Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 3 (1902)
- Issue
- 6 (6.1902)
- Date
- 1902-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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No. e. 101. Alfred Flatow, geboren am 3. Okiober 1869 zu Danzig, lebt seit 1876 in Berlin und ist seit seinem achten Jahre Mitglied der„BerlinerTurnerschafl". 1889 erhielt er auf dem Deutschen Turnfest zu München eine ehrenvolle Erwähnung; auf dem Breslauer Deutschen Turnfest war er 19. Sieger; 1895 zweiter Sieger beim italienischen Bundesturnfest in Rom; 1896 bei den Olympischen Spielen in Athen erster Sieger im Barrenturnen und zweiter im Heckturnen. Beim IX. Deutschen Turnfest in Hamburg wurde er 1898 erster Siegor, desgleichen im Märkischen Kreisturnfest zu Gullen 1899. 1900-1901 bekleidete er das Amt eines stellvertretenden Oberturnwarts der Berliner Turnerschaft. Über das von „Handbuch für Wetlturner" s. u. Richard Genserowsky, geboren am 4. Juli 1875 zu Berlin, Mitglied der „Berliner Turnerschaft" und des Jüdischen Turnvereins „Bar Kochba". Er errang auf den Kreisturnfesten der Mark Brandenburg mehrfach Preise, so 1901 zu Guben, wo er erster Sieger wurde. Auf dem Deutschen Turnfest zu Hamburg 1898 schnitt er als 16. Sieger ab. Auf den im Juli vorigen Jahres stattgefundenen Olympisehen Spielen in Paris trug er einen Preis davon. Auch in Amerika gedenkt er, dem Turnen treu zu bleiben und wird an den Olympischen Spielen, die 1904 in Chicago veranstaltet werden, teilnehmen. z. Hervorragende Jüdische Turner. Alfred Flatow. ihm mitverlasste, soeben erschienene Aus der jüdischen Turnerwelt. Berlin. Jüdischer Turnverein „Bar Kochba." Der seit Miirz wöchentlich einmal stattfindende Samnritorkursus, in der Miinnerabteilung unter Leitung des Herrn Georg Arndt, in der Krauenobtcilung unter der des Herrn Hichard Blum, nahm Mitte Mai zum Bedauern aller Teilnehmer, die in beiden Abteilungen die stattliche Zahl von je ausmachten, sein Ende. Dnss wir mit dem Resultate recht zufrieden sein dürfen, bewies die am Schlüsse dos Kursus vorgenommene Durchnahme des gesamten Stolfes; sowohl in der praktischen Ausübung wie auch in dem theoretischen Teile waren die jungen Samariter recht sattelfest. Nicht zum geringsten ist dies der vortrefflichen Lehrmethode der beiden Leiter der Kurse zu verdanken, die den Stoff, von allem gelehrten Ballasl frei, in fasslicher und nicht trockener Weise darzustellen verstanden. Ein kurzer Kursus über