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Jüdische Auswanderung · 1939-01-01 · Januar 1939 · p. Seite 36

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Journal
Jüdische Auswanderung
Volume
1939. Bestand UB Ffm
Issue
Januar 1939
Date
1939-01-01
Page
Seite 36 (sequence 42)
Language
German
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Hier sind vor allem Zuckerfabriken, Hnhlee^Brauereien, 1 «buk- und Zigarettenfabriken, Großbäckereien, Ukordestilleriea and Mineralwaaeerfabrifcea,- Fleisch- und Gemnsekoaservenfnbrikeo usw. zu-oeenen» <»j. 'Ana einer Gea—«faätrachtaflg dar bzaMÜisniachen In- 8Ä Tvliiliooan GoId-£ gpatkigen, tu auf die fortschreitend* .. Entwertung da» Milreia verbunden mit dem Aufschwung dar heimischen Produktion zurückzuführen tat. Dia Milreia-Entwertuog zwingt die brasilianische Stätistik, —illa äiiäenliandelaaiaila In ainai anilaian ■■lliMlliilllMWI Währang wiederzugeben. Man wählte dafür dea Gold werf dea Agil ach ea Pfund Sterling. - Gegenüber den vorhergehenden Jahren ist festzustellen, daß die Ausfuhr den Werte nach betrachtlich angestiegen ist Die Ausfuhr von Kaifee schwankt nach Menge und Wert, nimmt zwar noch den weitaus ersten Platz ein, sinkt aber anteilmäßig stark ab. Besonders starke Fortschritte. t macht die Auafuhr von Baumwolle, die nunmehr fast ein Fünftel des Ausfuhrwerts darstellt. , Unter den Einfuhrprodukten Ober wiegen noch immer die Fertigwaren. Innerhalb der Gruppe Fertigwaren hat sich in den letzten Jahren eine atarke Umschichtung vollzogen. Wahrend Brasilien von der Einfuhr an Textilien sich nahezu völlig befreit hat, seine Einfuhr an Baumaterialien, insbesondere Zement, und an Gebrauchsartikeln des Massenbedarfs außerordentlich stark zurückgegangen ist, zeitigtedm Industrialiaierungstendens der letzten Jahre einen erhöhten Maschinen- und M a s chi n en z u b e h ör b e d ar f, den die heimische Produktion nicht deekenkonnte. Es zeigt . sich hier wieder, daß die Industrialisierung bisheriger Agrarlander als solche nicht zu einer Verringerung der Industrie-Einfuhr, sondern nur zu einer andersartigen Zusammensetzung fahrt — Neben Maschinen stieg bezeichnenderweise auch die Einfuhr hochwertiger Waren, insbesondere der Feinmechanik und des Apparatebaus, ferner die F-jnfnKr von Automobilen, Papier-, Glas- und Porzellanwaren uncV gewissen chemischen Produkten im Verhältnis zum Gesamtimport. Die engsten handelspolitischen Verbin dun- gen pflegt Brasilien mit den Vereinigten Staaten, England, Deutschland, Frankreich, Argentinien und Belgien. Air Abnehmer stand Deutschland in den letzten Jahren an zweiter Stelle; als Lieferant ist es nunmehr an die erste Stelle geruckt. Zwischen Deutschland und Brasilien besteht ein Verrechnungsabkommen. Da 1934 Brasilien mehr nach Deutschland ausführte, als es von dort bezog, sind die zugunsten des Banco do Brasil hei deutschen Banken eingezahlten Reichsmarkbetrage beträchtlich angewachsen. Diese Tatsache zwang Brasilien au erhöhten Einkaufen in Deutschland, wobei noch die Unternotierung dar Verrechnungsmark, die dem brasilianischen Importeur große Kursgewinne versprach) eine Rolle spielte. — So stiegen die Exporte Deutschlands betrachtlich: von 78,48 Mill Reichsmark im Jahre 1984 auf 177,0. Mill. Reichsmark im Jahre 198t. Vor allem machte sich die Steigerung bei den Waren Kohle, Zement, Maschinen und Maschinenzubehör, Eisenbahnschienen, Chemikalien, Weißblech und Werkzeugen bemerkbar. Aber auch die Ausfuhr Brasiliens nach Deutschland bewegte sich stark aufwärts: von 77,17 Mill. Reichsmark im Jahre 1984 auf, 186,2 Mill. im Jahre 1937 "es zeigt sich also, daß Deutsch«' land einen Einfuhrüberschuß nach Brasilien aufwies, und zwar im Werte von 9,2 Mill. Reichsmark. Des Verhaltais wechselt von Jahr zu Jahr. . Deutschland führte m Jahr* 19*? folgende Waren gruppen nach Brasilien aus: smstrie ergibt sich, daß geracle auf dem C Klein- und Mittelindustrie