Jüdische Auswanderung
- Journal
- Jüdische Auswanderung
- Volume
- 1937. Bestand UB Ffm
- Issue
- Herbst 1937
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 51 (sequence 59)
- Language
- German
- Belongs to
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300 P f u n d. Wm Ober che Freigrenze hinausgeht, ist nach dem f*™« Zolltarif zu verzollen. Fahrräder, Motorrader »ad Automobile werden Üblicherweise dieser Kategorie zugerechnet. Wird das Reisegepäck «der Reisegerät nicht innerhalb von 5 Jahren nach dem Tage der Ankunft *er!! Einreisenden eingeführt, so kann die Zollbefreiung innerhalb der Freigrenze nur mit besonderer Genehmigung des Minister» erfolgen. 3. Devisenbeschränkungen im Reiseverkehr Hinsichtlich der Mitführung von Zahlungsmitteln besteht bis auf weiteres in Neu-Seeland aar die Vorschrift, daß ein Reisender bei der Ei n reise nicht mehr als 2 Pfund in australischem oder englischem Silbergeld, bei der Ausreise kein Gold and nur bis zu 2 Pfand in neu seeländischem Silbergeld mitnehmen darf. In besug auf Papiergeld beeteben bis-wnf-weäteres keine Beschränkungen. Mitgebrachtes -Gold (Münze oder roh) darf bei der Ausreise nicht wieder mitgenommen werden. Wird es bei Reisenden bei der Ausreise vorgefunden, so wird es beschlagnahmt 4. Winke für die Schiffareiae Für die Schiffsreise nach Neu-Seeland gilt auch das im Kapitel Australien Gesagte. Für den kurzen Reiseabschnitt von Sydney nach Neu-Seeland hält das Londoner Komitee die Zahlung von je >/» Krone für jeden der drei Stewards als Trinkgeld für genügend und erforderlich. II. Laad und Leute 1. Daa Land ~*~* A. Geographische Hanpteinteilung Etwa 1900 km von Australien entfernt liegt im südlichen Pazifik, zwischen dem 85. and 48. Grad südlicher Breite, das Schwesterdominion Neu-Seeland. Mit einem Fl&chenumfang von rund 267000 qkm ist ea etwa so groß wie Großbritannien, daa von ihm durch ungeheure Entfernungen getrennt, ja geradezu sein Antipode ist. Neu-Seeland besteht im wesentlichen ans zwei langgestreckten Inseln, die vorwiegend nordsüdlich gelagert sind; die gesamte Nord-Süd-Ausdehnung Neu-Seelands beträgt nicht 'weniger als 1400 km, waa etwa der Entfernung Kopenhagen—Rom entspricht; die gesamte Längsers treckung ist 1600 km. Wahrend das um ein Vielfaches größere Australien nur eine schlecht gegliederte Landmasse darstellt und im Innern ungeheuer große wirtschaftlich wertlose Gebiete aufweist, ist daa kleinere, aber 5—7mal so Neu-Seeland von der_JSali»- weil "mehr" begünstigt. Ea weist ei&B-gutc -Kuslengliederung auf — betragt doch die 4800 km! — und besitzt trotz hoher Gebirgszuge nicht allzu viel unbrauchbares Land; auch klimatisch hat ea vor Australien große Vorzüge: Von gewissen kleineren Inselgruppen, die politisch zum Dominion Neuseeland 'geboren, sind allein che Chatham-Insel, die Auckland-lnsel und die Insel Campbell von einigem Wert; die erstgenannten werden hauptsächlich von schafzuchttreibenden Farmern bewohnt; die Auckland-Insel zeichnet sieb durch zwei vorzügliche Häfen aus. Eine Anzahl bewohnter polynesiscber Inseln wurde im Jahre 1901 anter neuseeländische Herrschaft gebracht. Von diesen ist Rarotonga wegen seiner Größe, Fruchtbarkeit and ungewöhnlichen landschaftlichen Schönheit hervor- Die Nordinsel ist 820 km, lang. Ihre Breite schwankt zwischen 10 und 320 km. Die engste Stelle liegt dort, wo der Meerbusen von Hauraki tief ins Laad einschneidet; von dieser Stelle aus erstreckt sich nach Norden eine enge, sehr unregelmäßige, lange Halbinsel, die feucht and halb tropisch ist und mehr wegen ihrer landschaftlichen Schönheit als wegen gleichmäßiger Fruchtbarkeit berühmt ist. —r—Südlich des erwähnton Golfes von Hauraki wird die Nordinsel viel breiter. Ihr Hauptkennzeichen besteht in einer Reibe ununterbrochener Gebirgsketten, die sich in nordöstlicher Richtung von der Cook-Straße zur „Bucht des Ueberflusses" (Bay of