Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 3 (1902)
- Issue
- 11 (11.1902)
- Date
- 1902-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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Nö. 11. 188. ihn Gelegenheit, sich Lorbeeren zu erringen. Er absolvierte zunächst den Vorturner-Ausbildungskursus der „Berliner Turnerschaft", sodann bestand er die staatliche Turnlehrerprüfung. Seine gründliche turnerische Vorbildung kam unserem Verein sehr zu statten, er sorgte dafür, dass turnerischer Geist in den Reihen des Bar Kochba herrsche. Seine Pflicht als Turnwart der Männerabteilung hat er allezeit getreulich erfüllt und auch häufig, wenn es not that, die Frauenabteilung geleitet. In dieser Weise hat er für den Verein drei volle Jahre hindurch unermüdlich gearbeitet. Seine turnerischen und medizinischen Kenntnisse befähigten ihn dazn, sich schriftstellerisch zu bethätigen; er schrieb in unserem Blatte ebenso gediegene wie leichtfassliche Aufsätze hygienisch - turnerischen Inhalts, wir wollen nur an die in diesem Jahre erschienene Artikelserie „Das Turnen der Mädchen und Frauen" erinnern; ferner erschien bei uns: „Turnerische Disciplin". Dann: „Unter welchen Bedingungen genügt das Turnen den gesundheitlichen Anforderungen?" Schliesslich die vergleichende Studie über „Antike und moderne Gymnastik". Von ihm stammt auch das Gedicht in unserem Liederbuch: „Von frohem Jugendmute hebt stolz sich unsere Brust". Schliesslich sei noch erwähnt, dass auf seine Anregung die Mädchenabteilung begründet wurde. Seit Anfang dieses Jahres war er verantwortlicher Redakteur dieser Zeitschrift. Wir wissen, dass Zirker und Blum der jüdischen Turnsache die Treue halten werden. Möge ihr Wirken recht viele Nacheiferung in unserer jungen Bewegung finden. Hermann Jalowicz. Unser IV. Stiftungsfest wurde im grossen Saale der „Ressource zur Unterhaltung" in der Oranienburgerstrasse festlich begangen. Der Vorsitzende, Dr. Ernst Tuch, wies in seiner Festrede auf den schönen Erfolg hin, welchen die jüdische Turnbewegung gezeitigt hat, und betonte, dass besonders der „Bar Kochba" in einem entschiedenen Wachstum begriffen sei, was er durch die Gründung einer neuen Frauen- und Mädchen-Abteilung dokumentiert habe. Die jüdische Turnbewegung nehme einen hervorragenden Platz in der grossen jung-jüdischen Bewegung ein. Die Rede schloss mit einem kräftigen Hoch auf diese Bewegung, in welches die zahlreichen Anwesenden freudig einstimmten. Unsere besten Turner, von ihrem Vorturner Sommerfeld geleitet, traten hierauf zum Reckturnen an. Für die vorzüglich