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Jüdische Turnzeitung · 1901-01-01 · 1 (1.1901) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
2 (1901)
Issue
1 (1.1901)
Date
1901-01-01
Page
[Seite] (sequence 16)
Language
German
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No. 1. 10 Jahresbericht des jüdischen Turnvereins Wir können auf eine intensive, und wir dürfen sagen, erfolggekrönte Thätigkeit zurückblicken, denn der Jüdische Turnverein „Bar Kochba" hat im zweiten Jahre seines Bestehens einen machtvollen Aufschwung genommen. Wir hätten unsere Aufgabe nur halb erfüllt, wenn wir in die jüdische Turnbewegung nur die männliche Jugend einbegriffen hätten. Es lag ein dringendes Bedürfnis vor, den jüdischen Mädchen, welche zu den verschiedensten Turnvereinen ihre Zuflucht gesucht hatten, Gelegenheit zu körperlicher Uebung in einem jüdischen Verein zu bieten. Ein dahin gehender Antrag von H. Jalowicz wurde nach lebhafter Debatte von der Generalversammlung angenommen; am 18. März 1900 tagte die konstituierende Sitzung der Frauen-Abteilung und nach kurzer Zeit konnte die erste Turnstunde in der städtischen Turnhalle, Auguststrasse 67/68, stattfinden. Von wesentlicher Bedeutung war ferner die Gründung einer von M. Zirker angeregten Turnzeitung. Wenn durch die Errichtung der Frauen-Abteilung eine Verstärkung des Vereins verdie Jüdische Turnzeitung'' eine weitergehende ideelle Propaganda im national-jüdischen Sinne an. Mit Zeitungen und Zeitschriften, die uns in den weitaus meisten Fällen sympathisches Verständnis entgegenbrachten, wurden Korrespondenzen geführt, wir traten vornehmlich mit jüdischen Turnveinen in aller Herren Länder in schriftlichen Verkehr, der noch heute sehr rege unterhalten wird. Der jüdische Turn-Verein „Bar Kochba" gilt seitdem er seine Turnzeitung herausgiebt, faktisch als geistiger Mittelpunkt aller jüdischen Turn-Vereine. So konnten wir bewirken, dass überhaupt die Kenntnis von der Existenz jüdischer Turnvereine und jüdischen Turnwesens, das sich sogar in einem Lande wie Rumänien zu erhalten vermag, weiteren Kreisen zugänglich gemacht wurde. Wir konnten bewirken, dass durch unsere Notizen das Märchen von der Abneigung des jüdischen Stammes gegen körperliche Arbeit von einem neuen Gesichtspunkte aus wiederlegt wurde. Nur wenn der Jude als Jude etwas leistet, wird er sich die Achtung der übrigen Nationalitäten erringen können. Daher sollen gerade die assimilatorischen Zirkel die Existenz eines jüdischen Turnvereins dankbar anerkennen, der bestrebt und fähig ist, un- Bar Kochba '. Propaganda erzielt wurde, so bahnte

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