Jüdische Auswanderung
- Journal
- Jüdische Auswanderung
- Volume
- 1939. Bestand UB Ffm
- Issue
- Januar 1939
- Date
- 1939-01-01
- Page
- Seite 65 (sequence 71)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Viehbestände Ecuadors sind nur für den heimischen Markt von Bedeutung. Ecuadors riesiger Waldvorrat wird wirtschaftlich kaum genutzt. , Lediglich die Fruchte des Taguabeumes werden von Eingeborenen zu Ausfuhrzwecken in größeren Mengen gesammelt. Diese nußartigen, sehr hartschaligen Fruchte, auch Elfenbeinnässe genannt, sind ein Surrogat für Elfenbein und werden nach Europa und U.S. A rar Knopffabrikation ausgeführt; 1986 betrug ihr Exportwert 10,7 Millionen Sucres. Der Kautschuk-Export hat sich nach einigen Schwierigkeiten in den letzten Jahren wieder starker entwickelt; sein Wert belief sich 1936 auf nahezu 11 Millionen 8. f*lf»M i 3, Rnrghsn und Industrie Die Bedeutung von Ecuadors Reichtum an Mineralien nimmt ständig tu. So ist Petroleum in die erste Reihe der Exportprodukte dieses Landes gerückt. Das hier, gewonnene Mineralöl ist von besonders guter Qualität, d. h. sein, - Benzingehalt ist. sehr hoch. Hauptsächliche Fundstatte ist die Santa Elena- Halbinsel in der Provinz Guayas. Wahrend der Krisenzeit ging der Mineralöl-Export stark zurück, hatte aber von 1082—1984 schon wieder am etwa 30 v. H. zugenommen. 1084 betrug die Gesamtproduktion 272000 t, von denen 182000 im Werte von 18 400000 Sucres exportiert wurden. Die Gold- Produktion und -Ausfuhr hat - auch während der Krigenjahre zugenommen, ist seitdem aber ganz bedeutend gewachsen. Das Gold wird zum großen Teil noch" als -Erz ausgeführt. Im Jahre 1936 wurden ausgeführt: 12899 kg Goldene im Werte von 22 Millionen Sucres und 2115 kg Gold und 482t kg Silber im Werte von zusammen 16,5 Millionen Sucres. Von anderen Mineralien werden Kupfer, Eisen, Blei,.Schwefel, Kahle, Salz und Marmor gefunden und in kleinerem Umfang abgebaut. „Der' wichtigste Industriezweig'ist die Baumwollverarbeitung, in der etwa 3500 Personen., beschäftigt sind. Diese Industrie, die teilweise rar den Export arbeitet, wird in Quito, Riobamba, Ambato und Atuntaqui getrieben. Die Schuhindustrie erzeugt 750000 Paar Schuhe im Jahre>BraueTeien und Eisfabriken bestehen in Guayaquil und Quito. Zement, Leder-, Schokolade, ' Tagua-Nußknöpfe, Teppiche* Seife und Nagel sind Produkte der gleichen Städte. Dm chemische Industrieist im Aufbau begriffen. Getreidemühlen und Gerbereien nehmen ständig an Bedeutung su. Eine große - Anzahl von Zuckertabriken und ein paar kleinere' Fabriken, die. aus Sissjfasern Säcke herstellen, bestehen im Lande. Neue Industrien befassen sich mit der Herstellung von Schweinefett, Speiseölen, Saht und der Fabrikation von Zündholzern. Für Alkohol, Tabak, Salz (284000 Quintais im Jahr) und Zündhölzer (15000 000 <■ :,; -, " " i Schachteln im. - Jahr) besteht ein Rcgimmigsmonfrpol. Die Alkohol -1 ri d UjS t r i e ^stellt weißen Rum, Bra imfwein zu industriellen und Trinkzwecken, Liköre^ Parfüms, Jod und Zahnpulver her. Panamahata, die durch Handarbeit aus