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Korrespondenzblatt des Centralbüros für Jüdische Auswanderungsangelegenheiten des Hilfsvereins der Deutschen Juden · 1904-12-15 · 1 (15.12.1904) · p. [Seite]

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Journal
Korrespondenzblatt des Centralbüros für Jüdische Auswanderungsangelegenheiten des Hilfsvereins der Deutschen Juden
Volume
1904
Issue
1 (15.12.1904)
Date
1904-12-15
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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allen Anwesenden geteilt. Es wurde demgemäß beschlossen, das Korrespondenzblatt in der an der Spitze der heutigen Ausgabe angegebenen Art erscheinen zu lassen. Eswurde desfernerenbestimmt, daßdas Bureau inBerlin sofort in Tätigkeit zu treten habe. Als unmittelbarer Leiter des Bureaus wurde bestellt Herr Dr. Bernhard Kahn. Sitz des Bureaus ist Berlin W., Potsdamerstr. 39, part. 3. Der Beginn der Tätigkeit des Centrai-Bureaus. Durch die bereits vor den Beratungen in Frankfurt am Main durch den Hilfsverein begonnene Errichtung von Schutzkomitees, die sich der Auswanderer anzunehmen haben, ist die vorbereitende Organisation in Deutschland bereits so gut wie abgeschlossen. Es zieht sich ein dichtes Netz von Schutzkomitees über alle wichtigeren Grenzen, alle Einfallstationen für die östlichen Auswanderer sind besetzt. Die wenigen Lücken, die etwa noch vorhanden sind, werden in kürzester Frist ausgefüllt sein. Zur Zeit bestehen folgende Organisationen. Wir teilen sie mit, da es außerhalb Deutschlands wichtig sein kann, unmittelbar die nötigen Verbindungen mit den Unterkomitees herzustellen. Außer dem »Zentral-Bureau«, Berlin, Potsdamerstraße 39 sind zu nennen: Grenze gegen Osten: 1. Königsberg i. Pr. (zugleich Zentralkomitee für Ost- und Westpreußen): Bankdirektor George Marx, Vorsitzender, Stadtrat S. Magnus, I. stellvertr. Vorsitzender, Simon Eger, Max Feinstein, M. Grodsenski, Prof. Dr. Lassar-Cohn, Konsul J. Litten, M. Perlmann, Ad. Reichmann, Rabbiner Dr. Vogelstein. 2. Memel (Bajohren): Rechtsanwalt Jacobssohn, Kommerzienrat L. Alexander, Rabbiner Dr. Carlebach, Max Cohn. 3. Tilsit: Eugen Laaser, Delegirter für das Zentral- Komitee, R. Breslau, Justizrat Cohn, Vorsitzender, K. L. Kallenbach, G. Pupko, H. E. Prinz, Dr. Rosenfeld. 4. lnsterburg: Rabbiner Dr. Beermann, Vorsitzender, Amtsgerichtsrat Blumenfeld, stellvertrender Vorsitzender, Willkowski, Schriftführer, Benno Gotthilf, Kassierer, Kronheim, \ Vertrauensmänner. Mendelssohn,) 5. Gollub: Apotheker Adolf Riesenfeld, Vorsitzender, Stellvertr. Bürgermeister Bernhardt Aronsohn, stell vertr. Vorsitzender, Arthur Kadisch, Schriftführer, Isaak Kiewe, J. Silberstein. 6. Eydtkuhnen: Isidor Berlowitz, Vorsitzender, Louis Glaser, Hirsch Berlowitz, Schrift- und Protokollführer, David Berlowitz, Kassierer, Lewin Löwenstein, B. Schidorsky. 7. Prostken: Jacob Schidorsky, Jacob Bloch, A. Czarninski, J. J. Isserlin, L. Koppelkowski, A. Rosenthal, A. Stanietzki. S,0*"Ä tfo?v.ß*l c"Bntfw?, 8. Sold au (EUowo): Rabbiner u. Kantor Pessen, Isidor Bütow. 9. Thor n (Ottlotschin): D. Wolff, Vorsitzender, Adolf Jakob, S. Rawitzki, Dr. Wölpe, Rechtsanwalt Radt, Max Roth, Siegfried Danziger, S. Wiener. 10. Inowrazlaw: Leo Davidsohn, Vorsitzender, Leo Fränkel, Meumann, Stadtrat Salomonsohn. 11. Ostrowo: Rabbiner Dr. Freund, Friedländer. 12. Myslowitz: Rabbiner Dr. Norden, Vorsitzender, Ignatz Danziger, Salo Gfunwald, Salo Kuhn, Leo Namm, Bernhard Seidemann. 13. Kattowitz: Stadtrat Salomon Wiener, Rabbiner Dr. Cohn. 14. R a t i b o r : Rabbiner Dr. Dienemann, Max Glaser, Hugo Schück, Dr. Eisner, H. Wachsner, Moritz Fränkel, Julius Zernik. Vertrauensleute an den großen Knotenpunkten in Deutschland, an den Hafenplätzen und an den Ausfallsthoren nach Westen: 15. Aachen: Rabbiner Dr. Jaulus (Rendantur der Jüdischen Gemeinde). 16. Bremen: Rabbiner Dr. Rosenak. 17. Breslau: Prof. Dr. Badt, Paradiesstr. 1. 18. Dresden: Rabbiner Dr. Winter. 19. Frankfurt a. M. : Israel. Hilfsverein, Langestr. 30. 20. Mainz: E. Simon Bang&W. 21. Hamburg: Paul Laskar, Grimm 11. 22. Nürnberg: Martin Lebrecht sen., Weinmarkt 2. 23. München: Rabbiner Dr. Werner, Herzog Maxstr. 3. 24. Stettin: Justitzrat Dr. Mann, Am Königstor 9. 4. Die Expedierung der Auswanderer. Für die Expedierung der Auswanderer bringen wir folgendes bisher vom „Hilfsverein der Deutschen Juden" angewandte Verfahren in Vorschlag. Der Auswanderer wird von dem ersten Komitee, das er aufsucht, mit einer Ausweiskarte nach nachstehend abgedrucktem Muster versehen: Hilfsverein der Deutschen Juden. Das „Schutzkomitee für durchreisende Russische Juden" zu.......... überweist an:............... Name des Auswanderers:............ | Rußland:........... Aufenthaltsort in \ Rumänien:.......... [ Galizien: . .......... Reiseziel:................... Stempel des Schutzkomitees. Name des Vertrauensmannes:......... . . Aam v &

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