große Möglichkeiten für den Einwanderer vorhanden sind. Mit dem nach deutschen Begriffen verhältnismäßig geringen Kapitel von etwa 30 bis 60 Contos (etwa 4200 bis 5500 RMV zuweilen mit noch weniger, ist der Einwanderer häufig in der Lage, einen kleineren Industriebetrieb - zu begründen, der durch seine geringen Produktionskosten jeder ausländischen Konkurrenz überlegen ist, da deren Preis nicht nur durch das höhere Wahrungsniveau des Exportlandes, sondern auch durch -Fracht, Zollzuschlag usw. wesentlich verteuert wird. ■roh y 4. Währung Die brasilianische Währungseinheit ist der 1 Milreia besteht aus 1006 Reis. (Die Einzahl heißen 1 .'Conto de Reis. Die an in brasilianischer Währung eiten. Man präge sich folgende „Real".) 1000 bung von einige Sek ein: Milreia. heißt: Schreibereitet Tabelle 9001 - sin Real $100 — hundert Reis 19000 ■«. ein Milreia 1009000 _ hundert MÜraU 1:0009000 - ein Conto de Reis 1.000:0009000 =- tausend Contos de Reia Die die Reisbetrage anzeigenden 0-Stellen fortgelassen, so daß die Ziffern' häufig mit dem Zeichen 9 aufhören: Der ganzen Ziffer wird Abkürzung Ra. vorangesetzt. ' Beispiele: Rs. 9000 ist zu lesen: 900 Reis, Rs. 789909 ist zu lesen: 78 Milroy (häufig 799 geschrieben),' Ra. 3:3858500 ist zu lesen: 8 Coatoa, 899 909 Reis. häufig Milreis die Milreia, , Bis 1933 hatte Brasilien eine Doppelwährung; im Verkehr mit dem Ausland galt der Goldmilreis, im Innenverkehr der Papiermüreis. Die Goldparität des Milreia betrug 0,50 RM. 1933 -wurde der Papiermilreis zur einzigen Währungsgrundlage gemacht: eine Entwertung des Milreia trat ein und eine strenge Devisenbewirtschaftung wurde eingeführt. Seit dem 28. Dezember 1937 müssen sämtliche anfallenden Devisen der Brasilianischen Staatsbank verkauft werden. Die Ankaufskurse stellten sich nach Angaben aus dem September 1938 wie folgt. 1 USA.-8 — Ra. 179700, entspr. Ra. 1009 — 0,65 USA.-8 1 „Sonder"-RM. Ra> 59000, entaprvRs. 1009 — 16,70 RM. Die Verteilung der Devisen liegt ibei der Staatsbank. Der Kurs für die „freie" Reichsmark schwankt etwas; im September 1938 stellte er sich auf etwa Rs. 69880, entsprechend 14,70 RM je Rs. 1009. ' — - 'VlSfr!•*-.». < *.•[ ,"'.V.' ' .j? 5 Außenhandel '.' - Brasiliens Außenhandel wurde und wird noch von 4er Kaffeesusfuhr bestimmt. In früheren Zeiten war Kaffee sogar fast das einzige Exportprodukt des Landes,, und sämtliche Fertigwaren mußte das Laad einführen. Die großen Umwälzungen, dar Kriegszeit und der jüngsten Vergangenheit ließen aber das Land von der Fertigwaren- Einfuhr unabhängiger werden; eine einheimische Industrie hat den Bedarf an vielen Warengruppen, vor allem Textilien, fast vollständig befriedigen können. Zudem zwang der scharfe Rückgang der Kaffeepreise Brasilien dazu, andere Exportprodukte, vor allem Baumwolle, immer mehr in den Vuldergiuud jrsteu zu lassen. Trotzdem behält der Kaffee immer nö^ em^""etrtscheidende Bedeutung' für den brasilianischen Außenhandel; mit dem Rückgang des Kaffee-Export-Erloses geht auch heute noch, der brasilianische Gesamtexport zurück, wodurch auch die Kauffähig-. keit Brasiliens auf den Fertigwarenmärkten und damit seine Einfuhr entsprechend herabgemindert Werden. So fielen Brasiliens gesamte AußenAsjidef autnsätze von n*d 188- Mill., Pfund (Gold) im Jahre 1928 auf rund 60 Mill im Jahre 1985. Bis 1887 ist der Umsatz wieder auf Warengruppenj Wert I Kohlen und Koka Düngemittel Spinnstoffe -aas Waren daraus Leder und Waren daraus Keramische Erzeugnisse I vEisen und Fla—neuen j Andere Waran ans unedlen Metallen Werkzeuge und Maschinen Km*- nAd Luftfahrzeuge Elektrische Maschinen und. elektrotechnische Erzeugnisse Erzeugnisse dar Feiaased und Optßv . Chemische Erzeugnis»» aller Art Papier, Pappe, Papierwaren 1—; , »s ' . •- , ' X* 177,6 10,02 tai 8,07 3,61 4,20 46,0t---?.30 7,87 Ä 4,02 H 166,6 8,6 1.3 4,6 9,0 ■-Mi iß l»,» ♦i* *j8 '" 1 u!

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