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Jüdische Turnzeitung · 1903-11-01 · 11 (11.1903) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
4 (1903)
Issue
11 (11.1903)
Date
1903-11-01
Page
[Seite] (sequence 13)
Language
German
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No. 11 195 fand die Verteilung der Kränze an die Sieger im Wettturnen statt. Fast 500 Turner erhielten „Preise". Unter ihnen befanden sich auch eine ganze Anzahl Juden; wir nennen: Sonnenschein-(Wien), Löwenstamm-(Breslau), Bendix-(Köln). Bei genauerer Beobachtung konnte man auch viele Juden in den Sondervorführungen, z. B. beim Musterriegenturnen erkennen. Wir nennen von Berlinern besonders: Abarbanell (turnte der Altersriege der I. M.-Abtg. d. Berliner Turnerschaft am Barren vor), Adolf Rosenberg (Berliner Turnerschaft), Alfred Flatow und Max Abraham (ebenfalls Berliner Turnerschaft), Rosenheimer (Berliner Turnrat), und zahlreiche andere. Die Deutsche Turnerschaft kann mit dem Ergebnisse des Nürnberger Turnfestes sehr zufrieden sein. Neben den ganz hervorragenden Leintungen auf turnerischem Gebiete hat sie auch ihre Kraft als deutsch-nationaler Verband erprobt. Unter ihrem Banner pflegt sie nicht nur die körperliche Tätigkeit des Turnens, sondern auch deutsche Eigenart und Sitten, deutsches Volkstum. Die imposante Heerschau in Nürnberg hat nach innen sicherlich dazu beigetragen, das Gefühl der Zusammengehörigkeit, das nationale Bewusstsein der Festteilnehmer zu stärken. Nach aussen hin hat sie aber der Welt gezeigt, was es bedeutet, wenn ein grosses Volk ein starkes Rückgrat besitzt an einer Gemeinschaft, die unter Wahrung und Ausbau seines Volkstums dem grossen Ganzen dient, ihm immer neue Kräfte zuführt und eifrig daran arbeitet, dass dem Körper neben dem Geiste sein Recht werde. Aus der jüdischen Turnerwelt. Berlin. Jüdischer Turnverein „Bar Kochba". Das Winterhalbjahr, das uns wie stets einen stärkeren Turnbesuch bringt, hat begonnen. Die schon im Sommer bemerkbare zeitweise Überfüllung der I. Männer- und I. Frauenabteilung lässt besorgen, dass nunmehr im Winter die dadurch hervorgerufenen Unzuträglichkeiten sich dauernd fühlbar machen werden, und diese Befürchtung hat denn auch den Vereinsvorstand veranlasst, der Gründung einer neuen III. Männerabteilung im Westen und einer III. Frauenabteilung im Osten der Stadt näher zu treten. Jedoch ist es nur bezüglich der letzteren zu einem endgiltigen Beschluss gekommen, und die Eingabe um Bewilligung der Turnhalle der Margarethenschule (in der Ifflandstrasse) befindet

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