Jüdische Auswanderung
- Journal
- Jüdische Auswanderung
- Volume
- 1938. Bestand UB Ffm
- Issue
- Juli 1938
- Date
- 1938-07-01
- Page
- Seite 23 (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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/' - ' ■' ) v. ' i , -;j , ■ Im allgemeinen gibt ea im ganzen Gebiet der Vereinigten Staaten wenig Gegenden, in denen gesunde Menschen nicht gut leben können. Hochatens die Trocken wüsten der südlichen Plateau-Gebirgszone waren hiervon' auszunehmen. Aber allgemein stellt das Klima stärkere Anforderungen an den Menschen als das mitteleuropäische. Der Norden, bis ungefähr cum Ohiotal herab, emppfängt seinen Charakter von dem Kampf gegen die KaTte, r Bekannt ist der Wert, dar in Nordamerika auf daa künstliche Klima des Hanaas tos» Ausgleich gegen die rauhe Außentemperatur gelegt wird (vgl. S. 58). Nicht zufallig ist die Zentralheizung von dort ausgegangen. Die starke Winterkälte, besonders in dem bewohntesten Gebiet der Neu-England-Staaten und Canadea, ist infolge der Trockenheit der Luft subjektiv nicht sehr sperber, an} so stärker wirkt sie aber auf den menschlichen Organismus. Lungenentzündungen im Gefolge von Erkältungen sind daher häufiger als in Europa. Sie drohen auch im Zusammenhang mit den Temperaturstürzen zu anderen Jahreszeiten. Erhöhte Vorsicht in Verhalten und Kleidung ist daher dringend erforderlieh. Der Süden lebt unter anderen Bedingungen. Hier bt die Abwehr der Hitze dem Land das Gepräge, «her sind die Wohnungen hier nicht mehr klein und wohlverwahrt, sondern frei und offen, im spanischen Stil mit Terrassen und Veranden versehen. Allen Teilen des Kontinents ist die reiche Sonnenstrahlung eigen. Der fronte Teil des Jahres in den atlantischen Gebieten bringt trockene Sonnenstrahlung, die ihren Höhepunkt im Winter hat; die Luft ist meist von Brisen bewegt Aber es muß beachtet werden, daß die energieanregende Wirkung des Klimas auch einen erhöhten* Kräfteverbrauch nach sich sieht. Infolge der Weite und Vielartigkeit des Gebietes sind alle Möglichkeiten an klimatischen Heilfaktoren, vorhanden. So gibt ea in der rivier aartigen Landschaft von Florida und in Californien mit seinem ausgeglichenen Klima eine Unzahl Von Erholungsorten, viel Sonne, milde Winter,. kühle Sommer, Seen, Berge, Wälder, etile reiche Flora. Die Rocky Mountains und die ■ ' f ■; ' : 3. Die Provinz der großen- Ebenen -westlich des 100. Längengrades bis zu den. Rocky Mountains (die die Linder Montana. Wyoming, Colorado, New Mexico durchziehen) hat trockenes Klima mit starken Temperaturgegensätzen: viel Wind und viel Sonnenschein, heiße Tage, f kühle Nächte, trockene Luft und starke Verdunstung. Die Niederschlage sind gering, künstliche Aufspeicherung ist für die Landwirtschaft notwendig Dia treten explosiv mit elektrischen Entladungen auf, vor allem im Frühsommer. Es gibt zahlreiche Stürme, Föhnwinde, schwarze Blizzards, Tornadjs, Chiaooka und Gewitter.. Die bis in die Herbstmonate dauernden Sommer sind warm, schlagen aber bei Auftreten von Kältewellen rasch um. Die Sonnenstrahlung insbesondere des Spätsommers (Indien Summer) gibt der monotonen Landschaft Schönheit Dakota und Montana aind die winterkältesten Länder und haben bis Juni Fröste. 