Korrespondenzblatt über Auswanderungs- und Siedlungswesen
- Journal
- Korrespondenzblatt über Auswanderungs- und Siedlungswesen
- Volume
- 1933. Bestand UB Ffm
- Issue
- Oktober 1933
- Date
- 1933-10-01
- Page
- Seite 24 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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Mexiko Bevölkerung: 16 404 000, Mexikp: 615 400 Personen (16000 Juden). Winning: 1 Silberne» 033 «RM.. Goldparität zirka 2^M. '1 ' l»v ■ . * ' X ) i ui a. Das Klima ist an den Kasten tropisch (Mittel' temperaturen 20—25° €.), in den holier gelegenen Gebieten des' Inner» gemäßigter, jedoch immer mit heißen Sommertemperaturen (Mittel 15— TßfV. in Höhenlagen von 1000 bis 2000 m ft. M.). Iq den Gebieten über 2000 m Höbe ist das. Jahresmittel 10—17* C. Der Regenreichtum ist örtlich sehr verschieden. Die Hauptregenzeit fällt in die Monate Juni bis September. *.' * Visagebähren. ' "■ Dis Paßvisum nach Mexiko wird für deutsche Staatsangehörige gratis gegebe*.. Erforderlich für die Einreise in das Hand ist jedoch . m jedaïnv Falle eine Einreiseerlaubnis, die beim mexikanischen Innenministerium (Secrelaria de-Gobemarion, Mexico D. F.) m beantragen ist. Liagt diese Bewilligung vor, dannbekommt der Reisende ein« Identifikationskarte ausgestellt, deren Kosten sich auf mexik. Pesos 2.00- Ixrlaufen. Ferner-muß ein Impfschein aus den letzten ö Jahren beigehracht we'rdeh, dessen Beglaubigung weitere Pesos 2.00 kostet. An Paßphotos sind erforderlich 5 en face and 4 im Profil. Der -Antrag' zur Genehmigung des dauernden Aufenthaltes, in Mexiko fur Reichsangehörigc muß von der Deutschen Gesandtschaft in Mexiko mindestens 2—3 Monate vor Antritt der Reise bei dem mexikanischen Wanderungsamt (Departemente, . de MTgïracion, Secrelaria de Gobernacion^ gestellt werden,. Die vorgenannte Behörde uberprüft jeden einzelnen Fall auf das eingehendste und stellt pftjnals Rückfragen, deren Beantwortung nur bei genauen Angaben des1 Antragstfliers alber sein> Vorhaben.' und seine Absichten in Me»ikô ■ möglich• ist. V > , 'Absolut notwendig ' und unumgänglich ist die vorherige genaue Angabe de»- Reiseweges. ■ Durch ein Dekret vom 29. 5V-r933_'ist für die Einwanderung von Touristen. Durch*- und- Handlungsreisenden insofern, eine gewisse,. Erleichterung eingetreten, als zukünftig' "flicht mehr der bisher feststehende Satz von' 250 oder 500 Peso als . Garantie'.für die Wiederausreise.' verlangt, wird, sondern ein Betrag, der je nach den Verhältnissen des Einreisenden von dem zuständigen mexikanischen Konsulat bzw. dem mexikanischen Wandefungsamt bestimmt wird. Die'mildere Anwendung dieser Bestimmungen soll hauptsächlich denjenigen Einreisenden zugulei kommen, welche die unteren Reiseklassen benutzen. - ' Polen, Ruminen und Bulgaren dürfen irie-salvadorenischcn Auslandsbehördcn PaßsicbtvermeTke nur mit besonderer Ermächtigung des Außenitiinisleriums erteilen. Pisse bzw. Sichtvermerke sind für jeden Grenzübertritt erforderlich. - ------ \ Jeder Einreisende muß in der Lage sein, den EinVanderungsbehörden -den Besitz von .500 Colones nachzuweisen,, falls _er nicht «inen festen. Anstelrungsvertraj mit einem! dem Zentralwanderungsamt genügend sicher erscheinenden Handelshause hat. F! -j'- '••.'