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Korrespondenzblatt über Auswanderungs- und Siedlungswesen · 1933-10-01 · Oktober 1933 · p. Seite 25

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Journal
Korrespondenzblatt über Auswanderungs- und Siedlungswesen
Volume
1933. Bestand UB Ffm
Issue
Oktober 1933
Date
1933-10-01
Page
Seite 25 (sequence 25)
Language
German
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besitzt,! können nicht tolonisiert werden*! währendregelmäßige Kunden'-mît seinen Erzeugnissen überhäuft sind and sie nicht linger kaufen können. Eine Vermehrung1 des angebauten Oen Zeit, wo "Versuche gemacht werden, das Preisniveau durch Beschränkung der Kr- ' bietes .ist«, unmöglich " zu der gleiche wo * Versuche ,*eugung wiederherzustellen. .Der entgegengesetzte Standpunkt wird jn einem Artikel eines argentinischen Tageblatts „Dm - Land braucht Einwanderung7' "vertreten, der. zu der Schlußfolgerung kommt, daß in , Argentinien . nur eins die Wirtschaft wieder-aufrichten kann: die Siedlung. — " ,,___ . L ' s In der argentinischen Verfassung, wurde s. Zt. festgelegt, daß dje Bundesregierung diç europäische^ Einwanderung fördern soll und die Einreise, von Ausländern, welche die Absicht haben, das Laad zu bearbeiten, die Industrien zu hoben und Wissenschaften und Künste, zu lehren, weder einschränken, -begrenzen noch irgendwie durch Abgaben erschweren darf. — - ' Die^ Verhältnisse fur ausländische Akademiker liegen sehr ungünstig. Die argentinischen Hochschulen bilden in steigendem Maße Chemiker und Ingenieure aas, die von der öffent- . liehen Verwaltung und der verhältnismäßig' geringen Industrie nicht alle beschäftigt werden können. Sowohl der Chemiker wie 'der. Ingenieur können ohne Revalidierung ihrer Diplome an den argentinischen ' Universitäten Ii/»-'. Erwerbung der argentinischen Diplome nicht selbständig arbeiten. — * 1 L Wir' entnehmen einem weiteren Bericht über die Lage der Angehörigen freier Berufe noch folgendes: Die "Situation für die intellektuellen' Einwanderer ist noch schlimmer als für jede andere Kategorie. Kein freier Beruf kann in Argentinien) ohne nationales Diplom ausgeübt werden. Um* dasselbe zu .erlangen, muß'man sehr strenge Examina J. durchmachen,* dies schon in Hinblick auf die schlechte wirtschaftliche" Lage der argentinischen Beruf sarigehörigen. - ' Die 'Examerlgebühren sind'sehr hoch.- ( . y ■ : - ' - " >-K - i " •> gentinierï Arbeit suchen wollen. ' Zur Begründung seines Gesetzentwurfes erklärte der Abgeordnete, daß in Argentinien gegenwärtig 350 000 Arbeitslose vorhanden seien. Er schlug lerner dem Parlament vor, def Regierung einen Betrag in Höhe von 5 Millionen Pesos zur Verfügung zu stellen, der dazu verwendet weiden soll, arbeitslose Ausländer aus Argentinien in ihre Heimat zurückzubeordern.; Bolivien . .; ■ ' ' -"■ Bevölkerung: 2861 000, La Paz M 42 500 Personen. Währung: I'Boliviano 0,70 RM., Goldparität 1,532 RM. Klima. Das Klima in Bolivien ist sehr verschieden. Bei 5000 in über dem Meere ist die Schneegrenze. Etwas tiefer, .bei ungefähr 4700 m, beginnt die bolivianische Hochebene, «lie Pirna, die ein kaltes, rauhes Klima mit einer Durchschnittstemperatur von etwa' 5 ■ <i' G hat. In der gemäßigten Puna,, die bei etwa' 3600 m beginnt, und deren Durchschnittstemperatur ungefähr 11 —13'C .beträgt: deckt eine spärliche .alpine Flora stellenweise den Boden, große .weite ^Strecken liegen kahl und öde da, Geröll und-Sana lassen keinerlei Vegetation aufkommen: in etwas tiefer gelegenen Teilen, wo sich Feuchtigkeit länger hält, wächst Steppengras undniedriges Gestrüpp. Bei 3000 m beginnen die Täler der gemäßigten Zone mit einer -Durchschnittstemperatur von ungefähr 15° C. Die, warfiten Täler, tnit Weinpflanzungen und Fruchtbäumen der verschiedensten Arten beginnen bei 2500 m, Dqrcnsclmittsteraperatur etwa 17—18° O. In girier Höhe von 1700 m nehmen die heißen Täler -ihren Anfang," bei" einer^ mittleren Temperatur von etwa 21" C, um dann m die ausgesprochen tropischen Ebenen zii 1 «' aï- >'i # ■ * ** - ' * . * * verlaufen. . ••«..'• '•--.»- < .•>■■- \ isambotuep. .'.'■ '•'..