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Jüdische Turnzeitung · 1902-09-01 · 9 (9.1902) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
3 (1902)
Issue
9 (9.1902)
Date
1902-09-01
Page
[Seite] (sequence 15)
Language
German
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No. 9. 157. Zirker). Die Ausführung im Einzelnen wurde dem Vorstand überlassen. In der darauf folgenden Debatte über die Organisierung eines Verbandes (Antrag Zirker) wurde der im Juniheft der Turnzeitung veröffentlichte Entwurf eines Verbandsstatuts nicht im einzelnen diskutiert; die Debatte behandelte nur die Tendenz und den Umfang des Verbandes. Der hierauf bezügliche Antrag Auerbach, nach welchem die Jüdische Turnerschaft nur die national-jüdischen Turnvereine Deutschlands umfasst, wurde angenommen. Die weitere Ausgestaltung des Verbandsstatuts soll vom Vorstand unter Zugrundelegung des Zirker'schen Organisationsentwurfs in die Hand genommen werden. — Die Vorstandssitzung vom 9. September beschloss für die Frauenabteilung um die Überlassung der städtischen Turnhalle Am Schleswiger Ufer, für die Mädchenabteilung um die Turnhalle der Luisenschule zu petitionieren und für die beiden Abteilungen, welche zwischen dem 7.—9. Oktober eröffnet werden sollen, in den betreffenden Stadtteilen sowie in den Zeitungen umfangreiche Propaganda zu treiben. Von weiteren wichtigeren Beschlüssen sind die Bewilligung von 60 Mark für Fechtgeräte (Antrag Soldin) und ein Gesuch um Subvention von 300 Mark an die Jüdische Gemeinde (Antrag Hirsch) zu nennen. Die noch auf der Tagesordnung stehenden Punkte konnten der vorgerückten Stunde wegen nicht erledigt werden. Kleine Mitteilungen. Am 81. August unternahm die Frauenabteilung unter Führung von Frl. Lichtenstein von Friedrichshagen über die Müggelberge nach Grünau eine kleine Turnfahrt, an der sich infolge der schlechten Wetteraussichten nur acht Damen beteiligten. — Mitte September fand zu Ehren der im Oktober aus Berlin scheidenden Herren Bichard Blum und Zirker ein grösserer Kommers mit anschliessendem Tanzvergnügen statt, der einen recht gemütlichen Verlauf nahm. Frankfurt a. Oder. (Eig.-Bericht). Obwohl der Tumbesuch In unserem Vereine noch recht schwach ist und nur wenig Zuwachs erfolgt, sind wir doch insofern ein grosses Stück vorwärts gekommen, als wir die städtische Turnhalle zur Benutzung für unsere Turnübungen erhalten haben. Der Idee eines Verbandes jüdischer Turnvereine steht unser Verein sehr sympathisch gegenüber. — Vorsitzender des Frankfurter Turnvereins ist Herr Rudolf Schüler, Junkerstr. 24. Halberstadt. Der hiesige Turnverein jüdischer junger Kaufleute hielt am 23. Juli seine 3. ordentliche Generalversammlung ab, die zahlreich besucht war. Die Leitung lag in den Händen des stellvertretenden Vorsitzenden Herrn O. Behrens. Nach einem kurzen Bericht des Genannten, welcher erfreulichen Ausblick auf die fortschreitende Entwicklung des Vereins zeigte, erstattete der Kassenwart Herr James Meyer den Kassenbericht, der ein günstiges Bild der Finanzlage gab. Dem Vorstande wurde darauf die beantragte Entlastung erteilt. Bei den Neuwahlen wurden die Herren A. Petuchowskl zum 1. Vorsitzenden, James Meyer zum stellvertretenden Vorsitzenden, Karl Goldschmidt zum Schriftführer und Turnwart, Paul Löwenstein zum Kassenwart, J. Gans zum Zeugwart gewählt. Nach der Budgetfeststellung für das neue Geschäftsjahr wurde In die Beratung der vorliegenden Anträge eingetreten. Der Name des Vereins wurde in

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