.'.•'' f .; .■ >■-.- Argentinien / ', . •' Bevölkerung: 11577000. Buenos Aires; 2 129000 Personen.. ' Wahrung: 1 Peso £apier 0,96 RM., Goldparität 1,782 RM, Klima: Die argentinische Republik nimmt den südöstlichen ' Teil von Südamerika ein. Ihr, Klima ist sehr verschieden. Im Norden subtropisch heiß, im mittleren Teil werm-'wie in lSüdeuropa, irrt Süden kühl und rauh. Im Nordwesten und Süden sind große Gebiete so regenarm, daß .Ackerbau dort nur mit -Hilfe ' künstlicher Bewässerung betrjehen werden kann. Das ' Klima ist bei mißiger Lebensweise gesund. Im Jahre 1920 lebten in Argentinien schätzungsweise 225 000 Juden, hiervon 90000 in Buenos Aires und 22000 in Rosario, der zweitgrößten Stadt des Landes. In den Städten Cordoba. Santa Fé, La Plata, Avellanedà, Mendoza,' Tucum'an, Parana., Concordia und Bahia Bianca waren Juden in Munerer ' Zahl ansässig. In unmittelbarer. Nibc der -Kolonien deirJCA. (siehe Korrespondenzblatt ' vom Februar 1933," S. lO^und innerhalb derselben biegen Drtêtyhit einer beträchtlichen und oft die Mehrzahl der Einwohner bildenden jüdischen Bevölkerung. Die Zahl der Kolonisten' betrog 1931: 18 514. Personen, die der. Nicht» knl..nisten 10 712. im ganzen 29 226. » * ■ . * * ' Nach einem Bericht der General-Direktion für Einwanderung sind -im Laufe .des Jahres 1932 6359 Reisende- I.' Klasse in Argentinien eingereist und 31267 Reisende der II. und HL' Klasse, gegen 8589 Reisende I. Klasse und 56 333 Reisende der II. und TII. Klasse im Jahre 1931. Es sind somit im Jahre 1932 25066 Reisende der II und III Klasse lind 2230 Reisende der L Klasse weniger als im vorangegangenen Jahr nach Argen-, linien eingereist. -.' ... -..'•- \ Die -jüdische 'Einwanderung betrag vom Januar, bis Junl^ '1933 903 "Personen, im. Jrfeichen Zeitraum' 1932 99? Personen. ' î >'■ ' i ' ••-; - -. ih., Vfsagel.iihren. Auf der Londoner WeltwiiUcliafts-Konferenz erklärte der . mexikanische Außenminister .u, a., daß k)ro«~Tler"^W-ilUleuiession die Wirtschaftslage Mexikos z. Zt. nicht nur weniger kritisch als in früheren Jahren, sondernsogar wesentlich besser sei als in manchen anderen Ländern, die weniger von inneren Schwierigkeiten heimgesuchtworden «isn-— Ab efl i Beweis. für die fortschreitende Besserung der mexU kanischen Wirtschaft ist die Tatsache anzusehen, daß die Zahl der Arbeitslosen von rund 300 000 vor -Jahresfrist inzwischen auf etwa /70O00 zurückgegangen ist. .——w •'' -\ ■ \;:' ,. f**»"i '" ■' ,. _"• ■ f- ". ** .'. '-.,„ ' - :>»• v. •«...• ..