dem. Stroh der Toquillapalme hergestellt werden, bilden .eines der Hauptprodukte des Landes.' Der Export wahrend des Jahres 1936, der auf 138000 Dutzend im Werte von 6,8 Millionen Sucres geschätzt wird, wandte sich hauptsächlich nach den Vereinigten Staaten und Großbritannien." (South American Handhook 1938.) Die Regierung fördert in Ecuador wie in den meisten anderen Staaten Südamerikas die nationale .Industrie in jeder Weise. So wurde noch 1035 ein Zollzuschlag von/ljO °/o auf die Einfuhr solcher Erzeugnisse eingeführt, die Ja gleicher oder ähnlicher Qualität bereite im Lande herdSsfellt werden. In gleichem Sinne wurde auch die jeweilige Devisenbewirtschaftung gehandhabt, und auch die anläßlich ihrer «iA Hebung getroffenen Maßnahmen wirken als Schate der heimischetrSlndoatrie. Die» Kaufkraft der Eingeborenen-£*vwlkerung ist so gering, daß diese die minderwertigen einheimischen Güter solchen höherer Qualität, dije eingeführt werden müßten, vorzieht. 4. Außenhandel Die Gesamtausfuhr Ecuadors betrug 1987 141,6 Millionen Sucres, die Gesamteinfuhr 164 Millionen. Es ergibt sich also ein Aktivsaldo von 23,6 Millionen für die Handelsbilanz. Da aber .ein großer Teil der Einnahmen aus der Mineralienausfuhr Ausländern zufließt, und nur ein geringer Teil im Lande verbleibt, berechnet man, Bdie Za h 1 u n g s M1 a n i Ecuadors unsachlich stets passiv sei. / Maschinen, Metalle, Apparaturen usw. nehmen die erste Stelle in der Einfuhr ein, Textilien und Textilwaren die zweite»^---' Deutschland stand 1935 ab) Versorger Ecuadors an dritter, als Abnehmer (Hauptwaren: Kakao und Gummi) an zweiter Stelle. Im einzelnen gestaltete sich Deutschlands Ausfuhr nach Ecuador im Jahre 1937 folgendermaßen : - i; Wichtigste VVirengrupprn der Einfuhr Ecuadors aus Deutschland im Jahre 1937 (Werte in 1000 R M.): Zement * 254 Gewebe aller Art 1117 Papier, Pappe, Papierwaren 876 Farben usw. 386 Eisenguß und Walzerzengnisse 816 Fertige Kleidungsstücke 268 Kautscbukwaren 116 Keramische Erzeugnisse Werkzeuge und Eisenwaren 1582 Waren aus unedlen Metallen ' 231 Maschinen aller Art * 1151 Elektrotechnische Erzeugnisse 262 Pharmazeutische und kosmetische Erzeugnisse 783 Gesamt 9 136 Das deutsch-ecuadorianUche Handelsabkommen vom 17. Dezember 1985 sichert der Einfuhr aus Deutschland die niedrigsten Oberhaupt möglichen Zollsatz» Ecuadors zu. Auf deutsche Waren wird gegenwärtig ein Zoll von nur 70 ft des allgemeinen Tarifs erhoben. Als Gegenleistung bat sich Deutschland verpflichtet, allen Waren Ecuadors, mit Ausnahme von Kakao und Panamahflten, unbegrenzte Einfuhr zu gestatten (für Kakao wurde das deutsche Einfuhrkontingent auf 46-660" dz festgesetzt). — Es ist also zu erwarten, daß die Handelsbeziehungen der beiden Länder sich weiter verstärken werden. Der Auagleich des gegenseitige« Warenverkehrs erfolgt durch Verrechnung. : ', :* . < -.- -T- Inhaber . --- Dx. Tritt Ursel ■Ukerstsia «\ SüA'aiLj. zial' ein - uü4 ifiC^tu^cut! ». \ "> äfr», . t \ ' » ■ ■:.^3I§ tZ? «^^ÄJwaaS1^ 1 ' jwT. jJE-forx-iit*. Iii» mmmBUmK V. iWa^.TnsweTTBll^aeiH TT- 1 i t - Vf.