Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 3 (1902)
- Issue
- 8 (8.1902)
- Date
- 1902-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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No. 8. 136. bittert . . . Aber Sie verzeihen, wenn ich Sie verlasse. Mich ruft meine Pflicht." Und mit einem höflichen Grusse entfernte er sich. Friedrich und Kingscourt sahen ergötzt noch eine Weile dem lustigen und geschickten Völkchen zu. Kingscourt, der noch aus früheren Tagen mit Cricket und Fussball wohlvertraut war, fühlte in sich die alte Passion für diese Spiele erwachen. Er feuerte die Kinder mit Zurufen an. Am liebsten hätte er mitgespielt. Das Turnen der Mädchen und Frauen. Von Richard Blum. III. Die gesundheitlichen Bedingungen des Mädchen- und Frauenturnens. (Forts.) Turnübungen. Da das Turnen nicht eine Summe von indifferenten Leibesübungen darstellt, sondern ein vernunftgemässes System, das auf die Anatomie und Physiologie des menschlichen Körpers aufgebaut ist, so ist eine angemessene Kenntnis dieser Gebiete für jeden, der der edlen Turnkunst huldigt, von Interesse, für den Turnlehrer wird sie zur Notwendigkeit. Schon Gutsmuts verlangte, „man solle die Gründe zu einem gymnastischen System von dem menschlichen Körper nehmen." Wollen wir uns nun mit der Frage der Auswahl und Zweckmässigkeit weiblicher Leibesübungen befassen, so müssen wir uns mit den wechselseitigen Beziehungen des weiblichen Organismus und der Turnkunst vertraut machen. Nur auf dieser Grundlage können wir die Eigentümlichkeiten des weiblichen Organismus, der in nicht wenigen Punkten von dem männlichen abweicht, bei der Feststellung des Übungsstoffes gebührend berücksichtigen. Sollte uns eine Übung vom anatomischen, physiologischen, aesthetischen oder irgend einem anderen Standpunkte aus bedenklich erscheinen, so ist es besser auf sie zu verzichten als vielleicht dadurch, dass wir auf ihre Ausführung bestehen, die weibliche Turnsache in Misskredit zu bringen. Die Anschauungen über die Grenzen weiblicher Leibesübungen sind wandelbar: teilweise beseitigt die fortschreitende Wissenschaft und Erfahrung Vorurteile, die einer Entwickelung weiblicher Turnkunst hemmend im Wege standen,*) teils gestatten äussere Ver- *) WShrend es früher für eine Dame unschicklich war, sich auf dem Eise zu tummeln, während noch Ktoss in seiner .Weiblichen TuinkunU" sich gegen