Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 3 (1902)
- Issue
- 3 (3.1902)
- Date
- 1902-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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i\o. 3. 44. ausgerüstet, vorhanden waren; auch hatten die Kolonisten schon ordentlich den Acker bestellt, in Dabkis etwa 136 Hektar, in Sazelar, wo die Anschaffung von Vieh, Hüttenbau etc. die Herbstbestellung unmöglich machte, waren es immerhin doch noch 50 Hektar. Caraja war am unglücklichsten daran, die Wohlthütigkeitsgesellschaft hatte ihren Beamten fortgenommen, als keine Leute mehr fortgesandt werden konnten, die Kolonisten hatten weder zu leben noch durften sie als Muhadjirs den Ort verlassen; viele waren freilich nach Eskischehir geflohen, um sich dort bei der Eisenbahn oder sonstwie etwas Unterhalt zu erwerben, aber Inlandpässe zur Reise nach Smyrna und Konstantinopel konnten sie daselbst nicht erlangen, und nur einzelne junge Leute vermochten sich zu Euss nach der Küste hin heimlich durchzuschlagen. Man hätte nun erwarten sollen, dass die Leute frei gelassen würden, nachdem das erste Muhadjir-Jahr verflossen war, aber der Bcy, der die Sultansdomänen verwaltete, behauptete, dass es erst geschehen könne, nachdem die 18000 Mark dem Sultan zurückerstattet seien, und die Muhadjirkommission in Constantinopel erklärte auf meine Anfrage, dass auch das nichts nütze; die Leute seien durch ein specielles Irade, (einen persönlichen Erlass) des Sultans auf seine Güter gesetzt, und könnten nur durch ein anderes Irade entlassen werden. Nun war Holland in Not, wie konnte ich hoffen, als gänzlich unbekannte und einflusslose Privatperson ein Irade, einen persönlichen Erlass des Sultans zu erreichen? Ich sandte eine Petition, erlangte auch eine Audienz bei dem ersten Kip. 2. Dcckenhülte der Kolonisten In Caraja.