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Jüdische Turnzeitung · 1903-12-01 · 12 (12.1903) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
4 (1903)
Issue
12 (12.1903)
Date
1903-12-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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No. 12 211 Solche Erfolge stimmen uns freudig und siegesgewiss, machen uns aber, die wir ihr allmähliches Werden miterlebt, mitbewirkt haben und die wir ihre Grenzen kennen, gleichzeitig stolz und bescheiden. Indem sie uns eine innerliche Freude verschaffen und im Kleinen wie im Grossen uns den Segen unseres Werkes fühlen lassen, geben sie im Verein mit den Errungenschaften nach aussen, zu denen wir vor allem die Beachtung unserer Bestrebungen durch die politische Welt Deutschlands anlässlich der Organisierung des Verbandes rechnen, die Hoffnung, ja die Gewissheit, dass wir auf dem rechten Wege sind, unseren grossen Makkabäern nachzutun. Zirker. Die Anwendungsgebiete des deutschen Turnens. Von Dr. med. Richard Blum. Die unglückliche Zeit nach jenem Kriege, in dem ein Jena und Auerstädt Deutschland zu Boden schmetterte, Hess in den Köpfen patriotischer Männer den Gedanken reifen, das deutsche Volk zur Selbstbefreiung stark und wehrhaft zumachen. Sogebar die Not des Vaterlandes das Volksturnen, als dessen Geburtstag das Jahr 1811 mit der Einrichtung des Jahnschen Turnplatzes in der Hasenheide anzusehen ist. Als Jahns Anhänger nach dem Freiheitskriege einen anderen als den rein militärischen Zweck mit dem Turnen verbinden wollten, erhob sich darüber in der Berliner, besonders aber in der Breslauer Turnfehde bei Pädagogen und Gelehrten ein grimmer Kampf, und scharfe Pfeile flogen von einem Lager ins andere. Wollte man auf der einen Seite dem Turnen den rein militärischen Charakter und Zweck wahren, so verlangte man auf der anderen Seite dringend, dem Turnen den Weg in die Schulen zu erschliessen, um es auf diese Weise zum Volkseigentum werden zu lassen. Der Gegensatz wurde hier durch die Begriffe: militärisches und pädagogisches Turnen ausgedrückt. Wir wollen nicht nur diese beiden Gebiete des deutschen Turnens näher beleuchten und gegeneinander abgrenzen, sondern uns einmal mit den Anwendungsgebieten des deutschen Turnens überhaupt des Genaueren befassen. Wir folgen dabei zweckmässig der Einteilung, die Hugo Rothstein, der erste Direktor der Centralturnanstalt zu Berlin, dem Turnbetriebe gegeben. Er unterschied:

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