ausführen zu lassen und uns damit besonders die Zufriedenheit unserer Turner erworben. Daneben gibt es allmonatlich ein bis zwei Vorträge, und zwar wurden bis jetzt u. a. gehalten: Dr. Pelz: „Die körperliche Regeneration der jüdischen Rasse"; cand. med. S. Rosenbaum: „Zimmergymnastik"; Dr. Pelz: „Das jüdische Problem"; Herr Louis Levin: „Das Programm der jüdischen Turnerschaft"; S. Rosenbaum: „Was soll uns das Turnen?" Im Oktober konnten wir auch, und zwar auf vielfachen Wunsch, eine Frauenriege ins Leben rufen, die zwar noch mit mancherlei Schwierigkeiten zu kämpfen, aber trotzdem bereits eine Durchschnittsfrequenz von etwa 30 Turnerinnen aufzuweisen hat. Die Gesamtzahl unserer Mitglieder beträgt jetzt Aber 150. Während wir für die Leitung der Frauenriege eine bewährte christliche Kraft angeworben haben, teilen sich in die Leitung der Männerabteilung unser lieber „Turngoi", der Oberturnwart der Königsberger Turnerschaft (der Gesamtheit der hiesigen Turnvereine) Herr Qudjons und unterzeichneter erster Turnwart abwechselnd. Daß es uns gelungen ist, gerade Herrn Qudjons, Königsbergs besten Turner, für unsere Sache zu interessieren, müssen wir als ein besonderes Glück betrachten, und als Beweis für die bereits errungenen Erfolge unseres Vereins darf ich vielleicht seihe Äußerung anfuhren, daß man in keinem Königsberger Turnverein die Turner so gut „in Zug" hätte, als bei uns, dem „Jüdischen Turnverein", was unser Turn- und Sportverein bei allen Gojim und vor allem auch bei uns allen ist, und als welcher er hoffentlich recht bald der Jüdischen Turnerschaft sich wird anschließen können. S. Rosenbaum, Königsberg i. Pr. Das Makkabäerfest der zionistischen Vereinigung fand am 17. Dezember in dem üblichen festlichen Rahmen unter Teilnahme von 600 Perspnen statt. Nachdem in feierlicher Weise der Chanukahleuchter angezündet war, hielt Dr. Pelz eine eindrucksvolle Festrede, an die sich eine Reihe gediegener Darbietungen jüdischen Inhaltes anschlössen. Etwas für Königsberg ganz Neues war das Auftreten Jüdischer Turner vom „Turn- und „ Sportverein Königsberg", deren turnerische Leistungen — Keulenschwingen und Übungen am Pferd — einen nicht endenwollenden Jubel auslösten. Erwähnt sei die Schlußszene: „Ein Winzerfest in Rischon le Zion" mit hebräischen Gesängen, die in bekannter, mustergültiger Weise von Herrn Chordirigenten Badrian einstudiert waren. Konstantinopel. J.T.V. „Makkabl" (Sektion Cousgoundjouk). Anläßlich des Chanukafestes veranstaltete die Sektion Cousgoundjouk in ihrer mit Teppichen und Fahnen geschmückten Turnhalle am Sonnabend, den 16. Dezember, ihr zweites Fest, zu welchem Aber 400 Personen erschienen waren. Unter dem Publikum bemerkte man die wichtigsten Mitglieder der Gemeinde und mehrere Notabein, darunter auch einige, die noch vor kurzem im feindlichen Lager den Makkabi bekämpften. Zu unserer großen Freude konstatierten wir, daß man in den Vororten beginnt, mit unserer Organisation in ihrer nationalistischen Form zu sympathisieren und den Wert des

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