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Korrespondenzblatt über Auswanderungs- und Siedlungswesen · 1933-10-01 · Oktober 1933 · p. Seite 9

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Journal
Korrespondenzblatt über Auswanderungs- und Siedlungswesen
Volume
1933. Bestand UB Ffm
Issue
Oktober 1933
Date
1933-10-01
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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bei lieh zu führen, , aus den» ihr Vorhaben * besuchsweise nach. Holland m gehen, heryorgefit. Deutschen Reichsangehörigen, die g e s c lia fUi ch ' nach Jlolland* einreisen ' wollen, wird geraten, Vertrag, Anstellung oder jindere Erklärungen des betr. Arbeitgebers* oder der betr. Firma vorzuzeigen, bei der der Ausländer in Dienst treten soll. Aus dieser Erklärung muß das Ziel der Reise hervorgehen. ' ' Deutschen Reichsangehörigen, die bereits in Holland als Kopf« oder Handarbeiter tätig oder wohnhaft sind, die n*ach Holland zurückreisen wollen, wird geraten, sich éine «- Erklärung des-betr. Arbeitgebers geben zu lassen, aus der zu' ' erseKen ist, daß der (mit Nimen genannte) Ausländer]ttiei" ihm im Dienst ist und einen Urlaub von ... Tagen erh^ke» ■ > _ hat, um nach' Deutschland au reisen, und daß er naokrSier ' Rückkehr nach Holland wieder in seine Dienste traten kann. Arbeitsuchende deutsche Reichsangehörige, die nicht im Besitz der erwähnten- Erklärungen sind, werden zur Einreise nicht ^zugelassen. Die wirtschaftlichen Aufsichten für Mediziner und Zahnärzte sind sohlecht, da diese Berufe Mark''überfüllt sind. Alle Ausländer, die das holländische- Apofhc'ker-Diplom erhalten wollen, müssen die in Holland vorgeschriebenen Examina wiederholen. Es besteht èin großer Überschuß an Apothekern und keine* Gelegenheit für Ausländer, in den. Niederlanden -oder in Niederländisch-lndicn als Apotheker ein Unterkommen zu finden. ' * - r tT ' Auch unter den Hilfskräften für Apotheker, d. h. unter derr.« Apotheker'-Assistenten, besteht große Arbeitslosigkeit, die . augenblicklich noch im Anwachsen begriffen ist. Ober das Studium von Pharmazeuten in Holland informiert unser - Zirkular Nr. 22. ' " / - , -V,. : 'S> - Vom lT.September dieses Jahres ab ist in Hollana ein Gesetz in Kraft getreten, durch ' welches. die Zulassung ausländische«-; Studenten j.ii niederländische!! Universitäten eingeschränkt ist.» Diese Einschränkung - gilt nicht für belgische und südafrikanische Studenten. \; / X ■ ': , ■.."■'' -;jr.-- ' . .;; . ••/;?. ,. _. ... ■ Irischer Fr«!staat }"'.; -.. '.-, . Bevölkerung: 2071.992, ,193t lehjen, in Irland etwa 5250 ' Juden, davon 3500 in Dublin und 1.20O in. Belfast.'; e Bei der Einreise von" Reichsdeutschen sind im wesentlichen die gleichen Voraussetzungen zu erfüllen wie bei der Einreise nach England. , " . . < ■ -; . .kommen, Für Angehörige der freien Berufe, *ie Arzte, Rechtsanwälte, Zahnärzte. Ingenieure usw.,- ist gegebenenfalls e,in* berufliche Betätigung von Erfüllung bestimmter. Vorbedingungen abhängig. Int ärztlichen Beruft besteht' eine Cberfülluitg. _ * ' In unserem Zirkular Nr. 46 bgben wir nach Mitteilungen eines italienischen Komitees die wesentlichsten vorläufigen Bestimmungen für Studierende der Medizin an italienischen Universitäten wiedergegeben .