Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 13 (1912)
- Issue
- 1 (1.1912)
- Date
- 1912-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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10 No. 1 mtihler Schleuße auf, deren Meister seit 3 Monaten kein Klubboot mehr gesehen hatte. Nun Rast bis 3 Uhr. Dann wieder vorwärts. Der Krüpelsee meints heute gut mit uns. Das schmale Bindow-Fließ mit der ersten ländlichen Zugbrücke, die wir passieren, übt seinen gewohnten Zauber aus. Endlich der Ruf: „Gussow in Sicht", wie Boote werden ans Land gezogen, die Riemen ins Trockene gebracht und dann gehts in die warmen Stuben. Allgemeines Waschen und „Landfeinmachen". Hierauf eine Stunde beängstigender Stille: man ißt zu Abend. Dann ein paar Stündchen „Diskutierklub" mit anschließendem Verdauungsspaziergang und um 10 Uhr ins Bett. Am nächsten Morgen Dauerfrühstück — es gibt Kaffee und Kuchen ad libitum — und um 12 Uhr sind die Boote zur Abfahrt fertig. Hatten wir am Vortage 36 km gezogen, so wollen wir heute nur 24 km „bummeln". Flott gehts durch den Dolgensee und die Dörfer Dolgenbrodt und Prierps hindurch und dann mit Andacht hinein in den Frieden der Duberow, das Heiligtum des Wanderruderers. Steile Ufer, mit Hochwald bestanden, bald zu weiten Seen zurücktretend, "bald zu schmaler Durchfahrt sich verengend, spiegeln sich im klaren Wasser. Uber uns wolkenloser, blauer Himmel. Ein paar Reiher schweben unbeweglich hoch oben, von Sonnenstrahlen umspielt." Zu Neubrück am Ende des Hölzernen Sees wird angelegt und ein langer Gang durch den hier besonders stark duftenden Kiefernwald unternommen. - Um 4 Uhr sind wir wieder in unserem alten Quartier. Am dritten Tage folgt, schweren Herzens angetreten, dieRückfahrt, von gleichbleibend schönem Wetter begünstigt. Bei Sonnenuntergang sind wir wieder zu Hause. Der unangnehmste Teil des Rudersports, die Bootsreinigung, wird mit Beschleunigung bewerkstelligt, dann gehts in die warmen Ankleideröume. Die Douche hat lange nicht so viel Wasser hergeben müssen wie heute. Die uns von unserem Bankier vorgelegte Abrechnung ergab pro Mann und drei Tage 11,— M. Unkosten einschließlich Quartier, Verpflegung und Schleußengeld. Frischer und besser erholt kann man nach drei Tagen auch aus dem Riesengebirge oder dem Harz nicht zurückkommen, als wir acht Wasserratten, wohl aber mit wesentlich leichterer Geldtasche. Am Abend aber fanden alle besorgten Mamas, daß das Zivil den frischen Gesichtern ihrer Jungen weit besser stände als vor der „gefährlichen" Reise. Arthur Hirschfeld, Berlin NW. 87, Wickinger Ufer 1. Georg Arndt-8tlftung. Alle Spenden etc. sind iu adrettleren an Dr. Zirker, Berlin, Alexanderttr. 38 u. J. T. V. Fonfhaua anllttlich der Vermahlung ihrea Vorturner» Dezaö Säbel mit der ehemaligen Turnerin Frl. Klthe Honigtberg .... io Kronen Erich Barin statt Telegramm zur Hochzeit Richard Schwarz-Graz — Erna Leyeer-Berlin........,...........Mk. i,— Arthur Hlmeh-FondB. Alle Geldsendungen sind zu richten an die Adrette: Dr. Zirker, Berlin, Alexanderttr. 38a. Die I. Männer-Abteilung gratuliert Carl Lowlneohn zur Verlobung . . . Mk. i,— Familie Burin gratuliert Fritz Abraham zur Verlobung........ «,—