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Jüdische Turnzeitung · 1900-10-01 · 6 (10.1900) · p. Seite 66

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Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
1 (1900)
Issue
6 (10.1900)
Date
1900-10-01
Page
Seite 66 (sequence 6)
Language
German
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rto. 6. 66. der Schädelumfang der Juden ist im Durchschnitt bedeutender, als der der nichtjüdischen Bevölkerung. Es ist also durchaus nicht übertrieben, wenn ich eingangs behauptet habe, dass die Juden aus Haut, Knochen und Gehirn zusammengesetzt sind, indem doch der Schädelumfang der Grösse des Gehirns entspricht. Entsprechend ihrer labilen Körperbeschaffenheit, die ausschliesslich dem Mangel an Licht, Luft und guter Kost zuzuschreiben ist, sind die Ghettojuden auch allen möglichen Krankheiten zugänglich und unterworfen. Ganz traurige Zustände erleben wir während des Ausbruchs von Epidemien, wie etwa Diphterie, Cholera, die nolens volens unzählige Menschenleben hinraffen, weil sie ja allesamt ansteckend sind und die grenzenlose Not und Armut der Ghettojuden nicht gestatten, entsprechende Schutzmasregeln zu ergreifen. Von einer sogenannten Immunität der Juden gegen gewisse epidemische Krankheiten, wie etwa im Mittelalter gegen die Pest oder jetzt gegen die Cholera, wurde zwar in früherer Zeit viel gefaselt; jetzt wird es wohl niemandem einfallen, solche unbegründete Behauptungen aufrecht zu halten. Endlich muss ich noch als Folge der Ueberanstrengung, der Uebermüdung des jüdischen Gehirns und des ganzen Nervensystems, die auffallend hohe Ziffer der Nervenkrankheiten und Geistesstörungen anführen, die bedeutend die der nichtjüdischen Bevölkerung übertrifft. Nach all dem von mir Gesagten, können Zweifler mit überlegenem Lächeln fragen: „Aber ja, wenn dem so ist, warum und wieso erhält sich denn dieses Volk so lange? Seit hunderten von Jahren ist's auf dem Aussterbe-Etat und dennoch geht's nicht zugrunde; also muss es nicht so schlimm um die Ghetto-Juden bestellt sein." Allerdings ist's nicht so schlimm bestellt, und zwar aus dem Grunde, weil dieses Volk in seinen Sitten, religiösen Gebräuchen und seiner ethischen Beanlagung eine Selbssteuerung, eine Art Regulator, ein Hemmungs-Centrum besitzt, das sie nicht ganz untergehen lässt, das aber nicht ewig herhalten kann, weil es kein Perpetuum mobile giebt. Vor allen Dingen sind es die häuslichen Tugenden des Ghetto- Juden, die ihn bis zu den letzten Jahren ausgezeichnet und veranlasst haben, aufs zärtlichste für Frau und Kind zu sorgen. Alsdann kommt noch die Massigkeit der Juden in Speise und Trank, sowie ihre, vom Gesetze anbefohlene Hygiene im Eheleben hinzu, ferner ist die Sorgfalt der Juden für ihre Kranken und die Geneigtheit zu berücksichtigen, mit welcher sie sich einer ärztlichen Behandlung unterziehen, und das genaue Befolgen ärztlicher Vorschriften. Dieser Umstand erklärt auch,

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