4. Die Plateau-Provinz mit den Rocky Mountains (nach Westen Washington, Oregon, Nevada usw. einschließend) weist mächtige Höhenunterschiede und mit ihnen wechselndes Klima, schroffe Uebergänge zwischen Hitze und Kälte, Trockenheit und Feuchte auf. Die Luft ist trocken, Niederschlage sind gering. Die Winter sind mild, aber Gewitter, Schneestürme and Regenfluten unterbrechen eis. Die Sommer sind heiß, auch in den Nächten, and haben Sandstürme, Sandhosen, Gewitter. Tempera- . turstflrze ereignen sich beim Wschiel von Nordwinden und Otinooka Charakteristisch ist .die Landschaft der bergumschlossenen Hochtäler, der sogenannten Parks. Sie sind antga zeichnet durch Trockenheit und Klarheit der Luft kühle Nächte im Sommer, Sonne im Winter, schönen Herbst Gefährlich sind die bei großer Kälte auftretenden gefrorenen Nebel (Pogonip — weißer Tod), welche die Luft mit feinen Eisnadeln füllen. Im Westen und Süden, besonders am unteren Colorado, findet sich ausgesprochenes Wüstenklima (Death Valley Tal daa Todes). Das Große Becken (zwischen Vahsatch-Gebirge, Colorado-Plateau und Sierra Nevada) ist trocken und in der Höhenlage erträglich; trockene Nordwinde bringen im Winter Eiskälte, im Sommer Glut. 5» Die Pazifische Provinz (zwischen Rocky Mountains uud Greßem Ozean) hat ozeanisches Klima und ähnelt der Westküste Europas. Sommerhitze und Winterkälte sind weniger abhängig von der Höhenlage als'von Appalachen bieten alle Wirkungen dea Hoch- und Mittelv der Meeresnähe. Die Küste ist kühler als daa Innere, der gebirges, im südlichen Westen finden sich Jümtige Ge^Regen fallt vorwiegend im Winter, biete für Lungenkranke. Der Norden ist daa regenreichste Gebiet dea Landes mit gewaltigem Waldreichtum, der Süden ist subtropisch und bringt Südfrüchte, Wein, Mandela usw. hervor. Californien entspricht in der Breitenlage der atlantischen Küste zwischen Boston und Nordgeorgia, es hat aber weder daa rauhe Neu-England-Klima noch die heiße Luft dea Südens. SodcaJifornien ist ein warmes Sanatorium. II. K1 i m a provinzen d e r V e r e i a ig t e n S t a nten In den Vereinigten Staaten pflegt man fünf Klimaprovinzen zu unterscheiden, die jede für sich gewisse einheitliche Züge tragen. 1. Die Ostprovinz umfaßt das gesamte Territorium östlich des 106V Langengrades (der sich durch die . Staaten Nord- und Süd-Dakota, Nebraska, Kansas und Das Klima der einzelnen Staaten und einiger Texas hindurchzieht) mit Ausnahme der Golfküste (des Hauptstädte Küsteristreifens am Golf von Mexico) uud Floridas. Das . Klima, ist kontinental; lange, kalte Winter, warme Sommer, scharfe Kontraste zwischen Nord1 und Süd, häufige v Temperaturstürze und Hitzewellen aind die Charakteristika. Die Niederschläge sind gleichmäßig verteilt Es finden sich alle Arten von Bodenkultur. Die inneren Ebenen, zumal das Ohiobecken, weisen besondere Temperaturschwankungen auf; Blizzards und Tornados (April bis Juni) sind häufig. Die Fruchtreife geht hier erstaunlich schnell vor sich. 2. Die Golfprovinz (die Golfküste und Florida) bat ozeanisches Klima, -heiße Sommer, milde Winter, reichliche Niederschlage, besonders im Herbst Schnee fällt selten, mitunter aber so viel, daß die Kultur von Südfrüchten, Reis, Zucker, Obst, Gemüse vernichtet wird. Daa warme, feuchte Klima bringt auch Tropenkrankheiten wie Malaria und Hakenwurmkrankheit, besonders im unteren Mississippital mit sieh. . ■' A. Die Neu-England-Staatcn •7»J ,-' " ■ «v ,™ ~-v*....-. T TT«» * '•" ' -f ' >■*%■'.' 1. Maine hat 3—5 Monate ständigen Schnee. Der Sommer ist kurz, auch im südlichsten Teil beträgt die Fruchtwachstumsperiode kaum 5 Monate. Weite .Wälder, gute Bewässerungsverhältnisse und Seebrisen machen das Klima anregend und bei entsprechender Vorsicht sehr gesund ■ Die Stadt Portland hat eine Durchschnittstemperatur von 7,5" C im Jahr, von —6,8° C im Januar, von 20" C im Juli Durchschnittlich sind 131 Tage im Jahr klar. 2. New Hampshire ist durch Gebirge und fruchtbare Taler ausgezeichnet. / Dia Stadt Concord hat fast die gleichen Te wie Portland, 148 klare' tage im Jahr. 3. Vermont hat ungewöhnlich veränderliches, schwankendes Wetter, wenn auch wenig Stürme auftreten. Die Vi* v> BBBnBBBBBaaaggga^B^afB *