— •:/'. .* :/' * Von einer Persönlichkeit, die kürzlich Italien besucht hat, erfahren« wir, daß kaufmännisch gut ausgebildete junge Leute, Zeichner, Reklamefachleute» in Norditalien, namentlich in Mailand, versuchen könnten, einen- Kr« erb'-zu finden. ,* Italien Bevölkerung: 42118000 (50000 .luden Währung: 100 Lire 22,08 RM. Goldparität 22,0jft RM. Nach den Angaben,, des Statistischen Zentral-Institut s stellen sich die BevölkerungszifferrF-vorn 1.'1.-1933 folgendermaßen: Rôm: 1048583. Mailand : 1013 344.'; Neapel : 853 975. Genua :. 619690. Turin! 605319, Palermor*395056, Florenz: 318196t Kur R e ich » d tu4(c Ii e. die im Besitz OTTles gültigen Auslandspasses sind/ i<i die Einreise nach Italien frei *V r ' Das Einreisevisum .ist nur Iftc- Angehörige einiger Linder noch erforderlich, da Italien den Visumzwang für. Cast sämtliche Linder .aufgeholten hat. ' « . ,. , Personen, die nicht im Besitze, eines gültigen "Heimiftpasses sind, sondern nur mvpenimnln Fr..!,pl..,. (Pi-rsiimlanswei« Nansenpasse., poli- Jugoslawien -' Bevölkerung:" 13 929 988 C1031V. Belgrad (Beograd): 225000. Währung; JÖ0 Dinare » 5.29 RM., Goldparität 7,394 RM. - Der .Visumzwang im Verkehr mit Jugoslawien. ist für Deutsche aufgehoben. - . ' Kür Staatenlose (Inhaber von Nansen- und Kremden Dissen) wird <h Berlin von der *Gesandtschaft kein Kinreiwiisum erteil). Hierfür iit nur das Ministerium des JUrßeren in Beograd zuständig. Zweck) Wetterleihing an dasselbe sind an die Gesandtschaft folgende Unterlagen einzusenden:- '• 'ein Gesuch an das. Kg!. Ministerium des Äußeren mit BegrOn- V ilunp der Beise: . ' - ~ V eine .Bescheinigung der Po'.iieidireUion, da"B ile> Antragsteller in politischer und moralischer lliiei Iii einwandfrei ist (Cberseljung ' RM. 9 50);:. ■ für Gesuch und .Entscheidung inkl. Portogeböhr RM. 3.—; . ' wenn das Gesuch nicht iri der Landessprache oder . in " russischer " Sprache verfaßt ist,"sind an Obersetzungsgebühren"noch RM. 2.— -"■ " zu Obei weisen; ,. <: .' :■ * . ■ ' . * * '' ' - \" S ■ >- r ■ ~" . r «in ausgefüllter f ragebogen, der bei -der Gesandtschaft "an er-. halten ist ''.';- . Es" wird darauf .aufmerksam gertlacht, daß die Genehmigung erst in etwa 4 Wcfchen. einzutreffen pflegt. Mg.; Die Gebühr für das* Einreisejüsuni beträgt JIM. 10Ä). - " . ' . Die jüdische Bevölkerung -Jugoslawiens umfaßt 76654' Seelen (0.55 der Gesamtbevölkerung). Die größten jüdischen Gemeinden sind: Zagreb mit 12315 Seelen C6.63 der Gesamtbeyölkerung) : ' Belgrad mit 8389 SeeFen (3,47 Sarajewo .mit 8090 Seelen (10.34 «JoV; Subötic» mit JSOÛO Seelen. C5,05 o/o); Osijek mit 4348 Se'elen f 10.77 ofc); Bitolj mit 3870 Seelen (5.88 °i<h : Novisad mit 3764 Seelen (5^8 o/o); Sköpl'je mit 273Q Seelen (4.21 «%): Senta-.mit 1907 Seelen (5,95 <*): Veüki Rerkerek mit 1554 Seelen (4.73 »V)s Varazdin mit 1400 Seelerf f9.58 »/«); Sombor mit 134Ï,Seelen (4,17 '*/*). In weitere^ 26 Städten leben Juden in einer -Zahl ' van~1w-~1000 Seelen. Eine offizielle Gewerbestatistik besteht nicht, so daß der Anteil der ' Juden an Handel und Gewerbe nicht genau zu er» mittein ist. T V .