Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 1 (1900)
- Issue
- 6 (10.1900)
- Date
- 1900-10-01
- Page
- Seite 65 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Zto. 6. 65. Ihr lasst den Armen schuldig werden, Dann überlasst Ihr ihn der Pein, Denn alle Schuld rächt sich auf Erden." An dem Leibe des Ghettojuden hat sich diese Schuld gerächt. Es gibt faktisch kein Volk, an welchem sich Inanitions-Versuche (Aushungerungs-Versuche) und Versuche über Licht- und Luftent/iehung bequemer anstellen Hessen, als an dem Volke der Ghettojuden. Aus vielfachen Messungen, die Fachcollegen an den Ghettojuden angestellt haben, ergibt sich unzweideutig, dass der Körperwuchs derselben im Durchschnitt ein viel niedrigePist, als der der nichtjüdischen Bewohner des Ghetto. Wahrend derselbe bei letzteren zwischen 165—170 cm schwankt, erreicht er bei Juden die Länge von bloss 162,7 cm im Durchschnitt. Die Distanz der senkrecht gestreckten oberen Extremitäten ist bei diesen Juden absolut und relativ geringer als die anderer Nationalitäten — was für eine sehr geringe Entwicklung der Brustknochen und Muskeln spricht. Während nun der niedrigere Wuchs vielleicht noch einer Rasseneigenttiralichkeit zugeschrieben werden könnte, so kommt ein Moment hinzu, welches ausschliesslich der erbärmlichen Lebensweise, die sie führen, auf Rechnung geschrieben werden muss. Der Brustumfang nämlich ist im Verhältnis zur Körperlänge ein sehr geringe) . Bei normal entwickelten Menschen ist der Brustumfang gleich der Hälfte der Körperlänge. In Westeuropa werden junge Leute, die militärpflichtig sind, nur dann assentiert, wenn dies zutrifft. In Russland werden Rekruten auch dann schon eingereiht, wenn der Brustumfang um einen halbeu Zoll weniger als die Hälfte des Körperwuchses ist. Die Juden aber erreichen auch dieses Maas nicht, und die Militärärzte constatiren, dass bei ungefähr 60 Procent derselben der Brustumfang weit unter der Hälfte der Körperlänge steht. Mit diesem Umstände rechneu nun die Militärbehörden und sind nachsichtig genug, um, trotz tief unter der Norm stehenden Brustumfanges, jüdische Recruten dennoch einzureihen. Entsprechend dieser, der ungenügenden Muskel- und Knochenentwickelung zuzuschreibenden Engbrüstigkeit, ist die Zahl der jüdischen Jünglinge, die lungensttchtig, resp. tuberculös sind, enorm gross. Im Jahre 1876 betrug die Zahl der brustkranken Militärpflichtigen 13l/a°/o. auf 4372:589; darunter waren 1.79°/o mit chronischer Lungenentzündung behaftet — ein Procentsatz, der bedeutend den der Nichtjuden übertraf. Also: flaske Muskeln, schlecht entwickelte Atmungsorgane, schwaches Knochensystem, geringe physische Kraft, geringe Arbeitsleistung. Nur die Schädelknochen sind bei ihm scharf entwickelt, und