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Jüdische Turnzeitung · 1902-07-01 · 7 (7.1902) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
3 (1902)
Issue
7 (7.1902)
Date
1902-07-01
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
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No. 7. 116. die der praktischen Durchführung entgegenstehen, grösser wären. Für letztere spezielle Vorschläge zu machen, verlohnt sich erst, nachdem genügend ärztliches Untersuchungsmaterial in der angegebenen Richtung vorliegt. An den grossen Vereinen ist es jetzt, derartige Untersuchungen probeweise anstellen zu lassen. G. A. Das Turnen der Mädchen und Frauen. Ton Richard Blum. III. Die gesundheitlichen Bedingungen des Mädchen- und Frauenturnens. „So lange die Natur den Menschen an den Fesseln des Instinktes und der physischen Bedürfnisse führte, war er stets in der strengen Schule der Körperübung; und ohne es selbst zu wissen oder berechnet zu haben, fiel der Zweck, jene zu befriedigen, zusammen mit dem: seinen Körper zu üben, zu vervollkommnen. Dies ist die wahre natürliche Gymnastik. Als sie ihn aber in das Gebiet der Kultur hinüberführte, und er hier tausend Hebel erfand, seine Bedürfnisse auf eine bequemere Art zu stillen, da ergab er sich der Convenienz, der Bequemlichkeit, dem feinen Tone und oft sogar der fanatischen Überspannung. Diese Untergötter verweichlichten, verfeinerten, tyrannisierten ihn; da galt ihm sein physischer Teil nicht mehr, als der Schnecke das kleine Gebäude, welches sie auf dem Rücken trägt. Der Körper war nur ein Wohnhaus; und man wohnte darin wie ein schlechter Wirt, der es zerfallen lässt. Auf diese Art gelang die Tötung des Fleisches im physischen Sinne, die man häufig so vergeblich im geistigen gepredigt, vortrefflich; der Mensch vergass den zweiten Hauptzweck seiner sonstigen Leibesübungen. Die Folgen dieses Zustandes wurden drückend. Da setzten einige weise Völker des Altertums absichtlich körperliche Übungen an die Stelle der natürlichen Gymnastik, um jene Folgen zu vermindern und dem Körper des Bürgers mehr Stärke und Gewandtheit zu erteilen. Das war wohl die Veranlassung der künstlichen Gymnastik" (Gutsmuths). Mit diesem Ersatzmittel für den Mangel an naturgemäss geübter Kraft verfolgen wir nicht zum mindesten einen gesundheitlichen Zweck, den wir

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