Jüdische Auswanderung
- Journal
- Jüdische Auswanderung
- Volume
- 1938. Bestand UB Ffm
- Issue
- Juli 1938
- Date
- 1938-07-01
- Page
- Seite 22 (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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CORSET . UND BÜSTENHALTER »ind in der Ausstattung einer Frau besonders wichtige Dinge und müssen 'sorgfältig gewählt werden Sie kaufen gut und werden durch Fachkräfte mit Verständnis für Ihre Eigenart richtig beraten in den Spezialgeschäften der Finnen W. * «. »VIAMH «EBB. LIWAISOWIKI «. K. B. ABVÜtD OBKBSKVS.1.1.H. . ■ ■ -' Zentrale und Fabriken Berlin S V 68 Alte Jakobstr. JJ Sammel-Nr. 16 6 j 31 aWwaasMa^awsw^ . -•if ••< konzeaslonlerterAus für Jüdische Auswanderer Chargeurs Reunis, Poris BRASILIEN URUGUAY ARGENTINIEN . . Red Star Linie. Hamburg NORDAMERIKA Pacific Lina, Liverpool PERU-CHILE COLUMBIEN > rn ■ de. Gle. Transailantique (FnnchUnm) NORD*/ MITTEL- UND SUD-AMERIKA Brmslau 13, Sfraße der SA 17, Tal 32334 Ebenen, ungehindert berührenden Luftkontraste (Kaltluft im Norden, .Warmluft im Süden, trockene Bergwinde im Westen, ozeanische Feuchtluft im Osten) kommt es häufig zu besonders'gearteten StA rm e n. Im Winter sind ea die gefürcbteten Blizzards, die am stärksten im, Norden wüten, aber auch den, Süden erreichen. Sie sind Nordstürme von außerordentlicher Geschwindigkeit. Ihr Charakteristikum ist ein feiner, dichter, trockener, mit Eisnadeln durchsetzter Schneestaub, dar die Sicht fast völlig raubt. Die trockene Kälte entzieht dem Körper r alle Wanne und bringt den Ueberraschten, der keinen Schate mehr finden konnte, in schwerste Gefahr. Das Gegenstack der Blizzards sind die feuchten Südwinde, welche die „hot wavee" tragen; bei ihnen ist die Verbindung der hohen Temperatur mit dem Feuchtigkeitsgehalt bei längerer Einwirkung sehr achidlirh, Eine Abart hiervon sind die Chinooks, trockene Föhnwinde von den Cordilleren her, welche zwar auf den menschlichen Organiamna depressiv wirken, aber auf die Kultur des Landes eine segensreiche Wirkung haben. Am gefürchtetsten sind die Tornados der mittleren and südlichen Präriestaaten (Ohio bis Kansas und Nebraska), Wirbels türme von furchtbarer Gewalt, die in kürzester Frist alles auf ihrem freilich sehr schmalen Weg vernichten: sie treten gewöhnlich im Sommerhalbjahr auf. Die winterlichen Sturme sind meist von Schnee und Ilagel begleitet,_die sommerlichen von Regen und Staub (schwarze Blizzards). An der vernichtenden Wirkung der Tornados ist zum großen Teil menschliches Vorgehen, Raubbau am Land, schuld: man hat in zu großem Auamaß versucht, den Boden der früher nur der Viehzucht dienenden Prärien dem Ackerbau durch Pflügen an erschließen. Der leichte entwurzelte Boden wird von des Stürmen aufgewirbelt und über weitest» Strecken getragen; ganze Ernten werden so vernichtet. Was man einst so gesündigt hat, sucht man freilich heute um so großzügiger durch die Amelioration des gesamten Mississippi- Gebiet», durch Flußregulierung usw. wieder auszugleichen; auf diese Weise wird sieh die Bedeutung des Westens Nordamerikas noch weiter steigern. ' . ■ Besonders zu erwähnen sind noch die hurricane«, Herbstwirbelstürme aus dem westindischen Bereich (Mittelamerika), die an den Kosten nordwärts heraufrasen und durch ihre breiten Sturmwellen ganze Orte vernichten können. Die Lage und Gliederung des Kontinente beeinflußt schließlich auch die Niederschlagsverhaltnisse. Als allgemeine Regel kenn man sagen, daß die Niederschlagsmenge von Osten nach Westenbeständig abnimmt, und nur an dem schmalen pazifischen Küstensaum wieder ansteigt. Als ausreichend bewässert kann der ganze Osten bis Ober das Mississippital gelten; im Norden liegt die Grenze cum trockenen Gebiet bei 92 Grad westlicher Länge, im Süden etwa bei 95 Grad. Niederschlagsarm, teilweise bis zur Wüstentrockenheit, sind die Weststaaten bis 'zum cordillerischen Gebiet. Verhältnismäßig trocken ist das Gebiet der großen Seen: Sehr regenreich ist die nördliche pazifische Küste (Nordealiformen, Oregon, Washington, British - Columbia), auf welche die Rocky Mountains die warme Ozeanverdunstung des Pazifik herabdrücken. Florida im Südosten empfingt reichen Niederschlag vom Golf. Die wasserspendenden Winde des Pazifik wehen zwar auch über Südcalifornlen und die Cordilleren, doch ist hier das Land zu warm, um die Niederschläge herabzuziehen.* Die' Regen gehen im allgemeinen in Form heftiger Güsse vor sich, welche große Waasermengen in kurzer Zeit entladen. Die Zahl der Regentage ist daher,, insgesamt gesehen, klein. Im Osten betragt sie 190 bis 140 im Jahr, an den großen Seen 160 bis 180; im Nordwesten steigt sie allerdings bis auf 250. Die Weststaaten kennen lange Dürreperioden, aber auch der Osten ist bei der reichen Zahl der Sonnentage nicht frei von ihnen. * Von Bedeutung ist die jahreszeitliche Niederschlagsverteilung: im atlantischen Osten gleichmäßig mit Steigerung im Hochsommer, nördlich von den Neu-England- Staaten aber mit Maximum im November, in den Golfstaaten vorwiegend, im September, in den Südstaaten zwischen Arkansas und Tennessee im Spätwinter und Frühling, im südlichen lernen Westen (Colorado bis Neu-Mexico) im Hochsommer (Tropenregen), im nördlichen Westen im Spatfrühjahr und Frühsommer, in den pazifischen und Plateau-Staaten.. im Winter. In den aommerfeuohten Gegenden steigt die Hitze zeitweise bis nun Unerträglichen.