Korrespondenzblatt über Auswanderungs- und Siedlungswesen
- Journal
- Korrespondenzblatt über Auswanderungs- und Siedlungswesen
- Volume
- 1934. Bestand UB Ffm
- Issue
- August 1934
- Date
- 1934-08-01
- Page
- Seite 18 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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Miete und •in au nach jeden Tag. auf die Straße geeetzt.i worden soll, weiß ich wirklich nicht.. ■ß. f * - Es folgen nachstehend Informationen übci; die Studien an «ter medizinischen Fakultät in I s t a n b u 1. die rms durch die Gesellschaft H ice m zugegangen sind: , - v a) Die Studiendauer an der medizinischen Fakultät ist & Jahre plus 1 Jahr obligatorischer praktischer Arbeit. b) Im 1'riiuip werden alle in den europäischen Universitäten absolvierten Semester, ebenso wie das Baccalauréat, berijek- M«*ügt -\ c) Es existiert -nur eine medizinische " Fakultät, die von Istanbul. d) Ein Fremder kann alle Examina ablegen; aber das Recht zur Ausübung der Mediain wird nur türkischen Bürgern bewilligt e) Die Türkei hat keine Kolonien. ■ f) Die türkische Nationalität kann nach einem Aufenthalt von ' 5 Jahren in.der Türkei, die Studienjahre inbegriffen^ nachgesucht werden; aber es ist xu bemerken, daß es im allgemeinen sehr schwierig ist, die türkische Staatsangehörigkeit ill erlangen.. * . g) Die Möglichkeit, als ein ärztlicher Assistent XÉ arbeiten, hingt vom* Zufall ab und kann nicht vorhergesehen werden. -h) Um die Studien1 auszuführen, ist es hotwendig, türkisch und deutsch zu können. 1) Wenn ma unbescheiden lebt, würden 40—50 türkische £ .monatlich genügen. | , j) Alle Gebühren, die von der Fakultät erKoben werden, würden sich auf ungefähr 25 türkische £ pro Jahr belaufen, k) Es existiert kein definitives Reglement bezüglich des Eintritt« in die Türkei; alles hängt vom türkischen Konsul ab. ■ Wenn er sein' Visnm erteilt, begegnet 'man hier keiner ...; Schwierigteit, vorausgesetzt, 'daß es kein Transitvisum ist und daß die Aufenthaltsdauer nicht' angegeben ist. I) Um sich bei der Fakultät einschreiben zu lassen, ist es' 'notwendig, 'die Urkunden' vorzuzeigen, die -ich auf früheren '. _ Gyrtmasialuntr-rrietit und l imersitätsstudium beziehen*. Alle -_diese Dokumente müssen schließlich durch den türkischen Konsul legalisiert' werden. in) Die Studien fangen gegen den 15. September an und endigen' gegen Ende Juni. .* ' n) Es existieren, keine vorbereitenden Kurse. ' ■ '.■ # ■ ■• i ——. . . ■_ . .- n . .. ... » Wir erhielt en die ferneren Mitteilungen: Pharmazeuten: 1. Prinzipiell werden' alle Reifeprüfungen (Baccalauréat) und Universitätsprüflingen', die im Auslande bestanden sind, an jier Universität Istanbul anerkannt, ausgenommen die Schlußprüfungen. Damit jedoch die Universitätsbehörden sich au jedem Fall separat äußern können, wäre es wünschenswert, um .Oberrischungen zu vermeiden, daß ein Komitee in Istanbul im. voraus von allen notwendigen Einzelheiten für jeden Fall verständigt wird. 2. Um in einer Apotheke beschäftigt zu werden, hat man keine Exauiinaxubeste-h.cn. , ... * ■ '■■£ 3. Um* Besitzer einer Apotheke au werden', muß man tftr- ' kiseber Untertan sein und ein türkisches Diplom besitzen. 4. Ein Student, der seine Aufnahmeprüfungen bestanden hat, konnte im Prinzip seine Studien hier fortsetzet*. Es wäre zweckmäßig, einem Komitee in Istanbul "eine Kopie'- der Dokumente des Studenten zu schicken, damit eine spezielle Entscheidung in seinem Fall erlangt werden kann. 5. Die Prüfungen müssen in türkischer Sprache abgelegt werden, aber man erhält oft ausnahmsweise die Erlaubnis, sich der deutschen Sprache zu bedienen. 