-■. •/"•-» JBin Vislim for- Bolivien kostet allgemein UM. 8.80 v Um das Visum »zu bekommen, sind nachfolgende Papiere erforderlich: a) Führungszeugnis über, die letzten 5 .Jahre; .'" Folgend?" Mitteilungen aus Argentinien seihst geben ein . anschauliches Bild* der sehwierigen Sil nation; '■ >■■>■ '""'■■! AssUtenastellfin dürfen angenommen werden, jedoch ist der Jrrtliche Beruf in den Städten überfallt. £rsxUgemelniehaft ist gesfatlH; die gesäinte Verantwortung trägt der firmierende Ar'/'t. Jnlurli durfte " dies praktisch nur für (ehr tüchtige Röntgerfologen» in Frage kommen, ■ dfL.aHe andere«. Zweige überfallt sind. T1"—* y Ks besteht keine JCurierf reibeil. Nur in entlegenen' Kamp*Ort*n, bei denen 20 km im Umkreise "ein hier approbierter Arzt siel}, noch; nicht niedergelassen hat, erhalten im Ausland approbierte Arzte die Berechtigung zur Niederlassung. Sobald aber ein, liier approbierter Arzt . sieh an dem Plat/ niederlassen will, muß-der andere sich zurückziehen. Der zahnärsülche Beruf ist überfüllL ^^Btdbj^^j^ff^M^iM^tJ'V'^ 3»T Vieh so billig daß seine Erhaltung kr WS i**? -f—" iv^ ^azscheint. "andererseits die. Eingeborenen sehr gute - praktische Tierpfleger sind, und außerdem die großen Entfernungen im Innern des Ijandcsjeinein -Tieryzj die ArBcit unmöglich machen. Der Apothekerberuf ist ebenfalls überfallt. Es besteht,, keine' Konzessionspfucht für Ii; ImpfschemT c& Gesundheitsattest; ' d) Lichtbild; -, * f* ' 's. » '. t —'~; - ■ J e> ArbcilsDichwpis. ■ - t - -T - - ■ -. . ' ,;t .■*■"'" . i-. lV .'- ■-■'-'.- - -.'-., . . ' Bei der drüben herrschenden Arbeitslosigkeit winFgeradci.atif «Um» letzten Absatz viel gesjihen. Ks kommt heute, keine Person ins Land, 'die nicht entweder kontraktlich 'verpflichtet ist. odTrj mit genügendem Kapital Tërsehén ist-, umsich.drüben eine siefiere Existenz zu gründen.. Irgendwelche Vorschriften über 'Rasse- oder Staatsangehörigkeit bestehen nicht, - —--. .• | ■- . Itii Lande besieht'ein Überfluß an Ärzten. .Inhaber vjpn, ärztlichen, zahnärztlichen und juridischen Diplomen, die Von deutschen, österreichischen, polnischen oder rassischen 1 ni>ci- ~sttäten ausgestettt > sind, müssen sich einer StaaUprflf. spanischer Sprache" tili Um wei fen.——-—..... Wegen-des Oberflusses an Ärzten kommt ein Praktizieren ■hrr nirh« »n FriK Die Angehörigen freier Berufe müssen sich gegebenenfalls mit bescheidenen, Stellungen begnügen, die auch hoch sehr .. schwer, zu finden'sind. Im "Lehrfach sind die Posten fast ausschließlirh Argentiniern vorbehalten. Kür "Handeltreibend« und Handelsangasleilte Jsi die' Lage ungünstig, dander Handel darniedprliegt und das Personal, reduziert wird. . Wir wollen nickt unerwähnt lassen, daß von einem Auswanderer, der' nach Agrentiniën gegangen ist, vor einiger Zeit' ' mitgeteilt wurde, daß «Ire-Lage dort derartig ist, dafr'leaufmän- ■ nische,. bzw. teelmische Angestellte keine ,Aussichten haben,, unterzukommen. Nur für >Landarbeiter beständen evtl. Beschäftigungsroöglichkeiten. Eine. Mitteilung von - Anfang September lautet dabin, daß in gSvJfthen Induatrien: Textilfrn; Gilmraifabriltation, Seifen-, Papier fahr rk a tion u> a. ni. Arbeits möglirhkeiten bestehen. Es wird aber betont, daß nur erstklassige Kräfte tu Frage kommen würden. Einer Pressemeldung, entnehmen wir 'folgendes: Im Interesse einer Entlastung: 'des argentinischen Arbeitsmarktes ist von einem. Abg^idneteit.ein Gesetzentwurf im Par- - lament eingebracht worden, der auf die Dlruer von fünf Jahn n jegliclie; Kinnamleriing von Vosländern verbietet, die in Ar» ■ ' ■ 5) )-: r :, "^~~~Wayniie DiTjlpmit von Ag^wMHlt*"! Ziyjl-lngemMirim iuIpi— Bergwerks-Ingenieuren anbetrifft, so .wird mitunter fur die » Ravalidierung des Titels eine Geböbr von ungefähr 1.Q00 Boliviano* gefordert. -. Dip Handwerker in Bolivien sind sehr geschickt und begnügen sich mit kleiner Entlohnung, so daß Fremde mit innen schwer konkurrieren können. Eine große5 Anpassungsfähigkeit und eine eiserne Gesundheit sind angesichts der Lan- . desverhältnisee-~in jedem Falle erforderlich, denn fast alle in " Fuge kommciyden|.Ûri)fahkciten liegen■ 3000—4000 m Ober dem .-j^rCMP'e8^'*T^?'°*'*™t "^Atige Mlnemwitren in 4500 m Gegenwärtig iy die jüdische Bevölkerung; Boliviens klein'; sie ist hauptsächlich in der -Hauptstadt La Paz konzentriert. iri:l rri* ii I.; " •' - P Brasilien rEkvWkerung:- 41 079000, Rio de.-Jancirr( : 1 46Q 000 Personen. Währung: 1 Mih-eis VPapier) » 0.23 RM. (1000 Milreis I conto dé reis), Goldparität 0,502 HM Das Kjl)ma ist in Nord- und Mittelbrasitien.vabgeselten von den höheif gelegenen (ii'liielen des Irt/Ien n. -ein he\B, in den — > .. ■ -i'.'fi X-M , *,v :i .\ , '■ , v fr ,7v V / * V «r / : i y.*1 ■>'• 4 i .* .-i / 25 X:

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