- S.l-r.dor ' / ' / ■ ' FQr die Visierung des Passes sintt RM. 20JM «u tahUn. Es uifliseu sodann noch andere Papiere visiert werden: (Leuniundnis, B«tlelei-Z«(kgnis, Gesundheits-Zeugnis). . Hohe der Vuagebbhren wird nach Auskunft des Kon-ntaK wr- ■ n-aM1E%S<»fgt^h|a au R^, yffi (Vgl. imseFTvorrespOTä^wtnatt vom Februar tßjH.) Seit dem 1. Januar T531 hat Argentinien ztrr Erschwerung Viaagebühren außerordentlich heranf- —der Eww"f p^Tiing die ■ Visagebüh: geseTztf^«adw4sjeljitid- Artxjitsu nebst ^a m ' mi lien sind unter liest in i fiten Modalitäten betreffs Zahlung, und Rückzahlung der erhöhten Gebühren von der hohen Visagehühr befreit Laut, einem Regierungsdekret vom 20. November 1932 •**r <* Bevölkerung : 1 729 000, <-San Salvador: 95 000. ------ Währung: 1 Colon =; 100 RM., Goldwährung 2,099 RM. ■ Die Republik. E| Salvador hat als Dekret Nr. 86 vom 12. 6. 1933 ein neues Wandernri^esett erlassen,' das am 21. Juli d. J. in Kraft getreten ist. , , -!. V Nach diesem Gesetz wird jeder Eintritt in, das Land* sow ie der-Austritt, aus ihm' einer vorherigen Genehmigung unterwarfen.- — - .•-«' if>• ■ . > £ *" - '* *■'!* ' " ■ * * — Verboten' ist der Eintritt in das Land u. a. für jegliche Art Arbeiter, Qkndwerker und Angestellte, die nach Ansicht. der Regierung einem 7'Sklvadorenier derselben Arbeitskiisse rjen Platz wegnehmen konnten; ferner für Angehörige uncrWünschter Rasten? wie Mongolen, Malaien, Neger und Zigeuner; diesen 'werden gleichgerechrjet neueinwandernde :Araber, Libanesen.' Syrier, l'aliistinenser inS fttrkrn. sofern fs sieh nicht um Familienangehörige bereits im Ivande wohnender1 Benonen mit ausreichenden dntcjrhaltainitteln handelt. An Russen, Litauer, Mjf'-r' * % - ' x ■ ■ ' i ■ \ < i '* i t*- ».; - . •.- su,' -, .7.- T- ■ 'v Vi,-?*1 - ■•• - «T« ï, \f} •' 4,f %;. .• ■ \ ,i t., ï: .'•-.; /:,• v . . -U ■ r •< , < ' i f > "i " 14 - '.' . f. e»Äi'' t.'i Schärfte Argentinien ' die EinwanderungthesUmmungen vom I". iarfuar 1933 ah Es wird nur solchen Auswanderern die Einreisf gestattet: die einen Von der argentinischen Regierung bejrlaubigten jfcrbeitskontrakt besitzen; Personen, die den Nachweis über eine Siâièrstellung des. Ëcwerbs' erbringen; Landwirten .sind IandwiruVhaftliehen Arbeitern; nahen Verwandten' von in Argentinienl ansässigen- Ausländern , (Gatten, Kitern, .Großeltern, hindern. .Knk. lii und (m-m Ii« i«terkindrrni. unter der Redingung,' daß die Verwandten, die sie au sich kommen lassen, genügend» Mittat' «rtbon, - um. für ihren Unterhalt aufzukommen. Eine diesbezügliche Erklärung muß bei der Kin »ander nngsdi rekln, u du ni. die Personen, welche ihre Verwandten au» Europa , nach Argentinien hommen lassen wollen, gemacht werden. /Sehr interessant sind die folgenden Ausführungen, in denen for Auswanderungsbesclrrinknng und gegen dieselbe in bezug auf Argentinien Stellung genommen wird. Der Führer einer Mission aus Argentinien, die nach Italien entsandt wir, äußerte sich ù. a. folgendermaßen: Solange u mer ball, der Grenzen Arbeitslosigkeit besieht. K<nn Argentinien nicht fort fall reu. die EüiwanaejiiBg zu ge- -latteii. Hie großen Strerkèh unbevölkerten l ande«. Jas es ii!. -J5 ' <^z: ■>' V . . k f , ' I l ,'.