• , ). t, _ ■ . ' ■ ■ - Jugoslawien ist e"ih-. Ainrrland. "Übcr*82 *fa. de» Bevölkerung^ leben vç-rn Ackerbau. Die Tndiistric isf noch «enig entwickelt, abgesehen von. Kroatien, das .schon seit der österreichischen Zeit in- " dustrielF fortgeschritten ist. Dort" kommen von jüdischen Ein-' wanderern, nie sich auf industriellem Gebiet. bttitifeD wollen. Perton.en mit größeren* Kapital Jn Betracht. In Serbien jedoch und auch in Bosnien m>« icmanchenanderen Teilen des Landes können Personen mit größerem und mittlerem Kapital eine gewcjrblich-ihdualrielle Tätigkeit > entariekelrsf Es reiliche Bescheinigungen^ haben, müssen das Einreisevisum bei dem zuständigen italienischen KonswUt beantragen. Stellenantritt in Italien darf nu I er Ii iL-en mit .einer Zusicherung ,,der Bewiyüung zum Stellenantritt" fSpezialgenehmigung des König] Ministeriums des Äußeren in Rom.). ,Die Zusicherung kann erteilt werden : vor der Einreise von den / nsjiändigep Kons'qlatsbehörden. nach der Einreise von den zuständigen italienischen Behörden. — Staatenlose mit Wohnsitz in Deutschland und im Besitze oines von einer deutschen,.Paßbehörde ausgestellten^ Fremdenpasses oder Nansen-Auaweises, müssen sicb-ftlf nïêïinreise mich Italien ein Visum beschaffen, das nur dann erteilt wird, wenii vorher der Wiedereinreisef, Sichtvermerk nach Di'iilschland eingeholt wwden ist. — Aufenthaltserlaubnis wird erst gegeben, wann Arbeit qder Stellung gc- 'iiieh^rt sind, Wegert <ler Arbeitslosigkeit 1st es abe» für einen Ausländer außerordentlich schwierige- 'Arbeitserlaiibnis zu 'beauch Möglichkeiten—für jüdische—Arbeitnehmer, aus Deutschland in solchen neu zu schaffenden Unternehmungen oder Betrieben vorhanden. Die Textilindustrie arbeitet überall im Lande — in" ganz Jugoslawien —"sent gut."' manchmal, in drei Schichten. "Die Regierung schützt diese Industrie und wäre bereit, auch andere Industrien erriaarcçbeiuLzii fönlern. Es 'bestehen, noch. Weitere Möglichkeiten.für eine Betätigung in dieser Industrie. . - ., Es gibt Möglichkeiten «aweh für die Möbelindustrie. Groß sind die Aussichten f.ü»i iSsöni-che ' Industrien Auch kleinere^ Unternehmungen könnten mit Erfolg arbeiten. Ferner sind zu nennen die optische Industrie und die Erzeugung von Keramik und Steingut, Bearbeitung von Bark und Quarz, hier kannten'»Fachleute gut beschäftigt werden. Fischkonservenindustrie. Kleischindjiiittrh1'. "Rüdioindustrie (Jugoslawien 4iab 50 000 Radiohörer. k während Ungarn 400000 und Österreich;Ô00 000 iäh^. /. ' . J i?! ■ 1'' '• - .\',\-' . »• -., ( ^-^f-'a" ^'''t .'".Ivr1 rvM*----t2^»'*'<■'» ' - /. i j i i4 r .-. - . i, ■ ■ ■ v?. * ■ ». v . , I i.-A. ' i r*' H M.

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