Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 1 (1900)
- Issue
- 4 (8.1900)
- Date
- 1900-08-01
- Page
- Seite 44 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Xlo. zu denen sich während der ersten Schulzeit einfache Freiübungen, Marschbewegungen und Springen gesellen. Diese Übungen sind bis zum 14. Lebensjahre in angemessener Weise in der Schwierigkeit zu steigern. Es ist in diesem Zeitabschnitt mehr auf die Bildung der Gewandtheit als der Kraft zu achten. Daher wird man auch einlache Gerätübungen am Reck, Barren, Bock, Rundlauf, an den Ringen, Leitern, Kletterstangen und am Tau unter diesem Gesichtspunkte vornehmen. Im reiferen Jünglingsalter verlangt bereits die Kraft ihr Recht in der Übung. Demgemäss ist auch auf die Auswahl der Übungen an den Geräten — jetzt ist es an der Zeit zum Stabspringen, Sturmlauf und Pferd überzugehen — Rücksicht zu nehmen. Leichtere Kraft- und Geschicklichkeitsübungen beherrschen also diese Periode, während erschöpfende Dauerübungen schädigend wirken. Vom 20. bis zum 30. Lebensjahre ist auf schwierigere Kraft- und Geschicklichkeitsübungen, vom 30. bis zum 40. Jahre auf Kraft- und Dauerübungen Gewicht zu legen. Im höheren Alter ist mit diesen Übungen in der Schwierigkeit natürlich in angemessener Weise zurückzugehen. Wer Turnübungen regelmässig in der angegebenen Weise treibt, der wird die Wohlthaten darin empfinden, dass er sich Frische, Kraft und Geschmeidigkeit bis in sein Alter hinein bewahrt; dann „blühet sein Alter wie greisender Wein". Die Bergjuden im Kaukasus. Von Max Heokor. (Fortsetzung.) Da der jüdische Typus sich bei den Bergjuden durch Mischung verändert hat und andererseits, wie schon bemerkt, viele Kaukasusvölker in ihrem. Äusseren semitischen Einfluss zeigen, so gleicht der Bergjade mehr dem Lesghier oder Tscherkessen, als einem europäischen Juden. Die Männer sind meist stattliche, breitschulterige Gestalten von dunkler Hautfarbe, deren Gesicht von schwarzem Haar und Bart umrahmt wird. Die Frauen sind von schlanker Figur und oft schön zu nennen; Haare und Augen sind schwarz und stechen gegen die Blässe des Antlitzes ab, welche, wie bei allen Frauen des Orients, von der zurückgezogenen Lebensführung herrührt. Die in den Städten wohnenden Bergjuden ernähren sich meist durch Kleinhandel, die in den Dörfern dagegen sind Bauern und verdanken ihrer Thätigkeit ein gut Teil ihrer Kraft und Ursprünglichkeit. Sie treiben den Bau von Weizen, Geiste, Reis, manche habe» Obst- und Weingärten, andere ziehen eine schlechte Sorte Tabak. Das Hand-