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Jüdische Turnzeitung · 1903-09-01 · 9 (9.1903) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
4 (1903)
Issue
9 (9.1903)
Date
1903-09-01
Page
[Seite] (sequence 13)
Language
German
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No.!) 163 in denen sie sich bisher ganz wohlgefühlt haben, in denen sie wegen ihrer Konfession nicht der geringsten Belästigung oder Zurücksetzung ausgesetzt waren — alles natürlich nur zur weiteren Propaganda und höheren Ehre für den offenen oder versteckten Zionismus," eine Behauptung, die von einer so krassen Unkenntnis unserer Bewegung zeugt, dass wir dem Blatt raten müssen, in Zukunft vorsichtiger zu sein und sich über unsere. Bestrebungen, die fast in jedem Heft unseres Blattes zum Ausdruck kommen, erst besser zu informieren. Natürlich hat es auch nicht an Zuschriften „aus jüdischen Kreisen" gefehlt, die sich für oder wider äussern, aber durchweg nur auf den Antisemitismus als Ursache unserer Bewegung eingehen, sodass wir sie füglich übergehen können, mit Ausnahme einer bezeichnenden Stelle aus dem Briefe eines seit 30 Jahren der Deutschen Turnerschaft angehörenden Juden, der — beneidens- oder bemitleidenswert — noch nie etwas von Antisemitismus darin verspürt hat, und schreibt, man sollte sich nicht darüber aufregen, dass die jüdischen Turner in Österreich von der Bundesgenossenschaft ausgeschlossen wären, denn nirgends in der Welt gebe es doch mehr Streitigkeiten wegen der Rasse und Nationalität als in Österreich. Wohltuender berührt uns die Haltung der meisten jüdischen Blätter, die mehr oder weniger unseren Standpunkt anerkennen. Unbedingte Zustimmung finden wir im „General- Anzeiger" (Berlin). Auch das „Israelitische Familienblatt" (Hamburg1) widmet uns einen sympathischen Leitartikel, in dem es zunächst irrtümlich den offiziellen Charakter jenes ersten Kölner Artikels betont und dann auf die Abschaffung der antisemitischen sozialen und politischen Abschliessungsbestrebungen drängt. In ähnlicher Weise, nur mit schärferer Hervorhebung der privaten und gesellschaftlichen Seite der Abschliessungsfrage äussert sich das „Israelitische Gemeindeblatt": „Seit zwanzig Jahren kommen wir aus dem Wundern und schmerzlichen Erstaunen gar nicht mehr heraus, nicht, weil wir diese Fühlung verlleren, sondern weil man uns, bald sanft und bald grob, bald offen und bald heimlich aus ihr hinausdrangt. Es ist einfach nicht wahr, dass es an uns allein liegt, durch das Mittel der gesellschaftlichen Gleichberechtigung die volle Ausnutzung unserer politischen Rechte uns zu erringen. Zum gesellschaftlichen Verkehr gehören zwei; und da mag der eine Teil noch so sehr wollen — so lange der andere nicht will, kann aus dem Verkehr nichts werden. Doch wie dem auch sei, dieses eine steht geschichtlich

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