Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 4 (1903)
- Issue
- 4 (4.1903)
- Date
- 1903-04-01
- Page
- [Seite] (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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64 No. 4 unsres Turnens in der Halle und auf dem Platze sein, er würde die Mitglieder vom Kneipenleben fernhalten und sie gesellschaftlich näher bringen, er würde dem Ansehen und der Ausbreitung unsrer Turnsache gerade durch die Öffentlichkeit des Ganzen sehr förderlich sein." Zunächst kommt es aber darauf an, die Familien überhaupt und zwar möglichst vollzählig zum Erscheinen zu veranlassen. Der Verein selbst kann jedoch im Grunde nicht viel dazu tun. Neben der steten Aufforderung an die Mitglieder, sich selbst darum zu bemühen, schlage ich die Einrichtung von Familien- Beiträgen vor, wie sie gelegentlich schon bei Festen erhoben werden. Es wäre eine Herabsetzung der Einzelbeträge, z. B. um ein Drittel festzusetzen, wenn eine Mindestzahl von Familienangehörigen, vielleicht vier Personen, ihren Beitrag als gemeinschaftlichen entrichten. Eine Verminderung der Einnahmen ist dabei nicht zu befürchten, da durch den zu erwartenden Mitgliederzuwachs die Herabsetzung reichlich ausgeglichen sein wird. Die betroffenen Vereinsmitglieder werden offenbar nichts dagegen haben, dass ihr Beitrag herabgesetzt und von der Familie gezahlt wird, und viele werden sich bemühen, diesen Vorteil mitzugeniessen, indem sie ihre Angehörigen bewegen, Mitglieder zu werden. Am wirkungsvollsten kann natürlich der Einzelne eine solche Werbetätigkeit ausüben, und hoffentlich tragen diese Zeilen dazu bei, dass im vorgeschlagenen Sirine gearbeitet wird. Aus der Verwirklichung der Idee werden sich für beide Seiten Vorteile ergeben. Der Verein wird die Zahl und das Interesse seiner Mitglieder, ihre Anhänglichkeit und Stetigkeit erhöhen. Für die Mitglieder dagegen erreichen wir, dass sie auch im Verein in der Familie sind. Zum Schluss sei noch ein Moment hervorgehoben, das den Vorschlag vom principiellen Standpunkt aus sympatisch erscheinen lässt. Die specifische Eigenart unserer Turnvereine, ich möchte sagen ihre Jüdischkeit, wird auch darin ihren Ausdruck finden. Die Familien-Turnvereine werden wahre jüdische Turnvereine sein. Julius Heilbrunn. Buchbesprechungen. Jüdischer Verlag (Berlin SW., Grossbeerenstr. 75), „Palastina", Zeitschrift für die kulturelle und wirtschaftliche Erschliessung des Landes. (Jährlich 4—6 Hefte Im Gesamtumfange von mindestens 240 Seiten, Mk. 3,— pr. Jahrgang, Ausland Mk. 3,50 bei franko Zustellung.) Mit dem uns vorliegenden Hefte 5/6 schliesst der erste Jahrgang dieser Zeitschrift. Wir nennen aus dem Inhalte dieser sehr reichhaltigen Nummer: