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Jüdische Turnzeitung · 1903-04-01 · 4 (4.1903) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
4 (1903)
Issue
4 (4.1903)
Date
1903-04-01
Page
[Seite] (sequence 11)
Language
German
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No. 4 65 Das landwirtschaftliche Werk der Alliance (D. Haym, Caiffa), Eine kalifornische Kolonisationsmethode (Ben-David), Die Handelstaktik der Amerikaner in der Levante (Konsiliarbericht), Die ägyptische Mittelmeerküste vom Suez-Kanal bis Refah (Major Rycroft), Gartenbau-Genossenschaften (Louis Brisch), Die wirtschaftlichen Verhaltnisse von Akka und Haifa im Jahre 1901 (Konsularbericht), Bericht aber eine Informationsreise nach Saida (Dr. S. Soskin), Oliven-Kultur für Palästina (Davis Trietsch), Die Verwendbarkeit der Feldbahnen in der Landwirtschaft, Aus den Anfängen der kalifornischen Kolonisation (Titus Fey Cronice), Die Ernte Kleinasiens und Syriens im Jahre 1900 (Deutscher Konsular-Bericht), Die schwäbischen Ansiedlungen in Palästina (Hugo Grothe). Die Zeitschrift orientiert nicht nur über das Land und seine Verhältnisse, sie zeigt auch die Fehler der bisherigen Kolonisation und wie dieselben zu vermeiden sind. Wir wünschen dem Blatte im Interesse der Sache, der es dient, weiteste Verbreitung. Vor kurzem erschien als eine der bedeutendsten Erscheinungen der Sportlitteratur: Die moderne Ringkampfkunst von A. Stolz und Ch. Endres (Verlag der „Illustrierten Athletik-Sportzeitung" München, Preis geb. Mk. 3), ein Werk, das infolge seiner Reichhaltigkeit und geradezu lückenlosen Darstellung des Stand- und Boden-Ringkampfes grosses Aufsehen erregt und durch seine vornehme Ausstattung und aufteilend Dilligen Preis schnellsten Absatz finden dürfte. Unübertrefflich ist die bildliche Vielseitigkeit des Lehrbuches, das weit über hundert Abbildungen der verschiedensten Griffe und Paraden mit ausführlichem Text enthält. Das Buch bietet ausser dem erschöpfenden Lehrgang wertvolle Anleitungen für Training, sodann die neuen ausführlichen Ringkampfregeln für griechischrömischen Ringkampf (genehmigt für den Deutschen Athleten-Verband in Cöln) und hat besonders auch dadurch gewonnen, dass Prof. Hueppe, Prag, der gründliche Ringkampfkenner, die Korrektur-Bogen anregender Durchsicht unterzog. Aus der jüdischen Turnerwelt. Frankfurt a. O. Am Sonntag, den 29. Marz fand das seit längerem vorbereitete gemeinschaftliche Turnfest des Berliner und Frankfurter jüdischen Turnvereins in Frankfurt a. O. statt. Morgens um 9V2 Uhr versammelten sich etwa 30 Mitglieder des Bar Kochba-Berlin auf dem Bahnhof Alexanderplatz (auch drei Damen unserer Frauenabteilungen hatten sich eingefunden). Die Fahrt verlief froh gestimmt unter Sang und Scherz und unter Begleitung eines Jüngers der edlen Drehorgelkunst. In Frankfurt nahm ein Festkomitee von Mitgliedern des „Jung Juda" die Gäste in Empfang. Nach einem gemütlichen Frühschoppen trennte man sich, um in die zugewiesenen „Quartiere" abzurücken. Aus den satten, tief innerliche Zufriedenheit mit dem Lauf der Welt kündenden Gesichtern konnte jeder unschwer ersehen, welche lukullischen Genüsse die liebenswürdigen Frankfurter Familien ihren Gästen geboten hatten. Um 47a Uhr begann das Schauturnen. Das Publikum war zahlreich erschienen. Nach dem strammen Einmarsch der Turner hielt zunächst der Vorsitzende des jüdischen Turnvereins „Jung Juda", Herr Hugo Schüler, eine kurze Ansprache und begrüsste die erschienenen Gäste aufs herzlichste. Die Freiübungen wurden mit grosser Exaktheit ausgeführt; gerade sie bewiesen manchem der Anwesenden, welch' aussergewöhnlich erzieherischen Wert unsere jüdische Turnbewegung hat. Grossen und auch berechtigten Beifall ernteten die Vorführungen der Riegen am Barren,

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