Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 1 (1900)
- Issue
- 2 (6.1900)
- Date
- 1900-06-01
- Page
- Seite 13 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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No. 2. 15. nischen Juden,1 wie bei der dortixen christlichen Bevölkerung heimische Sitte. Von den deutschen Juden ist uns dies weniger bekannt geworden,2 wiewohl auch in Deutschland zur Zeit des ausgebildeten Ritterwesens bei den Hochzeiten der Vornehmen unter den Christen ritterliche Spiele ein bedeutender Teil der Unterhaltung waren. McrvsctzrioS. (Melodie: „Und hörst Du das mächtige Klingen'). I. wohlan! Laßt das Sinnen und Sorgen, Fegt die Angst aus der Seele heraus! Schon grüßt uns der Freiheitmorgen; Die Freude pocht jubelnd an's Haus. Der Frühling wird junges Leben bringen Und Leiden und Anechtschaft niederzwingen. Es sproßt und grünt ein neuer Lebensmai: :|: AufI Hedad, Hedad l Unsre Bahn ist frei. :j: II. Und ob auch in West, Nord und Süden,. Db im Gsten die wiege uns stand, Ans soll zu Eintracht und Frieden Umschlingen gemeinsames Band. wir wollen wie Brüder uns halten, Gefestet gen Sturmesgewalten, Zusammenstehn, umtobt vom Aampfgeschrei: :j: Auf! Hedad, Hedad! Unsere Bahn ist frei. III. Zum Henker Las Ariechen und Bücken Und die Stirne zu Boden gesenkt I Gott hat uns den graden Rücken Und ein freies Auge geschenkt. Stolz wollen wir aufrecht schreiten, Zn Treu« für Zuda streiten. Die Zeit der Schande ist nunmehr vorbei: :|: Auf! Hedad, Hedad! Unsre Bahn ist frei. :j: *) Vgl. Perles, die jüdische Hochse:t, i. d. Monatsschri.lt von Frankel I66O S. 344. ’) Doch auch bei Or sarna 8. 137.