6. Das Semester beginnt am 15. Oktober. i -7. ATTe Studien- und Examensgebühren betragen ungefähr 25 türk. £ pjo Jabj. ' 8. Ea gibt nur eine Universität in der Türkei, die in Istanbul. Nach Auskunft des türkiseben Konsulats ist das Leben billi- » it gar und sind Textilien teurer alt in Deutschland. Ä"' . -i.' » - " •;•;,•? . T"-- U»i«rn ' , VV ' ' "wÊl ' liff-ta 1 t*'3I - f im1 Die Lage der Landwirtschaft in Ungarn ist nicht günstig. Ea besteht Oberproduktion, unr> es fehlen entsprechende Export- . .möglichketten. Die Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse sind, niedrig, iind ein großer Teil der ungarischen Landwirte ist verschuldet. Landwirtschaftliche Güter sind daher in fast allen Teilen Ungarns verkäuflich. Böden mittlerer Güte sind bereits für 400 Pengö das Joch und darunter zu haben. Von einer jüdischen Organisation in Budapest wird uns folgendes mitgeteilt: v „Die wirtschaftliche Lage in Ungarn hat keine Änderung erfahren, die Agrarkrise und die dadurch bedingte allgemeine Wirlschaftsdepression dauert unverändert an. Das Land ist für Einwanderung — auch für jüdische — nach wie vor ungeeignet. Im vergangenen Jahre war eine Rückwanderung in Deutschland lebender Juden ungarischer Staatsangehörigkeit bemerkbar, außerdem diente Ungarn naturgemäß als Durchreiseland vom Westen und Nordwesten nach dem Balkan und Rumänien: h Was die Einreise-bestimmungen betrifft, kann sich jeder Ausländer, der im Besitze eines gültigen Passes ist, drei Monate lang ohne besondere behördliche Bewilligung im Lande auf» hallen. Nach* Ablauf dieser Zeit muß er um die Erteilung der Aufenthaltsbewilligung einkommen. Die Aufenthaltsbewilligung, die nur in begründeten Fällen erteilt wird, berechtigt nient zur Ausübung von Arbeit; die Arbeitsbewilligung erteilt das betreffende Farhministeriuni. Infolge -der Lage des Arbeitsmarktes wird die Arbeitsbewilligung nur ausnahmsweise erteilt.'' Wir entnehmen der „Wirtschaftlichen Bundschau für Deutschland und Ungarn", die .uns die Deutsch-Ungarische Han- ■ delskanimer freundlichst zur Verfügung stellte, folgende Angaben: ■ - .. TT4? Preise irr. Detailhandel laut amtlichen Ausweiten des Magistrats Budapest* ■ und sonstigen zuverlässigen Stellen : '"**>• »: r^MlBÖrewio #** .- ■ ■ . -. ii l Jtindfleis. h f." Braten ' '* " hindfleiach f.- Suppe ■Kalbfleisch f. Braten Kalbfleisch f. Gulasch Schweinefleisch f. Bratea Speck Schweinefett Eier t Milch Butter : MjaSTTjr. 0 ' " Brotmehl Nr. 4 Braune* Boggenmehl Im Brot Weifigebtek (1 Semmel) Bohnen ' . *r " Zwiebeln ' , Kartoffeln i* ,1 Sauergurken , " ' 1 Sauerkraut 1 Blauer Arbeiftranxug Arbeiler-Sonnlagsaniug Herrenschuhe, mittl. Dameiuchuhe, mittl. .....— Strißenbahnkarte, große Strecke, drtimtl umtteigAt ~ J->---- MinelsUMiwohnuiig, ohne Luxus, mjt 1 kg." 1.66 ' M ., 1» , 1 . 2J» ' t .: m t1 „ - 1.86 1 ,i, 1.88 1 1.« \ ISt. —08" H : ïkg 1 » 1 - 1 .. -.88 8.50 -.38 -.88 -.88 -.05 -.«8 —u 8.80 1.7B 4.40 1.70 8.40 1.96 - 2..J- -16 6.60 —57 v m lÜp -.10 1.. -09 -.89 UW TÄS u.— 10.— -.06 —44 —.86 -.18 ' IM -JB 1>.T- î3«*r 84.-. 88.- M t j i modernen hygienischen Einrichtungen pro Zimmer jährlich Maurer-S tundeidohn 1 •'. < Zimmermann-Stundenlohn * Schlosser-Stundenlohn Tagelöhner ^Stundenlohn . Die Handelskammer fürt -noch hinzu, daß diu Lebenshaltunnkoiten im çiiiiïlrtrn je nach .dan ^nsprftchen zu bemetien sind. Im nahmen y finer batcheidenezi miltcltISndiscïch HtiNsliclikeil dürften,sie sich auf 160—800 Pengö (»laufen. Die pensions- und Hotel preis« stehe* den nach. DietP.riUt it.: 100 RM — 186JD1 GpW-Peng«. <j 1-^. i r> t»; m V m .;. xj : «•; il :< j. ■ '■f.' . I ' i * . .It-. ■ i ' sslKHtamw^*f*u