Plenty) und dem Ost-Kap erstrecken; ihre Höhe betragt selten weniger als 900 m, aber nie mehr ab 1800 m. Westlich von^ diesen Gebirgszügen liegen einzelne isolierte vulkanische Kegel, die in landschaftlicher Hin- ■ sieht ungemein eindrucksvoll wirken. Der Ruapehu ist 2800 m hoch and ist mit-Unterbrechungen tätig, der Ngauruhoe strömt anunterbrochen Dampf und Rauch' aus; am schönsten ist der Egmont-Berg (über 2500 m hoch), wegen seiner symmetrischen Form und seiner dichten Bewaldung weit berühmt. Im Norden der beiden erstgenannten Vulkane liegt der große Taupo-See, der sich ober eine Fläche von 826 qkm erstreckt, inmitten eines von Bimsstein bedeckten Plateaus, das zwischen 390 und 700 m ober dem Meeresspiegel liegt. Die weiteste Umgebung dieses Sees ist voll heißer Quellen. Die ungewöhnliche landschaftliche Schönheit dieser Gegenden, mit ihren zahlreichen Seen and Wasserfällen, warmen und kalten Quellen, Fumarolen, Geysirn usw., übt eine starke Anziehungskraft auf Touristen aas; außerdem ist ein Teil der Quellen auch wegen ihrer heilkräftigen Wirkung, besonders gegen Gicht, Rheuma und Hautkrankheiten, bekannt; die Regierung unterhält u. a. in Rotorua ein Sanatorium. Die Fruchtbarkeit dieser Gegend um den Taupo- See wird durch die anfliegende Schicht von porösem Bimsstein vermindert, doch läßt sich dieser Nachteil durch Bearbeitung des Bodens beseitigen; andererseits genießt das Land den großen Vorteil ausreichender Bewässerung durch nie versiegende Flusse und ausreichende Regenfalle. Nach Norden fließen der Waikato und Waihou; nach Nordosten der Rangita iki, nach Westen and Südwesten drei andere Flüsse. Der Waikato, dessen Lange 350 km beträgt, ist weit hinauf schiffbar. Andere Flüsse, wie der Mokau, strömen durch dichthewal4ete Gebirgsgegenden und zeigen- Wasserfälle von einzigartiger Schönheit. .' Oestlieh der. Hochebene von Taupo und südlich von Opotiki -an der Bucht des Ueberflussee befinden sich bewaldete Gebirgszüge, in deren Süden der wegen seiner Schönheit berühmte See Waikare Moana liegt. Von der Mündung des Waikato südlich bis ungefähr vom Kap Thttf^whid an der Cook-Straße und in einer Breite von 32—64 km landeinwärts liegt an der Westküste fruchtbares, für Schafzucht und Milchwirtachaft geeignetes Land. Die gleiche Fruchtbarkeit weist die Ostküste auf, doch ist an der Hawkes-Bucht der Sommer trockener und heißer. Die mehr 'im Inland gelegene Hochebene' von Weirarapa besitzt ein Klima, das sowohl für Getreidebau wie fttr Weidewirtschaft geeignet ist —-- Das stumpfe Ende der Nordinsel wird Von ziemlich armem, rauhem, von starkem Wind umbraustem Hügelland gebildet, das jedoch, den ausgezeichneten und wirtschaftlich sehr bedeutenden Hafen Port Nicholson umschließt. Als V ölker b u n dsm a n d a t untersteht auch die frühere deutsche Besitzung West-Samoa neuseeländischer Herrschaft, wahrend die wegen ihrer Phosphate wichtige Insel Nauru als Völkerbundsmandat dem britischen Empire als solchem zuerteilt wurde und praktisch von Australien, Neuseeland und Großbritannien gemeinsam bzw. abwechselnd verwaltet wird. Von diesen zum politischen Herrschaftsbereich Neu-, Seelands gehörigen Gebieten abgesehen,L umfaßt das eigentliche Neu-Seeland eine Fläche von r A 267 0Ö0 qkm. Von dieser Fliehe entfallen auf die beiden Hauptinseln — die Nord- und die Süd-Insel genannt — 114 296 bzw. 160526 qkm; wahrend die noch südlicher gelegene, gebirgige und dichtbewaldete Steward- Insel 1714 qkm umfaßt. Diese drei Inseln bilden,eine unterbrochene Kette; die Nord-« und Süd-Insel werden durch die CooMStraße — einen Kanal, der an der engsten " Stelle 85 km breit ist — getrennt, wahrend wiederum die Süd-Insel .von der Steward-Insel durch die Foveaux-Straße geschieden wird. \ ' ■' rS Reisegepäck für Aus wunderer Reise-Artikel HLReüe* KönigstraBe 1-6 es 0>r PoititroS» .nval.d.n.tr. 11S mn «er Ckaot»*ttraS« ' .; ■ .■ . > 'j- ^cä&ä^M Vs